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#unteilbar - Herbstdemonstration 2018 in Berlin

Zur Demonstration #unteilbar kamen viel mehr Menschen, als die Veranstalter selbst erwartet haben

Die schier unübersehbare Masse von 242.000 überwiegend jüngeren Menschen demonstrierte durch Berlin – sie repräsentierte eine Bandbreite von "Religion bis Revolution"

Bei der kämpferischen Auftaktkundgebung der bundesweiten Montagsdemobewegung auf dem „ Alex“– begrüßten Ulja Serway und Fred Schirrmacher von der Koordinierungsgruppe der Montagsdemo-Bewegung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Ein Höhepunkt der Auftaktkundgebung war der Auftritt des Jugendverbands der MLPD, des REBELL, mit einem Lied, zusammen mit Geflüchteten, die sich für ihren abgeschobenen Freund Alassa Mfouapon engagieren – internationalistisch, kämpferisch, solidarisch

Gabi Fechtner, Vorsitzende der MLPD begeisterte mit ihrer perspektivegebenden Rede eine schnell anwachsende Teilnehmerschar auf dem Alexanderplatz.

Bei der Auftaktkundgebung des Bündnisses #unteilbar wurde viel gegen Rassismus, Faschismus und Intoleranz gesagt. Die Regierung(en) und Monopole als Täter jedoch kaum benannt

Nur die kämpfende Ryanair-Belegschaft kam als Arbeiterdelegation zu Wort. Sie betonten, dass sie das Motto #unteilbar umsetzen, indem sie die Spaltung von Flugkapitänen und Kabinenpersonal im gemeinsamen Kampf überwinden.

Nach drei Stunden Kundgebung des Internationalistischen Bündnisses, bei der Konzernbelegschaften, Frauenverband Courage, Umweltgewerkschaft und viele, viele mehr zu Wort kamen, konnte der Block von Montagsdemo und Internationalististischem Bündnis starten – vorneweg Repräsentanten der Bündnisorganisationen mit ihren Fahnen

Der Block der Montagsdemobewegung zeigte ihre einzigartige Zusammensetzung – Arbeiterdelegationen, Arbeitslose, Umweltkämpfer etc. vereint um gemeinsame Forderungen

Der Frauenverband Courage zeigte Flagge – auch in Person von Vertreterinnen der Frauenplattform des Internationalistischen Bündnisses „Überparteilichkeit hört auf, wenn man nicht mit revolutionären Frauen zusammenarbeitet.“

Im Block des Internationalistischen Bündnisses liefen und sprachen auch Revolutionäre aus der Türkei, dem Jemen, Frankreich, Palästina oder dem Iran – diese Breite war einzigartig und trug mit dazu bei, dass der Block zwischenzeitlich immer wieder auf mehr als 1000 Leute anwuchs

Dazu trugen REBELL und Rotfüchse bei, die Jugend- und die Kinderorganisation der MLPD – letztere hier beim selbstbewussten Auftritt auf dem Kundgebungs-LKW „Bei den Rotfüchsen halten alle zusammen, Jungs und Mädchen und egal wo man geboren ist!“

Die Anziehungskraft des Kulturblocks auf viele Passanten lag an der hier gelebten kämpferischen Kultur des Zusammenhalt, der auch in vielen Liedern zum Ausdruck kam.

Immer, wenn vom Lautsprecherwagen die Internationale erklang, sangen viele am Straßenrand mit oder zeigten das Victory-Zeichen

Viele Jugendliche beteiligten sich und machten klar, dass sie sich von den reaktionären Positionen der Regierenden distanzieren

Die Menschen brauchen Klarheit über den Hintergrund der internationalen Rechtsentwicklung, die sich aus der verschärften Konkurrenz der Imperialisten erklärt. Die MLPD trägt entscheidend zur Bewusstseinsbildung bei. Sie trat mit zwei „Hotspots“ an der Demoroute auf. Augenscheinlich meinte die Polizei gerade hier auffällig präsent sein zu müssen.

Mindestens 220 Parteiprogramm und mehrere Hundert Exemplare der druckfrischen Broschüre „'Antideutsche' – links blinken und scharf rechts abbiegen“ fanden interessierte Leserinnen und Leser. Ein Betrag zur Klärung, wer Freund und wer Gegner ist.

Zum Abschluss kamen noch weitere Besucher zum antifaschistischen und antirassistischen Abschlusskonzert – während viele optimistisch gestimmte Menschen in ihren Bussen zurück in alle Regionen des Landes fuhren.