Rote Fahne 14/2026

Rote Fahne 14/2026

„Wir müssen Seite an Seite gegen den Imperialismus kämpfen“

Unter dem Titel „Ein weltweiter revolutionärer Gärungsprozess – aus erster Hand berichten und diskutieren Repräsentanten der internationalen revolutionären Bewegung aus vier Kontinenten“ fand am 15. Juni eine „Internationalismus-Live“ - Veranstaltung in der Horster Mitte in Gelsenkirchen statt. Hier der Beitrag von M.B. Singh, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Nepals (NCP Mashal):

„Wir müssen Seite an Seite gegen den Imperialismus kämpfen“
M.B. Singh (92 Jahre alt) bei seinem engagierten Beitrag

Liebe Genossinnen und Genossen, im Namen der Kommunistischen Partei Nepals (Mashal) und des nepalesischen Volkes grüße ich euch alle. Die beiden Parteien, die NCP (Mashal) und die MLPD, pflegen seit mehr als drei Jahrzehnten enge, freundschaftliche und brüderliche Beziehungen. (…)


Die politische Lage in Nepal ist wegen des amerikanischen Imperialismus sehr kritisch. Vor kurzem wurde in Nepal eine Marionettenregierung der USA eingesetzt. Amerika verfolgt die Strategie, China im Rahmen der MCC (Millennium Challenge Corporation) – die Teil der Indo-Pazifik-Strategie ist – einzukreisen und Tibet anzugreifen, um dort den Dalai Lama wieder einzusetzen. Eine solche Strategie Amerikas wird Nepal zum Schlachtfeld in einem Krieg zwischen China und Amerika machen. Daher ist es unsere Verantwortung geworden, uns dem Krieg zu widersetzen und den Frieden zu verteidigen.


Nach einem jahrhundertelangen Kampf und Opfern des nepalesischen Volkes wurden in Nepal die Republik und der Säkularismus etabliert. Doch seitdem versuchen die Royalisten auf organisierte und planmäßige Weise, beides zu stürzen, die Monarchie wiederherzustellen und Nepal zu einem Hindu-Staat zu machen. Daher ist auch die Verteidigung der Republik und des Säkularismus eine vorrangige Verantwortung des nepalesischen Volkes. Auf diese Weise müssen wir Seite an Seite sowohl gegen den Imperialismus als auch gegen den Rückschritt kämpfen.


Die neu eingesetzte Marionettenregierung Nepals schlägt einen faschistischen Kurs ein, indem sie die Rechte von Studentenvereinigungen, Gewerkschaften und der Presse zunehmend einschränkt und kontrolliert und die landlosen Bauern rücksichtslos unterdrückt. Auch gegen solche faschistischen Maßnahmen der Regierung müssen wir kämpfen.

 

Wir rufen das deutsche Volk und die Menschen auf der ganzen Welt dazu auf, diesen gerechten Kampf Nepals zu unterstützen.