Rote Fahne 17/2026

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Tesla: Erfolgreicher Widerstand gegen faschistoide Methoden

Wir blicken kurz zurück: Kurz vor der Betriebsratswahl im März dieses Jahres bei Tesla in Grünheide ließ die Werksleitung einen Vertreter der IG Metall aus der Betriebsratssitzung medienwirksam inszeniert aus der Betriebsratssitzung abführen. Begründung: Er hätte mit seinem Laptop die Sitzung heimlich aufgezeichnet

Von einem Korrespondenten aus Berlin
Tesla: Erfolgreicher Widerstand gegen faschistoide Methoden
Unterstützer des Solikreises vor dem Arbeitsgericht in Frankfurt (Oder)

Die IG Metall bestritt den Vorwurf vehement und zeigte Werksleiter André Thierig wegen Verleumdung an. Erst nach der Wahl gab das Landeskriminalamt (LKA) bekannt, dass auf dem Laptop kein Mitschnitt gefunden wurde und auch keinerlei Anzeichen bestehen, dass dies versucht wurde. Doch statt dem Eingeständnis der bewussten Wahlmanipulation mit fingierten Falschaussagen legte Tesla noch einen drauf: Der Konzern legte Widerspruch bei der Staatsanwaltschaft ein und verlangte eine weitere Untersuchung des Vorgangs. Hofften sie etwa, sie könnten jemanden im Nachhinein noch etwas unterschieben? Doch auch dieser Schuss ging nach hinten los: Ende Juli wies die Generalstaatsanwaltschaft den Widerspruch als völlig haltlos zurück.


Mobbing und bewusst falsche Unterstellungen sind bei Tesla keine Einzelfälle durch irgendwelche angeblich ungeeigneten Führungskräfte, sondern bewusst angewendete Methoden der faschistoiden Betriebsführung. So wird versucht, die gewerkschaftliche Aktivität zu unterdrücken und jeden Widerstand im Keim zu ersticken.

Steigerung der Ausbeutung und Mobbing ohne Ende

In Kreisen der IG Metall wird davon gesprochen, dass über 100 Klagen, vorwiegend gegen Kündigungen, vor dem Arbeitsgericht laufen. An einer weiteren der zahlreichen Verhandlungen nahmen auch Vertreter des Solikreises gegen systematisches Mobbing bei Tesla teil. Besucher konnten live erleben, wie der Richter nicht „Recht“ sprach, sondern dem Anwalt von Tesla erläuterte, welche Arbeitsrechtsverstöße wie hoch bei der Abfindung „angemessen“ zu begleichen seien. Sollte es zu keinem Vergleich kommen, soll der Prozess laut Richter „zeitnah“ im Dezember/Januar fortgesetzt werden.

 

Zugleich plant die Werksleitung, im zweiten Halbjahr die Produktion schrittweise um 50 Prozent von derzeit 5000 Pkw pro Woche auf 7500 zu erhöhen, mit lediglich 20 Prozent mehr Belegschaft. Es reiht sich ein in die gesamten Pläne aller Autokonzerne, für ihre Maximalprofite die Ausbeutung enorm zu steigern.

Stärkt die IG Metall – werdet Mitglied der MLPD!

Die Belegschaften sind herausgefordert, sich gegen diese Pläne weiter in Stellung zu bringen und sich nicht ausspielen zu lassen. Für die Belegschaft bei Tesla geht es besonders darum, eine mitgliederstarke IG Metall und entsprechende Strukturen im Betrieb aufzubauen. Damit sich die Arbeiteroffensive Bahn bricht, braucht es auch starke Betriebsgruppen der MLPD. Macht mit!