Rote Fahne 13/2026

Rote Fahne 13/2026

„Die Rotfüchse sind mit das Wertvollste, das wir haben“

Das Buch „Die Krise der bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, der Religion und der Kultur“ prägt einen neuen erweiterten Kulturbegriff: „Der von Marx benannte ‚Kulturzustand‘ berührt weit darüber hinaus alle Seiten des Lebens: … die Formen von Erholung und Freizeit, die Art und Weise, Ereignisse im Leben zu begehen …“ (S. 113)

Von einem Korrespondenten aus Hannover
„Die Rotfüchse sind mit das Wertvollste, das wir haben“
Die Kinder sind unsere Zukunft! Szene vom Internationalen Pfingstjugendtreffen 2026

Kinder erleben proletarische Kultur

Wir nehmen Mitglieder der Rotfüchse, der Kinderorganisation im Jugendverband REBELL der MLPD, zum Pfingstjugendtreffen mit und deren Eltern vertrauen sie uns an. Die Kinder erleben, wie wir gemeinsam feiern, tanzen, aufeinander achtgeben und demonstrieren. Bei meiner Schicht im Café Nordlicht bemerkte ich, dass eins unserer Kinder schon um kurz nach 6 Uhr im Café Nordlicht-Zelt saß. Mit dem Kaffee hatte ich alle Hände voll zu tun. Da sah ich aber, dass eine Genossin aus dem Norden, die das Kind gar nicht kennen konnte, wie selbstverständlich mit dem Mädchen sprach, es mit Essen und einem Getränk versorgte. Auch unsere Rebellen haben Verantwortung für die Kinder übernommen. Bei manchen Rebellen sah man zunächst Entsetzen, wenn sie sich mit Kindern beschäftigen sollten, bei anderen wieder war das selbstverständlich. Aber alle hatten sich der Aufgabe gestellt.

 

Ein gutes Vorhaben war die Rallye, die quer über den Platz für die Kinder organisiert war. Unsere Rotfüchse haben die einzelnen Stationen mit Freude durchgeführt. Viele ältere Genossen und Genossinnen haben sich dann intensiv mit den Kindern beschäftigt. Es gab aber auch Stände, an denen niemand wusste, was man hier mit Kindern machen konnte oder sollte.

Kinder sind unsere Zukunft

Und die Rotfüchse sind mit das Wertvollste, was wir haben. Das müssen wir in unserem Denken und Handeln verankern. Wir lernen so viel über die Gesellschaft, wenn wir uns mit Kindern beschäftigen. Dies sei einigen Genossinnen und Genossen gesagt, die unsere Rotfüchse einfach ignorieren, die Verantwortung für sie und ihre Erziehung ablehnen und im schlimmsten Fall dies als Aufgabe der Frauen sehen.


Noch ein Gedanke zum Schluss: Ich fand es eine gute Idee, ein Kinderessen zu vernünftigen Preisen anzubieten. Aber das Frühstück – ein halbes Brötchen für 1,50 Euro – ist für Kinder zu teuer. Gleichzeitig kostete ein halber Liter Bier 4 Euro, für ein Festival ein Top-Preis. Das Bier kann ruhig teurer werden und dafür bieten wir ein Kinderfrühstück zum Selbstkostenpreis an.