Rote Fahne 07/2026
Umweltkampf muss sich vor allem gegen Faschismus und Krieg richten
Vor gut zwei Jahren erschien ein Ergänzungsband zum Buch „Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“, der nachdrücklich die existenzielle Bedeutung des Umweltkampfs hervorhebt: „Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen!“
Auf seinem letzten Plenum hat das Zentralkomitee der MLPD beschlossen, den Kampf gegen Faschismus und Weltkriegsgefahr zur zweitwichtigsten Kampflinie zu machen – nach der Hauptkampflinie der Arbeit in den Großbetrieben (siehe auch Rote Fahne Magazin 3/2026, Seite 34/35) und vor der nun drittwichtigsten Kampflinie Umweltarbeit. Das ist angesichts der akuten Gefahr von Faschismus und Weltkrieg dringend notwendig. Nimmt die MLPD mit der neuen Bestimmung die Umweltkatastrophe nicht mehr so ernst? Mitnichten!
Imperialistische Kriege befeuern die Umweltkatastrophe
Der brandgefährliche Krieg im Mittleren Osten geht auch mit enormen Umweltzerstörungen einher. Brennende Ölanlagen vergiften Luft und Böden, nach der Bombardierung von Öltankern verseuchen riesige Mengen an Rohöl das Meer, dringend benötigte Meerwasserentsalzungsanlagen werden zerstört. Bereits der Gazakrieg und der Ukrainekrieg hatten verheerenden Auswirkungen auf die natürliche Umwelt. Diese imperialistischen Kriege befeuern die Gefahr des Untergangs der Menschheit in einer globalen Umweltkatastrophe enorm.
Faschisten torpedieren jeden Umweltschutz
Es sind besonders die faschistischen und faschistoiden Regierungen Russlands, Chinas, Indiens, der Vereinigten Arabischen Emirate und andere, die bei der UN-Klimakonferenz im November 2025 in Brasilien jede noch so geringe verbindliche Umweltschutzmaßnahme verhinderten. Die USA haben sich aus der UN-Klimakonferenz schon gänzlich ausgeklinkt und Präsident Donald Trump schafft nach und nach Umwelteinrichtungen ab, die der Menschheit bisher unschätzbare Forschungsergebnisse und Kenndaten für die Entwicklung des Klimas liefern.
Die faschistische Ideologie wird massiv zur Zersetzung des Umweltbewusstseins eingesetzt.
Die marxistisch-leninistische Umweltarbeit legt dementsprechend zukünftig ihren Schwerpunkt auf den Kampf gegen die Umweltzerstörung durch Faschismus und Weltkrieg. Besonders muss dabei der Kampf gegen die faschistischen Klimaleugner und ihren Einfluss unter den Massen geführt werden.
International rückt die Förderung des internationalen Umweltratschlags Ende 2026 ins Zentrum. In der Abschlusserklärung des „Gipfels der Völker“ parallel zur UN-Klimakonferenz heißt es treffend: „Der Vormarsch der extremen Rechten, des Faschismus und der Kriege auf der ganzen Welt verschärft die Klimakrise und die Ausbeutung der Natur und der Völker.“