Alle Nachrichten vor sechs Tagen

Auf Einladung der Mülheimer Montagsdemo fand am 4. Januar um 17 Uhr eine Protestaktion gegen den Angriff der USA auf Venezuela und die Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro und seiner Ehefrau statt.

Korrespondenz

Trotz dichten Schneetreibens und eisiger Kälte hatte die Aktion rund 20 ständige Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter einen Vertreter der Solidaritätsorganisation „Palästina muss leben“, von MLPD und der Partei MERA 25.


Die Redner verurteilten die faschistische Aggression der USA, aber auch die unterwürfige Haltung der Bundesregierung gegenüber den Faschisten Trump und Netanjahu. Viele warnten vor der Gefahr eines Weltkriegs und einer stellte den Zusammenhang zum Abbau sozialer Errungenschaften her, mit dem das Sondervermögen zur Aufrüstung finanziert wird. Eine Migrantin aus Ghana verurteilte die US-Luftangriffe auf Nigeria und stellte klar, dass es Trump ebenso wie beim Überfall auf Venezuela um das Ölgeschäft geht.


Obwohl wegen des Wetters nicht viele Menschen in der Innenstadt unterwegs waren, blieben vor allem einige Jugendliche stehen, hörten zu und äußerten sich am offenen Mikrofon: „Ich bin strikt gegen Krieg und finde sehr gut, was ihr macht.“ Auf die Frage lehnten drei Jugendliche die Wiedereinführung der Wehrpflicht ab: „Ich will nicht Soldat sein und für Deutschland in den Krieg ziehen“, „Ich finde das unfair gegenüber der Jugend“.



Zehntausende gingen am Mittwoch in Kolumbien auf die Straße, um gegen Donald Trumps Drohungen zu protestieren, seine Militäraktion in Südamerika auf Kolumbien auszuweiten. Tausende Demonstranten versammelten sich in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá auf dem Bolivar-Platz im Herzen der Innenstadt von Bogotá zu einer Protestkundgebung zu der der kolumbianische Präsident Gustavo Petro aufgerufen hatte, nachdem US-Präsident Donald Trump gesagt hatte, eine US-Militäroperation gegen Kolumbien „klinge gut”. Die Demonstranten riefen: „Fuera los yanquis!“ („Weg mit den Yankees!“) oder trugen “Yankees Go Home”-Plakate. In zahlreichen Städten folgten Kolumbianer dem Aufruf von Präsident Gustavo Petro, gegen die US-Drohungen Flagge zu zeigen.


Suse Bader und Karola Kücken, Europakoordinatorinnen der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen, protestieren gegen den völkerrechtswidrigen Überfall des faschistischen US-Präsidenten Donald Trump auf Venezuela:


Wir verurteilen den völkerrechtswidrigen militärischen Angriff des US-Imperialismus auf den souveränen Staat Venezuela und die Entführung des venezolanischen Präsidenten und seiner Frau.


Unter dem lächerlichen Vorwand des Drogenhandels strecken D. Trump und seine Auftraggeber in den internationalen Banken und Konzernen die Hände nach den großen Ölvorkommen Venezuelas aus. Das ist der wahre Grund für den Angriff auf Venezuela.


Wir sind empört über die Haltung von Bundeskanzler Merz, der einen Bruch des Völkerrechts, wenn er durch den US-Imperialismus begangen wird, als „komplex“ bezeichnet und schweigt! Jeder Realschüler kann hier eine eklatante Verletzung des Völkerrechtes erkennen. Die deutsche Regierung nicht. Sehr offensichtlich wollen sie die profitablen wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA nicht beschädigen. Sie machen damit gemeinsame Sache mit dem imperialistischen Aggressor und halten die Steigbügel für weitere Angriffe auf die Demokratie und das internationale Völkerrecht.


Donald Trump maßt sich an, für seine Weltmachtsphantasie willkürlich Länder mit Krieg zu überziehen! Da machen wir nicht mit!


Es ist allein Sache des venezolanischen Volkes, zu bestimmen, wer ihr Präsident oder ihre Präsidentin sein soll.


Wir Weltfrauen fühlen uns verbunden mit den Frauen, Kindern und Familien in Venezuela. Wir konnten auf der Ersten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in Caracas die kämpferischen und selbstbewussten Frauen kennenlernen. Wir sahen damals soziale und politische Errungenschaften des Volkes im Kampf gegen die Ausplünderung des Landes durch ausländische Kräfte.


Die 3. Weltfrauenkonferenz 2022 in Tunis und das 2. Theoretische Seminar in Kathmandu 2025 erkannten: „Imperialismus führt zum Krieg und zerstört unsere Lebensgrundlagen. … und alle imperialistischen Mächte gehen in ihrem Konkurrenzkampf über Leichen …“

 

Mit dem Überfall des US-Imperialismus auf Venezuela verschärft sich die Weltkriegsgefahr. Und ausgerechnet eine „Friedensnobelpreisträgerin“, Frau Machado aus Venezuela, hat ihrem Volk den Krieg erklärt und ist bereit, die Drecksarbeit für Trump zu übernehmen.

Wir fordern:

  • Hände weg von Venezuela! USA raus aus Venezuela!
  • Verurteilung des völkerrechtswidrigen Angriffs auch durch die deutsche Regierung!
  • Sofortige Freilassung des venezolanischen Präsidenten und seiner Frau!
  • Bauen wir eine dem Imperialismus überlegene Kraft auf. Schließen wir uns zusammen gegen Krieg, Faschismus und Umweltzerstörung!
  • Die kämpferische Weltfrauenbewegung steht an der Seite des venezolanischen Volkes

Seit dem faschistischen Überfall Trumps auf Venezuela muss ich viel an die 1. Weltfrauenkonferenz 2011 in Caracas denken, an der ich mit anderen Frauen zusammen aus Deutschland teilgenommen habe.

Korrespondenz aus Duisburg

Die venezolanischen Frauen haben uns herzlich empfangen und umsorgt. Wir haben uns eine Woche lang intensiv über die Lage und die Befreiung der Frau ausgetauscht, über Weg und Ziel gestritten und zusammen fröhlich gefeiert.


Diese jungen Frauen waren sehr engagiert und selbstbewusst; sie kamen meist aus armen Verhältnissen und waren entschlossen, sich aus dem Elend zu befreien. Dafür übernahmen sie auch Verantwortung. Sie standen hinter dem Präsidenten Chavez, weil er den Frauen Arbeit ermöglichte und ihre Selbstorganisation gegen Gewalt und Sexismus unterstützte. 


Staatliche Sozialprogramme, sozialer Wohnungsbau, kostenloses Gesundheitswesen, Kinderbetreuung und Bildung verhalfen ihnen zu einem von den Männern ökonomisch unabhängigen Leben. Das war der „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ in ihren Augen.  Auch ich kam in den Genuss dieser Errungenschaften, als ich an Ruhr erkrankte und selbstverständlich kostenlos ärztlich versorgt wurde. 


Ölpreisverfall, Sanktionen und Lebensmittelknappheit haben seither wieder neue Armut ins Land gebracht. Was ist aus dem Traum vom Sozialismus geworden? Auf der Weltfrauenkonferenz waren auch einige Frauen aus der ehemaligen DDR dabei. Die haben damals schon aufgrund ihrer Erfahrung mit dem Verrat am Sozialismus eindringlich gewarnt: Übernehmt selbst die Macht in Wirtschaft und Staat, kontrolliert die führenden Leute. Verlasst euch nicht auf den Ölverkauf auf dem kapitalistischen Weltmarkt. Wie recht sie hatten.


Venezuela ist in wirtschaftliche Krisen und neue Abhängigkeiten geraten. Das venezolanische Volk wird daraus Lehren im Kampf für den Sozialismus ziehen (müssen). Die Frauen von damals sind immer noch da, mit ihren Kindern, ihren Träumen, Enttäuschungen und harter Arbeit.

 

Unter keinen Umständen rechtfertigen die schwierigen Verhältnisse den völkerrechtswidrigen Überfall der USA auf Venezuela. Mit diesem faschistischen Staatsstreich will Trump den Weltherrschaftsanspruch des US-Imperialismus gegen seine Rivalen durchsetzen. In seinem abgrundtiefen Hass gegen den Sozialismus / Kommunismus will Trump uns glauben machen, allmächtig zu sein. Denn er hat Angst vor den Völkern der Welt, wenn sie sich für Fortschritt, Frieden und Sozialismus organisieren. 

 

Hände weg von Venezuela! El pueblo unido jamás será vencido!


Emilia und die Kinder der Rotfüchse aus Köln erzählen von einem Rotfuchs-Treffen:


Heute haben wir als Erstes über Gaza gesprochen. Wir haben Videos gesehen, darüber, wie die Kinder in Gaza leben. Die leiden sehr unter Hunger.


Die ganzen Leute in anderen Ländern protestierten. Als Nächstes haben wir ein Transparent für Gaza gemalt. Es hat Spaß gemacht, weil ich gerne male.


Wir haben auch ein Video angeschaut von Kindern in Gaza, die Kampfsport geübt haben. Die Kinder in Gaza sind ganz schön mutig und haben eine sehr große Kraft.


Wir haben das dann selber ausprobiert. Alaa, einer vom Jugendverband REBELL, der Kampfsport schon kann, hat uns beigebracht, wie man kicken kann. Ich fand es anstrengend, aber davon habe ich was gelernt. Am Ende haben wir gegen Alaa und Toni gekämpft. Einer für alle und alle für einen


Bei eisiger Kälte: Der erste Einsatz im neuen Jahr an einem Autotor bei Salzgitter Stahl.

Korrespondenz

Hier einige kurze Wortwechsel:

 
Auf unsere Ansprache "Hände weg von Venezuela – Trump hat hier nichts zu suchen", vertrat die Mehrheit: " Ich stimme mit euch überein", "Richtig, auch nicht in Grönland" "Trump will sich alles unter den Nagel reißen. Wir sind da auch nicht sicher."
 
Aber auch einzelne von den Medien beeinflusste Meinungen kamen vor, wie: "Gut, dass Maduro weg ist. Er hat das Land heruntergewirtschaftet".
 
Insgesamt wurde die ZK-Erklärung zu Venezuela gut angenommen.


Am 10. Februar und geplant in Zukunft immer am zweiten Samstag im Monat soll es in den Landeshauptstädten so genannte „Prüf-Demos“ geben. Angefangen in Hamburg im November, kam im Dezember München dazu und jetzt auch Düsseldorf.

Von fh

Anliegen ist die Prüfung des Verbots der AfD durch das Bundesverfassungsgericht. Die Demos zielen auf einen Antrag durch den Bundesrat. Die Kampagne ist auf diese eine Forderung begrenzt. Es soll so lange jeden Monat demonstriert werden, bis der Bundesrat die Prüfung des Verbots durch das Bundesverfassungsgericht beschließt.

 

Initiator ist Nico Semsrott (ehemaliger EU-Abgeordneter der PARTEI). Unterstützt wird die Intiative u.a. von „DEMOKRATEAM“ und von weiteren kleinbürgerlichen Gruppen wie die „Gruppe beherzt“ aus Noddeutschland. In NRW mobilisieren auch Teile der Linken und der Grünen. Es ist eine kleinbürgerlich-antifaschistische Bewegung, die auf die bürgerliche Demokratie orientiert.

 

Semsrott will zeigen, dass in Deutschland die Gewaltenteilung und die Justiz funktionieren. Er verwendet nicht den Begriff des Faschismus. Aber er verwendet auch an keiner Stelle den allgemeinen Begriff „Extremismus“, der in antikommunistischer Weise rechts und links gleichsetzt, sondern er richtet sich eindeutig nur gegen rechts. Der Slogan PRÜF soll bedeuten: „Prüfen Rettet Übrigens Freiheit“.

 

Nico Semsrott wirbt in einem Video für „eine Argumentation, die viele überzeugt und wenige abschreckt“. „Verbot“ finden viele gut, aber „Prüfung“ sei noch breiter wirksam. „Ordnung muss sein!“, sagt er: Alles wird in Deutschland ordentlich geprüft, also auch Parteien. In seiner Formulierung geht es nicht nur gegen die AfD, sondern gegen alle „rechtsextremen Parteien“ und „für das Grundgesetz“. Dadurch werde auch die AfD nicht aufgewertet.

 

Tatsächlich wird in der Wirkung aber die AfD verharmlost, indem nicht klar von Faschismus gesprochen wird. Damit fällt die Kampagne hinter die bisherige Entwicklung der antifaschistischen Bewegung zurück, die inzwischen immer klarer von Faschismus spricht. Im Sinne einer breiten antifaschistischen Front kann aber auch diese Bewegung ein Bestandteil sein. Wir sollten es prüfen.

 

Immer am 2. Samstag um 14 Uhr in den Landeshauptstädten soll demonstriert werden.


Zur Brandkatastrophe von Crans-Montana schreibt ein Leser aus Gelsenkirchen:

Korrespondenz aus Gelsenkirchen

Zum Brandgeschehen in der Schweiz gibt es einiges zu sagen: Das Lokal der Feier nennt sich „Bar“. Was ist das für eine Bar, wo 300 Leute reingehen? Es handelt sich wohl eher um eine Disco. Eine Disco ist auch eher ein Ort, wo viele junge Leute zum Feiern hingehen. Die Deklarierung als „Bar“ hat ohne Zweifel Einfluss auf die Anforderungen an den baulichen Brandschutz, aber auch nur, wenn die zuständige Behörde beide Augen zudrückt. Dass dieselben Leute, die das ggf. getan haben, jetzt die Aufklärung in der Hand haben, ist höchst bedenklich.


Die Ausgestaltung der Decke mit Schaumstoff ist ein No-Go, ebenso das Hantieren mit funkensprühendem Zeugs im geschlossenen Raum. Insofern ist die Frage der fahrlässigen Tötung begründet. Jedoch sind der Schaumstoff und das Funkensprühen keine ausreichende Erklärung für das katastrophal schnelle Brandgeschehen. Entzündet durch Funkenflug würde der Schaumstoff sich erst in einem längeren Prozess eines langsam schwelenden Brandes, der sich langsam immer weiter in den Schaumstoff hineinfrisst, im Ergebnis zu einem größeren Brandgeschehen entwickeln. Währenddessen würde der Raum zusehends verrauchen und die Leute würden ihrem Instinkt folgend den Raum verlassen.

 

Das Brandgeschehen war jedoch vollkommen anders. Augenzeugen haben berichtet, dass, als eine „Kerze“ (Funkensprüher) der Decke zu nahe kam, diese sich in Sekunden auf der gesamten Fläche entflammt hat und dann kam es unmittelbar zu einer Explosion, mit den bekannten Opfern und schwersten Verletzungen. Das ist ein Szenario, das auf das Vorhandensein von Brandbeschleuniger hinweist.


Woher kann der kommen? Nur in den allerersten Berichten war von Springbrunnen auf allen Tischen die Rede. Wären sie nur mit Wasser gefüllt gewesen, wäre das nicht relevant. Hat aber jemand, wenn auch aus bester Absicht, Duftstoffe hinzugefügt, sieht das anders aus. Solche Duftstoffe bestehen zu 60 Prozent und mehr aus Alkoholen, sind also leicht entflammbar.

 

Das Verhängnis nimmt seinen Lauf, indem die Brunnen über einen längeren Zeitraum Brandbeschleuniger in die Luft abgeben und durch die tanzende Menge die Luft und der Brandbeschleuniger innig verwirbelt werden. So entsteht das perfekte zündfähige Gemisch. Zudem hat der Schaumstoff an der Decke alle Zeit, sich in seinen Randschichten mit dem Brandbeschleuniger zu benetzen. Unter diesen Voraussetzungen genügt ein einziger Funke, um das Inferno auszulösen. Auch die katastrophalen Brandverletzungen (60 Prozent der Körperoberfläche verbrannt) weisen darauf hin, dass alle im Zentrum einer Verpuffung gestanden haben, die vor allem durch zwei Größen gekennzeichnet ist: großer Druck und große Hitze.

 

Der Verweis in der Berichterstattung auf den „Flashover“ ist irreführend. Ein Flashover kommt bei jedem Brandgeschehen früher oder später vor. Es ist der Sprung eines erst langsam entstehenden und sich entwickelnden Brandes zum Vollbrand. In der langsamen Entwicklung erhitzen sich sämtliche Oberflächen im Raum und fangen, wenn sie ausreichend erhitzt sind, an, kontinuierlich auszugasen. Diese Gase entzünden sich dann in einer mächtigen Stichflamme und ab da sind alle Flächen und Gegenstände in einem Raum im Vollbrand. Ein Flashover tritt nicht adhoc auf.


Heute, um 17 Uhr, beginnen die Achtelfinalspiele des 35. Afrika-Cups in Marokko. Er ist das bedeutendste Ereignis im afrikanischen Profifußball. Noch bis zum 18. Januar kämpfen 24 Teams um seine Krone.

Von hk

Fußball in Afrika hat durch die Internationalisierung im Sport inzwischen Anschluss an die führenden Teams im Weltfußball gefunden. Gastgeber Marokko stand immerhin im Halbfinale der Weltmeisterschaft von 2022, erkämpfte sich gegen Ägypten Bronze bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 und ist zusammen mit Portugal und Spanien Mitveranstalter der übernächsten WM 2030. Die „Atlaslöwen“ sind also besonders heiß auf den Titel. 


Aber auch die Elfenbeinküste als Titelverteidiger und Ägypten mit sechs gewonnenen Titeln als Rekordsieger gehören zu den Top- Favoriten. Und Algerien, Nigeria, Senegal, Tunesien, Mali, Kamerun, Mali und Südafrika sollte man ebenfalls auf dem Zettel haben. Der Afrika-Cup ist nicht umsonst bekannt für seine Überraschungen.

 

Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bildet der Afrika‑Cup bisher allerdings nur eine Randerscheinung, obwohl er alles bietet, was den Fußball ausmacht. Wer als Fan von exzellentem Fußball dabei sein will, ist weitgehend auf bezahlbare Streamingdienste angewiesen. 


Das hat nichts mit dem fußballerischen Niveau zu tun, wie die jetzt abgeschlossene Vorrunde wohl schon hinreichend bewiesen hat, mit vielen spektakulären Höhepunkten. Gänsehaut pur gab es zum Beispiel, als in der 74. Minute des Auftaktspiels gegen die Komoren Marokkos Mittelstürmer Ayoub El Kaabi im Strafraum per Fallrückzieher den Ball ins linke Eck jagte und 70.000 im Stadion von Rabat vor Freude tobten.


Doch längst ist auch der Afrika-Cup den Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus unterworfen, die den Fußball weltweit inzwischen dominieren. Bei der ersten Austragung 1957 stand er noch symbolisch für die sportliche Unabhängigkeit eines ganzen Kontinents.

 

Inzwischen gibt die FIFA den Ton an. FIFA-Präsident Infantino, der sich gern als väterlicher Freund des afrikanischen Kontinents inszeniert, kam den europäischen Klubs entgegen und zog das Turnier weiter nach vorn. Er verschob am 3. Dezember 2025 überhaupt nicht regelkonform den Abstellungszeitraum für Spieler von europäischen Spitzenklubs kurzerhand vom 8. auf den 15. Dezember, damit diese nicht allzu lange auf ihre afrikanischen Spitzenspieler verzichten müssen. Bereits 2018 waren 8 Prozent der Spieler in den europäischen Profiklubs Afrikaner, und die Zahl ist seitdem noch gestiegen.

 

Was schert die FIFA-Oberen denn auch eigene Regeln oder die Interessen von Spielern und Trainern mit bereits gebuchten Unterkünften, Reisen und geplanten Testspielen, wenn der Mammon winkt? Der senegalesische Trainer des Ligue-1-Klubs Stade Rennes, Habib Beye, brachte die berechtigte Kritik daran nüchtern auf den Punkt: „Mit dem Afrika-Cup kann man machen, was man will.“


Und wie zum Beweis verkündete der Präsident des afrikanischen Fußballverbands CAF, der Milliardär Motsepe aus Südafrika, nur einen Tag vor dem Turnierstart eine weitere weitreichende Änderung: Ab 2028 soll das Turnier nur noch alle vier Jahre stattfinden, was vor allem auf Kosten kleinerer Fußballnationen aus ärmeren Regionen Afrikas gehen dürfte.


Für die eigentlichen Herrscher Marokkos, die marktbeherrschenden Konzerne unter Führung des Königs Mohammed VI., ist die Ausrichtung des Afrika-Cups ein Probelauf für die WM 2030. Sie erhoffen sich die Möglichkeit, sich über dieses sportliche Großereignis nicht nur auf dem afrikanischen Kontinent, sondern auch international stärker zu positionieren. Für die Fans allerdings droht damit etwas von der früheren, wunderbaren Unberechenbarkeit des Turniers verloren zu gehen. Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Die Proteste der Jugendbewegung GenZ im Vorfeld des Afrika-Cups verdeutlichen die wachsende Kritik in der marokkanischen Bevölkerung an der Förderung von Investitionen für die WM 2030 auf Kosten von Gesundheit, Bildung und Beschäftigung.


Der folgende Artikel der Redaktion Düsseldorf ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitung von Kolleginnen und Kollegen für Kolleginnen und Kollegen bei Mercedes-Benz und Daimler Truck, „Die Stoßstange“, erschienen.

Aus der Kollegenzeitung „Die Stoßstange“

Mercedes-Benz hat konzernweit eine neue Hetzjagd auf Kranke losgetreten, wozu auch neue Personalchefs in den Werkleitungen, wie der Herr Servos, (gemeint ist Dirk-Alexander Servos, Head of HR im Mercedes-Benz-Werk Düsseldorf, Anm. d. Rote Fahne Red.), eingesetzt wurden. Damit wird die kapitalistische Konkurrenz, der wir alle ausgesetzt sind, verschärft.


Nicht umsonst wurde ihr Konzept mit dem aggressiven Titel „Disziplin- und Trennungsmanagement“ vorgestellt – es geht gar nicht um unsere Gesundheit. Diese allgemeine Verdächtigung jedes Kranken als Simulant ist menschenverachtend und zugleich misst sie mit zweierlei Maß!


Wo war denn Frau Malkus bei ihrer ersten eigenen Betriebsversammlung im November? (Gemeint ist Claudia Malkus, seit 2025 Werkleiterin im Mercedes-Benz-Werk Düsseldorf, Anm. d. Rote Fahne Red.) Ist sie – bekanntlich Pferdesportfan – vom Pferd gefallen? An dieser Stelle: Gute Besserung! Indiskrete Fragen nach unseren Hobbys sind ganz normale Krankenrückkehrgespräche. Wir Arbeiter lehnen eine solche unsolidarische Spaltung und Hetze ab – auch das sind wir dem verstorbenen Kollegen schuldig.¹ Wer gegen Kranke hetzt, der macht sich schuldig!


Am 8. Januar ließen die Zalando-Kapitalisten die Bombe platzen: Standortschließung in Erfurt. 2.700 Arbeitsplätze sollen vernichtet werden. Eine Katastrophe für die Region!


Ko-Chef David Schröder bewirbt die Maßnahme, um Zalando „bedarfsgerecht und zukunftssicher" zu machen. Der zukünftigte Bedarf der 2.700 Kolleginnen und Kollegen nach Arbeitsplätzen ist ihm egal! Den „außerordentlich[en] Dank ..." und sein „zutiefst[es] Bedauern" (1) kann er sich schenken!

 

Die Arbeitsagentur Erfurt will die Kollegen in andere Betrieben vermitteln (2). In Thüringen ist die Arbeitslosigkeit im Dezember 2025 auf 6,3 Prozent gestiegen. Als ob die Betriebe der Region nur auf 2.700 Logistiker warten. Besonders betroffen sind Migranten und Geflüchtete. Sie stellen den größten Teil der internationalen Belegschaft. Bei vielen hängt der Aufenthaltstitel am Arbeitsplatz.

 

Das ist kein „Raubtierkapitalismus in Reinform", wie Bodo Ramelow behauptet (3). Denn dann bräuchte es nur einen Dompteur, der das Raubtier zähmt. Tatsächlich ist Zalando ein gewöhnlicher Monopol-Kapitalist. Für solche ist nur der Maximalprofit entscheidend. 

 

2023 machte Zalando 350 Millionen Euro Gewinn, 2024 waren es 511 Millionen Euro und 2025 ca. 570 Millionen Euro (4). Diese Gewinne haben die Kolleginnen und Kollegen erarbeitet! Der Online-Handel ist hart umkämpft. Der Gesamtumsatz betrug 2024 über 80 Milliarden Euro (5). Amanzon ist unangefochtener Platzhirsch. Otto und Zalando kämpfen um Platz zwei und drei. Zalando schluckte seinen Konkurrenten „AboutYou". Chinesische Online-Händler drängen ebenso aggressiv vor. Der Konkurrenzkampf soll auf dem Rücken der Kollegen ausgetragen werden. Auf dem gesamten Weltmarkt tobt eine Vernichtungsschlacht unter den Monopolkapitalisten, die die Menschheit in einen Dritten Weltkrieg führt.

 

Der aggressivste Kapitalisten-Vertreter ist der faschistische US-Präsident Trump. Die Arbeiter sollen gewonnen werden, sich hinter „ihr" Land oder „ihren" Konzern zu stellen. Diese Denkweise ist die Vor-Bedingung für einen Weltkrieg. Karl Marx entwickelte eine wissenschaftliche Alternative: Proletarier aller Länder vereinigt euch und kämpft für die vereinigten sozialistischen Staaten der Welt. Dort würde die Produktion an den Bedürfnissen von Mensch und Natur ausgerichtet und nicht an den Interessen der Monopolkapitalisten.

Wie geht es jetzt weiter?

Die MLPD steht fest an der Seite der Kolleginnen und Kollegen. Ihnen gilt die volle Solidarität! Von verschiedenen Seiten fallen Schlagworte wie „Transfergesellschaft" oder „Sozialplan". Alle diese Konzepte laufen aber auf die Vernichtung der Arbeitsplätze hinaus. Zalando will bis September das Werk noch voll am Laufen halten und Profite aus den Kollegen rauspressen. Ein unbefristeter Streik für den Erhalt aller Arbeits- und Ausbildungsplätze würde sie hart treffen!

 

Ver.di steht als kampfstarke Gewerkschaft fest an der Seite der Kollegen und fordert zurecht die Anerkennung des Flächentarifvertrags. Ihre Ankündigung, die Arbeitsplatzvernichtung „so sozial verträglich wie nur möglich zu gestalten" (6) ist allerdings eine Kapitulation. Arbeitsplatzvernichtung ist nie sozial verträglich! Es gibt in Deutschland nur ein auf Tariffragen eingeschränktes Streikrecht! Deshalb muss das selbständig organisiert werden.

 

Kämpferische Kollegen müssen das jetzt in die Hand nehmen. Das haben beispielsweise die Opel-Kollegen in Bochum 2004 vorgemacht und damit die Schließungspläne zu Fall gebracht! Die MLPD steht dafür mit Know-how zur Seite und hilft dabei, die Solidarität aus der Bevölkerung und anderen Betrieben zu organisieren.

 

  • Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz bei Zalando!
  • Kein Verzicht für die Profite von Zalando!
  • Uneingeschränktes Bleiberecht für alle geflüchteten Beschäftigten – auf antifaschistischer Grundlage!
  • Für ein vollständiges und allseitiges gesetzliches Streikrecht!

 

Die Solidaritätserklärung als gestaltetes Flugblatt


Die offiziell gemeldete Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland 2025 auf rund 2,95 Millionen gestiegen, das sind 161.000 mehr als 2024. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,3 Prozent aller Erwerbstätigen.



„Dem Arbeitsmarkt fehlt weiterhin wirtschaftlicher Rückenwind. Auch zum Jahresende hält daher die schwache Entwicklung an“, erklärte dazu die Chefin der Bundesanstalt für Arbeit (BA) Andrea ‌Nahles.

 

Diese Kennzeichnung der Situation verharmlost die Entwicklung erheblich. Denn die offizielle Zahl der Arbeitslosen seit 2022 ist von 2,42 Millionen bis heute um fast 25 Prozent gestiegen. Tatsächlich haben wir es in Deutschland nicht mit „fehlendem Rückenwind für den Arbeitsmarkt“, sondern mit einer lang anhaltenden tiefen Wirtschaftskrise zu tun, deren Lasten vor allem auf die Arbeiter und Arbeiterinnen in der Industrie abgewälzt werden. Zwischen Januar und September 2025 vernichteten allein die 100 größten deutschen Unternehmen 17.500 Arbeitsplätze. Seit 2023 summiert sich das auf rund 100.000 Jobs. (1) Angekündigt haben sie noch eine weitaus größere Arbeitsplatzvernichtung.

 

Außerdem nahm die Zahl der Firmenpleiten 2025 stark zu. 17.604 Insolvenzen wurden verzeichnet – der höchste Stand seit 2005. Insgesamt fielen etwa 170.000 Arbeitsplätze den Insolvenzen zum Opfer. Das ist ein sehr hoher Wert. Wie bereits im Jahr 2024 entfiel auch 2025 der größte Anteil der betroffenen Arbeitsplätze mit rund 62.000 Jobs auf Industriebetriebe. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. In der industriellen Produktion sank die Beschäftigtenzahl 2025 insgesamt um 143.000. Im Baugewerbe ging die Beschäftigung um 23.000 zurück. Zugenommen hat dagegen die Beschäftigung in Dienstleistungsberufen.

 

Scheinbar im Widerspruch zu dieser Entwicklung stieg der deutsche Leitindex DAX am vorigen Mittwoch zum ersten Mal über die Marke von 25.000 Punkten. Die Erklärung dafür ist, dass die DAX-Konzerne weltweit tätig sind und rund 80 Prozent ihrer Umsätze und weiterhin hohe Gewinne im Ausland erzielen. Bei den deutschen Tochterbetrieben von 23 der 40 DAX-Konzerne gingen dagegen die Umsätze zurück und die Gewinne brachen ein.

 

„Die Chance einer Beendigung von Arbeitslosigkeit durch Beschäftigungsaufnahme liegt damit auf einem historisch niedrigen Niveau“, ist die lapidare Bemerkung von Andrea Nahles dazu. Und wie passt das zu den verschärften Sanktionen gegenüber Bürgergeld-Empfängern, denen völlig zu Unrecht vorgeworfen wird, massenhaft Jobangebote abzulehnen?

 

Zudem ist die reale Zahl der Arbeitslosen deutlich höher als die offiziell ausgewiesene Zahl. Denn zusätzlich zu den offiziell arbeitslos Gemeldeten kommen „verdeckte Arbeitslose“ und eine so genannte „stille Reserve“. Verdeckte Arbeitslose sind Teilnehmer an staatlichen Maßnahmen, Beschäftigte in Kurzarbeit (durchschnittlich laut Bundesagentur für Arbeit 2025 etwa 300.000) und kurzfristig Arbeitsunfähige. Ihre Zahl nahm zusammen gegenüber 2024 um 50.000 auf insgesamt 700.000 zu. Weiter dazu gerechnet werden muss die stille Reserve. Das sind Personen, die gerne arbeiten würden, aber nicht arbeitslos gemeldet sind. Das sind noch einmal ca. 380.000 Leute. Insgesamt beträgt die Arbeitslosigkeit also etwa 4,2 Millionen Menschen. Die Arbeitslosigkeit beträgt real also nicht 6,3 Prozent sondern mindestens 9 Prozent aller Erwerbstätigen.

 

„Unter Berücksichtigung der sogenannten 'verdeckten Arbeitslosigkeit' bzw. der 'Stillen Reserve' liegt die gesamte Unterbeschäftigung2 in der Bundesrepublik Deutschland um etwa 36 Prozent höher als die offizielle Arbeitslosenzahl.“3 Verschiedene Experten z.B. des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsförderung (IAB) schätzen die verdeckte Arbeitslosigkeit plus die stille Reserve sogar noch weit größer ein. Sie rechnen mit ihrer doppelten bis dreifachen Anzahl.

 

„Es deutet aber einiges darauf hin, dass wir die Talsohle erreicht haben“, versucht Andrea Nahles ohne jeglichen tragfähigen Beleg Optimismus zu verbreiten. Der Rückgang der Kurzarbeit in den letzten Monaten – was für Frau Nahles dafür spricht - ist aber kein Hinweis darauf, dass die Arbeitsplatzvernichtung nachlässt. Im Gegenteil! Offenbar wird jetzt statt zu Kurzarbeit gleich zu Entlassungen gegriffen. Darauf weist auch hin, dass die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften 2025 deutlich ‍nachließ. Im Schnitt gab es 62.000 Stellenangebote weniger als im Vorjahr. Diese ‍Zahl offener Stellen war so niedrig wie seit 25 Jahren nicht mehr. Und im Dezember ging die Nachfrage nach Arbeitskräften noch weiter zurück.

 

Statt aus der Luft gegriffenen Vermutungen zu vertrauen, steht der konsequente Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungplatz auf der Tagesordnung. Wir müssen uns auf härtere Klassenauseinandersetzungen einstellen. Über Konzern- und Landesgrenzen hinweg gilt: Für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich zum Erhalt und zur Schaffung von Arbeitsplätzen! Die Vernichtung von Arbeitsplätzen ist aber eine gesetzmäßige Folge der kapitalistischen Produktionsweise und ihrem Krisenchaos. Sie kann ohne gesellschaftsverändernden Kampf nicht überwunden werden. Deshalb ist in den Betrieben die Diskussion über eine sozialistische Alternative notwendiger denn je. Stärkt die MLPD und ihre Betriebsgruppen!

 


Ein Beamter der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE erschoss am Mittwochmorgen in der US-amerikanischen Stadt Minneapolis kaltblütig die 37-jährige Renee Nicole Good, Mutter von drei Kindern. Sie hatte sich an einem friedlichen Protest gegen die faschistische Flüchtlings- und Migrationspolitik in den USA beteiligt.



Das war keine Notwehr, das war Mord!

US-Präsident Trump und seine "Heimatschutz"-Ministerin Kristi Noem verbreiteten unmittelbar nach den tödlichen Schüssen haarsträubende faschistische Hetze und Lügen. Noem sprach von einem „Akt inländischen Terrorismus“. Eine Sprecherin des Ministeriums, dem ICE untersteht, sagte, die Erschossene habe versucht, mit ihrem Auto Beamte zu töten. Ohne auch nur den Hauch einer Überprüfung dieser Behauptung übernahm sie auch Trump. Die ICE-Agenten hätten die Frau „in Selbstverteidigung erschossen“. Renee Good sei „offensichtlich eine professionelle Agitatorin“. In seinem grenzenlosen faschistischen Antikommunismus machte er eine angebliche „radikale linke Gewalt- und Hass-Bewegung“ verantwortlich. Sein Vice Vance sagte, die ermordete Frau sei "Opfer linker Ideologien" geworden. Ja wer hat sie denn erschossen? Seit wann sind die Agenten einer der US-Regierung unterstellten flüchtlings- und volksfeindlichen Behörde "Linke"? 

 

Augenzeugenberichte und Videos belegen eindeutig, dass von den ICE-Leuten niemand in Notwehr gehandelt hat. Die Videos, die in sozialen Medien und von verschiedenen TV-Sendern und Zeitungen veröffentlicht wurden, zeigen den Ablauf des Geschehens völlig anders als die Behauptungen von Trump. Das Auto der ermordeten Frau stand quer auf einer verschneiten Straße. Zwei ICE-Beamte kommen mit ihrem Truck zum Stehen, steigen aus und fordern die Fahrerin auf, ihr Auto zu verlassen. Während die Frau versucht, sich mit ihrem Wagen zu entfernen, greift einer von ihnen an die Fahrertür. Ein dritter Beamter ist unterdessen hinter dem Wagen herumgegangen und steht schräg vor dem Fahrzeug. Er zieht seine Waffe und feuert eiskalt auf die Fahrerin. Augenzeugen berichteten, sie habe keinerlei Angriff auf die ICE-Männer unternommen. Sie starb im Krankenhaus. Ein Augenzeuge sagte gegenüber einem Lokalsender, Beamte hätten einen Mann, der als Arzt helfen wollte, nicht zu der Autofahrerin gelassen. 

Die Proteste richten sich gegen mehr als den Mord in Minneapolis 

Sofort brandete eine Protestwelle auf. 1.000 Demonstranten und Demonstrantinnen versammelten sich vor einem Gebäude mit Bundesbehörden. Die Leute hielten Schilder hoch, auf denen die ICE aufgefordert wurde, Minnesota zu verlassen. Sie riefen den bewaffneten und maskierten Bundesbeamten, von denen einige Tränengas und Pfefferkugeln gegen die Demonstranten einsetzten, „Schande“ und „Mord“ zu. Polizeibeamte warfen Rauchgranaten. Die Proteste, die sich landesweit entwickeln, stellen die mörderischen ICE-Einsätze an den Pranger und wenden sich gegen die faschistische Abschiebepolitik von Trump. Demonstrationen fanden am Mittwoch und Donnerstag außer in Minnesota in New York City statt, in Seattle, Detroit, Washington, DC, Los Angeles, San Antonio, New Orleans und Chicago, aber auch in vielen kleineren Städten. Auch bürgerliche Politiker gingen und gehen auf die Barrikaden. Jacob Frey, der Oberbürgermeister von Minneapolis, wies die verlogene Darstellung des Bundesministeriums noch am Mittwoch zurück: „Hier hat ein Beamter rücksichtslos Gewalt angewendet, was dazu führte, dass eine Person getötet wurde“, sagte er. Ein anderer Politiker von den Demokraten forderte die Bevölkerung auf, der Falschdarstellung von Trump und Co. keinen Glauben zu schenken. Ein wichtiger Aspekt bei den Protesten ist, dass der kaltblütige Mord nur wenige Hundert Meter von der Stelle entfernt geschah, an der 2020 ein Polizist den schwarzen US-Amerikaner George Floyd tötete. Dagegen protestierten Hunderttausende monatelang. Die Proteste nach dem ICE-Mord zeigen, dass die lähmende Schockstarre nach dem Amtsantritt von Trump sich aufzulösen beginnt.

Imperialistisches Banditentum und Umbau zur faschistischen Diktatur im Inneren

Weltweit haben sich nach dem Überfall auf Venezuela und der Entfühung von Maduro Proteste entwickelt. Trump darf keinen Freibrief für diese Politik und seine Kriegstreiberei bekommen!  Die MLPD unterstützt und fördert breite öffentliche Protestaktivitäten zur Solidarität mit dem venezolanischen Volk und ist solidarisch mit dem Protest gegen die ICE in den USA. Er ist Bestandteil des antiimperialistischen und antifaschistischen Kampfs der Arbeiter und Unterdrückten in der ganzen Welt


Seit der Entführung von Nicolás Maduro und seiner Ehefrau durch die US-Armee konnte man viele Feierlichkeiten beobachten, insbesondere in der venezolanischen Diaspora weltweit, vor allem in anderen Ländern Lateinamerikas, den USA und Spanien.

Leserbrief einer Lateinamerikanerin

"¡Gracias Kast, gracias Kast!" sang ein Kreis dieser Feiernden ihrer utopischen Freiheit, dankbar für den neuen rechten Präsidenten Chiles — Unterstützer von Trump, Unterstützer von Pinochet und Sohn von Nazis.

 

"Wir feiern, wir wissen, dass sie das Öl wollen, wir sind nicht dumm!" Bis zu einem gewissen Punkt ist das Glück mancher Menschen verständlich. Maduro, in einer grotesken Parodie des Sozialismus, regiert seit langem mit einem bürokratisch-revisionistischen Regime. Menschen essen kein Öl, bezahlen keine Rechnungen damit, und wenn der Reichtum nicht verteilt wird, wird das Konzept leer.

 

Seit vielen Jahrzehnten wurden sowohl Lateinamerika als auch der Rest der Welt durch US-Propaganda geprägt: "Land der Chancen", "Land der Freiheit", Hollywood-Filme, die ihre Kultur, Musik und den Alltag zeigten, und Disney-Filme, die Generationen verzauberten. Das ließ uns glauben, dass sie besser seien als wir, und erniedrigte uns. In Brasilien gibt es dafür ein Konzept: Mischlingshund-Syndrom — ein Hund ohne Rasse, der sich minderwertig fühlt — und die Menschen glauben blind an die vereinnahmte Erzählung.

 

Ähnlich wie beim Bolsonarismus entsteht ein Teil der Unterstützung für faschistische Maßnahmen aus dem Wunsch, mit einem Status quo zu brechen, der persönlich als ungerecht und unerträglich erlebt wird. Bei gewöhnlichen Menschen wird diese Dynamik oft von Erschöpfung, Verzweiflung und der Hoffnung auf sofortige Erleichterung nach Jahren der Krise angetrieben. Gleichzeitig wird diese Reaktion aktiv von politischen Figuren wie Machado, Kast, Storch, Milei und ähnlichen Akteuren geformt und instrumentalisiert. In ihrem Fall handelt es sich um ausdrücklich reaktionäre und antikommunistische Projekte, die sich ihrer Ausrichtung auf die US-Macht und auf Trump voll bewusst sind; ihre Feier ist nicht naiv, sondern strategisch und ideologisch.

"Wir sind bereit, die Macht zu übernehmen"

Die Macht zu übernehmen, sagte María Corina Machado, Friedensnobelpreisträgerin und führende Oppositionspolitikerin gegen die Regierung Maduros. Stunden nach ihrer Erklärung kündigte Trump an, dass die USA Venezuela verwalten würden und dass Machado die Macht nicht übernehmen könne, da keine Kräfte vorhanden seien. Vielleicht war es in diesem Moment, dass einige begannen, die Zusammenhänge zu verstehen. Für viele Menschen, die das Schachbrett noch nicht durchschauen, wird es noch etwas dauern.

 

Trotz allen erlebten Leidens und der berechtigten Empörung gegen das Regime Maduros ignoriert die Feier von externen Interventionen als sofortige Lösung grundlegende Prinzipien von Souveränität und Legalität und vernachlässigt die langfristigen Folgen, die solche Maßnahmen für das Land und die Region haben können. Wer die Erzählung von der "Rettung" durch externe Mächte blind akzeptiert, riskiert, Handlungen zu legitimieren, die den Interessen der Intervenierenden dienen, nicht dem Volk vor Ort.

 

Am Ende ist es nur ein Fisch, der die Angel mag.


Der Jahresanfang hat es in sich: Die USA haben völkerrechtswidrig Venezuela bombardiert und den Präsident Maduro entführt. Das ist der nächste brandgefährliche Schritt hin zu einem Dritten Weltkrieg.


Alle Imperialisten – egal ob die USA, Deutschland, China oder Russland – rüsten massiv auf. In Deutschland wird die Wehrpflicht schrittweise wieder eingeführt. Die Imperialisten kämpfen in einer Vernichtungsschlacht erbittert um die Neuaufteilung der Welt. In Gaza, im Sudan oder Ostkongo hat das schon barbarische Verhältnisse hervorgebracht. Weltweit erstarken die Faschisten. Eine globale Umweltkatastrophe hat begonnen. Das alles bedroht die Existenz der Menschheit.

 

Ausgehend von den USA bekommt der Antikommunismus und die Repression gegenüber fortschrittlichen und revolutionären Kräften neuen Aufwind. Dieses imperialistische System ist barbarisch und brutal. Aber es ist auch so instabil wie seit Jahrzehnten nicht! Die Menschheit will nicht untergehen. Im Jahr 2025 beteiligten sich über 300 Millionen Menschen an Protesten, Demonstrationen und Streiks. Genau deshalb demonstrieren wir am 11. Januar mit Zehntausenden für den Sozialismus! Lenin, Liebknecht und Luxemburg sind seit über 100 Jahren tot. Aber ihre Lehren sind lebendig! Und wir brauchen sie, damit aus Unzufriedenheit, Massenprotesten und politischer Gärung auch wirklich Revolutionen und Sozialismus werden! Wir ehren diese Revolutionäre, indem wir ihr Lebenswerk fortführen.

 

Der Aufruf des LL-Bündnisses hebt hervor, dass Liebknecht und Luxemburg „Kapitalismus und Krieg kompromisslos bekämpften“ und heute ein Kampf gegen einen Dritten Weltkrieg nötig ist. Das unterstützen wir, und kritisieren zugleich, dass der Sozialismus, anders als im letzten Jahr, mit keinem Wort erwähnt wird und Lenin aus dem offiziellen Gedenken ausgeschlossen wird. Lenin, Liebknecht und Luxemburg bekämpften entschlossen den imperialistischen Krieg. Aber genau so entschlossen bekämpften sie den Pazifismus. Sie wiesen mitten im Ersten Weltkrieg den Weg für den revolutionären Kampf für den Sozialismus. Mit der Oktoberrevolution unter Lenins Führung gab es die erste erfolgreiche sozialistische Revolution! Zeitweise lebte ein Drittel der Menschheit im Sozialismus.

 

Der REBELL überzeugt heute dafür, eine sozialistische Jugendbewegung aufzubauen! Mut und Entschlossenheit der Jugend entfalten erst die volle Schlagkraft, wenn sie auf ein klares Ziel gerichtet sind. Dazu müssen wir enger zusammenarbeiten, über Gemeinsamkeiten und Unterschiede diskutieren. Wir schlagen vor, das Internationale Pfingstjugendtreffen am 23./24. Mai 2026 zu einem Festival der sozialistischen Jugendbewegung zu machen, bei dem alle drängenden Zukunftsfragen auf den Tisch kommen: die Solidarität mit Gaza und dem palästinensischen Befreiungskampf, die Schulstreiks gegen die Wehrpflicht, der Kampf gegen die AfD und die Proteste gegen den AfD-Parteitag 2026 in Erfurt, der Kampf gegen Ausbildungsplatzvernichtung und zu hohe Mieten, gegen Umweltzerstörung, gegen Repression und Antikommunismus und vieles mehr!  ...

 

Hier das komplette REBELL-Flugblatt


60 meist junge Menschen versammelten sich, um den offenen Völkerrechtsbruch und den drohenden Angriffskrieg auf Venezuela zu verurteilen. Aufgerufen hatten Linksjugend Solid und SDAJ. Erkennbarer Teil der Demonstration waren die MLPD, das BSW und die FKO.

Korrespondenz

Alle Organisationen sprachen gleichberechtigt am Mikrofon; das kam bei allen Beteiligten gut an. Einig waren sich die Demonstrantinnen und Demonstranten darin, dass der Überfall auf Venezuela unverhohlener Imperialismus ist, auf die Kontrolle der Ressourcen des Landes abzielt und durch nichts zu rechtfertigen ist.


Auch der tieferliegende Grund, der Konkurrenzkampf des US-Imperialismus mit dem (imperialistischen) China in einer multipolaren Welt von SDAJ und BSW betont. Die notwendige internationalistische Grundhaltung propagierte die FKO in ihrem Beitrag.


Wichtig war, dass auch ein Venezolaner sehr eindrücklich über die Auswirkungen der jahrelangen Sanktionspolitik berichten konnte. Seine an Krebs erkrankte Mutter hatte aufgrund der unmöglichen Situation in Venezuela in Deutschland Asyl beantragen müssen. Er klagte die verschiedenen Methoden des US-Imperialismus an und veranschaulichte die komplizierte Situation in Venezuela. Sein Anliegen war, dass die tiefen Gräben in der venezolanischen Gesellschaft überwunden werden, damit das Land eine gute Zukunft hat.


Besonders viel Beifall erhielt Frank Oettler, Sprecher der halleschen MLPD, für seine Anklage der faschistischen Außenpolitik der USA. Mit Nachdruck prangerte er die verlogene Doppelmoral der Bundesregierung an. Diese räumt dem Faschisten Trump, wie auch im Falle des Völkermords in Gaza, unbegrenzten Spielraum ein. Gleichzeitig verdeutlichte er, was diese stille Zusammenarbeit für die Brandmauer gegenüber den Jubel-Freunden Trumps von der AfD bedeutet: Sie wird Stück für Stück auch im Inneren abgerissen.


Dabei brauchen wir ein sofortiges AfD-Verbot, gehört Trump vor ein internationales Gericht gestellt und verurteilte Straftäter wie der hallesche Neonazi Sven Liebich endlich hinter Gitter statt in der bürgerlichen Presse zitiert.

 

Die Perspektive der vereinigten sozialistischen Staaten der Welt stieß auf besonders viel Beifall, gerade der Jugendlichen. Eine junge Venezolanerin sprach am Ende kurz einige persönliche Worte über den Schmerz und die tiefe Frustration mit den Verhältnissen im Heimatland. Der Tag endete mit vielen angeregten Gesprächen und weiteren Kontakten für die im Dezember frisch gegründete hallesche Gaza-Soli-AG des REBELL.

 

Hier ein Bericht mit Bildern auf www.dubisthalle.de


Am 6. Januar wurde auf Rote Fahne ein Artikel zur Vierschanzentournee im Skispringen, "Millimeter entscheiden – aber anders als man denkt" veröffentlicht. Wir dokumentieren einen kritischen Leserbrief dazu und die Antwort des Autors (beides gekürzt).


Aus dem Leserbrief

Ich bin erstaunt über den folgenden Abschnitt: "Doch das eigentlich Beschämende an dieser Angelegenheit ist das oberpeinliche Drumherumgerede des deutschen Skiverbandes, mit loyaler Unterstützung der Medien, über die Ursachen des plötzlichen Leistungsabfalles der deutschen Skispringer Karl Geiger und Andreas Wellinger. Seit den verschärften Skianzugregeln schafften sie es zum Teil nicht mal in die Qualifikation. Für jeden, der eins und eins zusammenzählen kann, hatten ihre bisherigen guten Weiten mehr als offensichtlich mit der besonderen Kreativität ihres Anzugschneiders zu tun."


Hat der Autor dafür irgendwelche konkreten Belege? Dann müssen die auf den Tisch. Oder ist das nur die Mutmaßung, dass es doch "offensichtlich" so sein muss, weil nur mit Betrug Spitzenleistungen zu erzielen sind? Ehrlich gesagt halte ich das für reine Spekulation, die auch den jungen Sportlern nicht gerecht wird.

 

In vielen Fällen steigen Sportler auf dem Höhepunkt ihrer Leistung aus (oder kurz danach). Andere erholen sich nach einer Phase mit geringeren Leistungen. ... Andere halten auch länger durch. Dass neue Kräfte in der Spitzengruppe "besser damit zurechtkommen" liegt einfach daran, dass sie noch nicht ausgebrannt sind. ...

Aus der Antwort des Autors

Du hast auf jeden Fall in dem Punkt recht, dass ich die Vermutung wegen der Anzüge noch mit entsprechenden Hinweisen einschließlich Quellenangaben hätte besser unterlegen müssen. Das Netz ist voll davon.

 

So berichtete vor wenigen Tagen das Online-Portal des Bayerischen Rundfunks BR24: "Seit diesem Winter müssen die Anzüge noch enger geschnitten sein, sodass die Athleten weniger Tragfläche haben. Eine Neuerung mit großen Auswirkungen auf das Flugsystem, wie der ARD-Skisprung-Experte Sven Hannawald erklärt: 'Dadurch, dass die Fläche weg ist, müssen sie (Geiger und Wellinger, Anm. d. Red.) alles andere, was sie bisher so gewohnt waren, mit breiten Füßen und den Anzug spannen, umstellen. Das funktioniert so nicht mehr. Wenn sie es jetzt machen würden mit dem engeren Anzug, würden sie merken, dass sie gefühlt durch die Ski durchfallen und stürzen', sagte der 51-Jährige."

 

Ich habe mich extra vorsichtig ausgedrückt und keinen offensichtlichen Betrug unterstellt, sondern die sehr kreative Auslegung bestehender Regeln für den Skianzug. Das eigentlich Abstoßende ist doch die Unehrlichkeit und Ehrenkäsigkeit der Betroffenen und der Funktionäre des Skiverbandes. Warum sagen sie nicht einfach offen und ehrlich, dass Geiger und Wellinger mit den engeren Anzügen nicht zurechtkommen und quasi den Sprung völlig neu lernen müssen? Das hat auch tatsächlich, wie du angesprochen hast, was mit ihrem Alter zu tun. Denn mit zunehmendem Alter wird es immer schwieriger, sich eine komplett neue Sprungtechnik anzueignen.


Stattdessen zogen sie es vor, um ein negatives Gerede im Zusammenhang mit Manipulationsvorwürfen bei Skianzügen während der Vierschanzentournee zu vermeiden, sich darüber auszuschweigen und drumherumzureden. Dass sie mit diesem Vorgehen Kenner der Skisprungszene nicht täuschen können, wissen sie ganz genau. Es geht in erster Linie um eine schön gefärbte Berichterstattung für die Millionen von Zuschauern.


Das Schweizer Nachrichtenportal Infosperber hat einen Artikel veröffentlicht, der aufzeigt, dass infolge der Verhaftung Nicolás Maduros durch US-Spezialeinheiten computergenerierte und damit gefälschte Bilder von dieser Verhaftung bzw. dem Gefangenentransport im Umlauf sind. Rote Fahne News dokumentiert Auszüge.


Rund um die Welt veröffentlichen Medien unzählige Bilder von Nicolás Maduro. Echte und falsche sind kaum auseinanderzuhalten.

 

Auch Infosperber brachte gestern ein Bild des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in Handschellen. Möglicherweise hätten wir das besser nicht getan. Denn immer deutlicher zeigt sich, dass viele Bilder von seiner Festnahme und von den Jubelfeiern in Caracas nicht echt oder uralt sind.

 

Der französische Fernsehsender France 24 hat die Bilder untersucht. Ins Visier nahmen die France-24-Leute unter anderem jene Bilder, die zeigen, wie Beamte der amerikanischen Drogenbekämpfungsbehörde DEA den Präsidenten abführen. Misstrauisch wurden die Leute von France 24, weil die Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven aufgenommen wurden.

 

Auf den ersten Blick scheinen die Bilder trotzdem echt. Die Uniformen sehen auf den verschiedenen Bildern gleich aus. Maduros Anzug ebenfalls. Doch die französischen Journalisten fanden heraus, dass die Bilder vom "KI"-Programm "Nano Banana Pro" von Google erstellt worden sind.

 

Denn Google versieht die Bilder mit einem Wasserzeichen. Dieses kann vom Analysewerkzeug Sinth-ID, das in Google-Lens integriert ist, erkannt werden. Das Analyseresultat lautete: "Créée avec l’IA de Google."

 

Hier der kompletten Artikel


Emilia und die anderen Rotfüchse aus Köln berichten (November 2025):

Rotfuchs-Korrespondenz

Wir haben am Anfang Kinderpunsch getrunken und dabei darüber geredet, dass Pünktlichkeit wichtig ist. Ein Finger ist nicht stark. Aber wenn alle gleichzeitig zusammen stark sind, sind sie eine starke Faust. Wir haben die neuen Strophen von „Die Kinder dieser Welt“ für den Nikolaus geübt.


Danach haben wir für einen Einsatz beim Lidl geübt, wie man Leute anspricht. Wir haben Spenden für Gaza gesammelt. Ich hatte erst keine Lust, weil ich Angst hatte, dass die Leute uns nicht mögen, oder uns beschimpfen. Aber dann war es doch ganz gut und hat auch richtig Spaß gemacht.


Das Coolste fand ich, war, dass eine junge Frau gesagt hat, dass sie es gut findet, dass wir Kinder uns schon mit dem Krieg in Gaza beschäftigen. Sie hat auch Kekse von uns gekauft und auch was gespendet. Am Ende haben wir zusammen Geld gezählt und haben 50,40 Euro eingenommen. Toll: Zwei Familien wollen zur Nikolausfeier kommen.


Dieser Leserbrief von Klaus-Jürgen Hampejs ist in der Böblinger Kreiszeitung am 9. Januar erschienen.


Das Jahr 2026 begann leider so, wie 2025 endete. Die breite Masse der Menschheit will Frieden und Sicherheit. Sei es in der Ukraine, in Russland, in Gaza oder auf dem afrikanischen Kontinent. Olaf Scholz mit seiner Rede zur Zeitenwende sprach des Öfteren vom russischen Imperialismus. Trumps Überfall auf den souveränen Staat Venezuela wird zu Recht als Imperialismus bezeichnet, was es auch ist.


Der Zugriff auf Mexiko, Kolumbien, Kuba und auf Grönland ist ein Ausdruck offener imperialistischer Aggression mit Kriegs­mitteln. Auch das Interesse an Grönland liegt nicht allein in den Rohstoffen begründet, vielmehr wieder im geostrategischen Konkurrenzkampf mit China und Russland um die Kontrolle der Arktis. Trump spricht von „strategischen Sicherheitsinteressen“ der USA in Grönland.


Wie selten zuvor macht die heutige Weltlage aber auch deutlich, dass der Wunsch nach einem friedlichen Zusammenleben der Völker der Welt nicht im Kapitalismus zu verwirklichen ist. Doch beschränkt sich diese imperialistische Gefahr nur auf Trump, Putin & Co.? Mitnichten. Imperialismus heißt, Deals, Profitinteressen der Konzerne, auch deutscher Konzerne, in der Welt durchzusetzen. Und Trump zeigt, wie das geht, notfalls mit militärischen Mitteln. Die Sicherung „deutscher Rohstoffinteressen“ in Afrika, Süd-, und Mittelamerika ist imperialistische Politik: die Ausbeutung von Mensch und Natur in aller Welt.

 

Bei der Ertüchtigung der deutschen Wirtschaft zur Kriegstüchtigkeit ist mir Angst und bange. Ich will für meine Familie und meine Freunde einen friedlichen Planeten ohne Kriege und Mega-Deals. So sprechen der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) und der Gewerkschaftsbund Amerikas (TUCA) ihre absolute und eindeutige Ablehnung der Militäroperation in Venezuela aus.


Übrigens: Der wissenschaftliche Begriff des Imperialismus wurde nicht von Scholz & Co. definiert, sondern von Lenin (ob es einem gefällt oder nicht) in seiner Schrift von 1916: „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“.

 

Ich wünsche mir für die Menschheit Frieden und einen liebenswerten Planeten. Dafür ist es aber notwendig, dass wir Menschen von Religion bis Revolution aktiv werden, und den Kriegstreibern „Nein“ sagen, und solidarisch sind gegen Weltkriegsgefahr und Faschismus.


Am heutigen Montag, dem 12. Januar 2026, findet in Berlin eine brandaktuelle Internationalismus-Live-Veranstaltung statt unter dem Motto "Hände weg von Venezuela!"


Sie wird vorbereitet und durchgeführt von der revolutionären Weltorganisation ICOR und der Landesleitung Berlin-Brandenburg der MLPD. Auf dem Podium: Repräsentanten und Repräsentaninnen der ICOR und Christa Wolfer, die Landesvorsitzende der MLPD Berlin-Brandenburg. Die Moderation liegt bei Monika Gärtner-Engel, der Internationalismus-Verantwortlichen der MLPD und Hauptkoordinatorin der ICOR.

 

Die Veranstaltung findet im Treff International in Berlin statt, Reuterstraße 15, Nähe U-Bahn Hermannplatz. Beginn ist um 18 Uhr, Einlass 17.30 Uhr. Eintritt 5 Euro / 3 Euro. Es gibt auch einen kleinen Imbiss.

 

Achtung: Man kann auch online teilnehmen für 10 Euro (Solipreis) / 5 Euro (Normaler Preis). 

Leute, die nicht in Berlin wohnen oder vom LLL-Wochenende her noch dortbleiben, haben die Möglichkeit, die Veranstaltung online zu verfolgen. Das lohnt sich auf jeden Fall, wenn man sich auf hohem Niveau auf dem Laufenden halten will. Eine solche Online-Teilnahme wurde jetzt schon mehrmals erfolgreich ermöglicht, u.a. bei der Zimmerwaldkonferenz. Man kann auch online teilnehmen, wenn man die 5 oder 10 Euro erst nach der Veranstaltung überweist. Nicht entgehen lassen! Wenn es Fragen gibt, an Rote Fahne News schreiben - wir antworten!

 

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Einladungs-Flyer

 

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