Rote Fahne 05/2021

Rote Fahne 05/2021

Globaler Klimaaktionstag am 19. März

Die „Fridays for Future“-Bewegung ruft für den 19. März weltweit zu Aktivitäten auf der Straße und zu einem „globalen Klimastreik“ auf unter dem Motto: „No more empty promises“ („Keine leeren Versprechungen mehr“)

Von (gb/ms)
Globaler Klimaaktionstag am 19. März
Arbeiter- und Umweltbewegung müssen mit dem Antikommunismus fertigwerden, Foto: RF

„Fridays for Future“ Deutschland schreibt dazu: „Die Krise nimmt katastrophale Ausmaße an und bringt uns immer näher zum Point of no Return. … Deshalb streiken wir am 19. März erneut und vereinen unsere Kräfte.“ Kritisiert werden die Regierungschefs dafür, „die Öffentlichkeit mit leeren Phrasen zu täuschen“, aber auch für ihre „verheerende Untätigkeit“. Allerdings orientiert der Aufruf zugleich darauf, dass „diejenigen, die an der Macht sind, … anfangen, wirklichen Klimaschutz zu betreiben“. Das werden die heutigen Machthaber aber nicht tun. Durch aktiven Massenwiderstand können sie zu Sofortmaßnahmen wie etwa zur Abschaltung der Kohlekraftwerke gezwungen werden. Das imperialistische Weltsystem funktioniert jedoch nur noch auf der Grundlage fortschreitender Umweltzerstörung. In vielen Ländern mit reaktionären, faschistischen Regierungen werden erkämpfte Umweltschutzbestimmungen wieder rückgängig gemacht. Die Bundesregierung tarnt ihre umweltzerstörende Politik als „Klimaschutz“. Sie würgt mit der im Dezember 2020 verabschiedeten Gesetzesnovelle zum Erneuerbare-Energien-Gesetz deren Ausbau in Wirklichkeit weiter ab und lässt derzeit bundesweit alte Windenergieanlagen ersatzlos abbauen. Wer wirklichen Umweltschutz will, muss für die revolutionäre Überwindung des imperialistischen Systems eintreten.

 

Arbeiter- und Umweltbewegung gemeinsam

 

Weltweit für den kämpferischen Umweltschutz wieder auf die Straße zu gehen – auch unter den Bedingungen der Corona-Pandemie –, ist dringend notwendig. Ende Mai 2020 setzte das Zusammentreffen der kämpferischen Bergarbeiter-Bewegung mit dem Protest vieler junger FFF-Aktivisten vor dem Kraftwerk Datteln IV ein wichtiges Zeichen für den gemeinsamen Kampf. Ohne den engen Zusammenschluss von Arbeiter- und Umweltbewegung und die Entwicklung der führenden Rolle des internationalen Industrieproletariats wird der Kampf zur Rettung der Umwelt nicht gelingen.

 

Jetzt Protest- und Streikaktionen vorbereiten!

 

Aus Angst vor einer Revolutionierung der Jugend haben reformistische, liquidatorische Kräfte in der deutschen „Fridays for Future“-Bewegung mit undemokratischen Methoden antikommunistische Führungsstrukturen installiert. Mit der Losung „Keine Fahnen, keine Parteien“ wollen sie die Bewegung auf kapitalismuskonforme Bahnen lenken und entschärfen.

 

Vor diesem Hintergrund entfaltet sich auch die Auseinandersetzung, ob am 19. März vor allem virtuell protestiert wird oder wirkliche Protest- und Streikaktionen – natürlich Corona-gerecht – vorbereitet werden und ob dafür breit mobilisiert wird. MLPD und REBELL unterstützen das aktiv. Sie fördern die Teilnahme von Arbeiterdelegationen, stärken die antikapitalistische Richtung in „Fridays for Future“ und werben für die sozialistische Perspektive.