Alle Nachrichten vor sechs Tagen


Am 6. Juli protestierten Umweltaktivisten in Chiang Mai im Norden Thailands vor dem chinesischen Generalkonsulat gegen die grenzüberschreitende Umweltverschmutzung, die vom chinesischen Bergbauprojekten in Myanmar ausgeht und weitreichende Vergiftungen in den Flüssen Kok, Sai, Ruak und Mekong in den Provinzen Chiang Mai und Chiang Rai zur Folge hat. Die thailändische Polizei ging ziemlich brutal gegen die Demonstranten vor, es gab mehrere Armbrüche. Einige Demonstranten trugen Masken mit dem Gesicht des chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Laut des „NGO Coordinating Committee on Development“ (NGO-COD) wird diese Verschmutzung durch den chinesisch unterstützten Abbau von Seltenen Erden und Gold im myanmarischen Shan-Staat verursacht. Die Organisation warnte davor, dass dem Mekong-Flusssystem eine massive Vergiftung durch Blei, Arsen und andere Schwermetalle droht.


„Im Tal der Frühgeschichte“ - so der Titel der Kanu-Fahrrad-Wandertour im Tal der Dordogne – mit Abstechern ins Vézère Tal im französischen Périgord.

Von Elvira Dürr

Im Juni war unsere sechsköpfige Reisegruppe hier 14 Tagen unterwegs. Bei sechs wunderbaren Paddel-Etappen, die durchaus auch Wildwasserstellen zu bieten hatten, genossen wir den Fluss meist für uns alleine. Denn die Hauptsaison für die abertausende Leihboote ist Juli und August. Allerdings hatten wir einmal mit Attacken eines Schwanenvaters zu kämpfen, der partout der Meinung war „Die Dordogne gehört mir und meiner Familie“. Wir kamen aber auch hier unbeschadet davon.

 

Dass die Dordogne der Lieblingspaddelfluss unserer Reiseleitung ist, konnten die Teilnehmer durchaus nachvollziehen. Hinter jeder der zahlreichen Kurven gibt es paddelmäßig immer wieder Herausforderungen, ist die Aussicht zum Teil grandios, die Luft frisch und wunderbar, viele Burgen und Chateaux hauen einen um. Und nicht zuletzt kann man wunderbares Flussbaden genießen. Leider wird sie diese Reise nicht mehr anbieten – die Anreise ist mit über 1000 Kilometer einfach zu weit.

 

Das Périgord ist bekannt für seine kulinarischen und Wein-Genüsse, seine mittelalterlichen sehr gut erhaltenen Städte und Dörfer; aber auch für seine große widerständische Geschichte, besonders in der Résistance gegen den deutschen Faschismus. Hier wurden auch die vielen Höhlen genützt, von denen viele seit tausenden von Jahren für die Menschheit von Bedeutung sind. Zwei dieser Höhlen besuchten wir und waren überwältigt! Die Gouffre de Padirac wird fünf Kilometer von einem Fluss durchflossen, auf dem man auch in Stocherkähnen zur Haupthalle gebracht wird, die fast 100 Meter hoch ist. Ein sehr besonderes Erlebnis.

 

Die andere - Lascaux - ist weltweit bekannt und darf ja im Original schon seit Anfang der 1960er Jahre nicht mehr besucht werden. Aber die vierte Nachbildung, die 2016 eröffnet wurde, ist derart gut gelungen, dass man sich wirklich im Original wähnt! Die hier 1940 zufällig entdeckten, über 21.000 Jahre (!) alten Höhlenmalereien haben uns ehrfürchtig vor den Leistungen der Frühmenschen gemacht und waren selbst für Picasso eine Inspiration. Wichtig ist hier, dass man seine Tickets vor dem Besuch per Internet kaufen muss, sonst keine Chance. Und tatsächlich kann man auf der Dordogne auch in eine Höhle reinpaddeln.

 

260722 Dordogne fließt in Höhle

 

Auch unsere Radtouren, die uns zu wunderbaren Märkten oder Schlössern der Umgebung führten, waren erlebnisreich und ein Genuss, wenn auch herausfordernd, da es doch mitunter ganz schön bergauf geht. Die Aussichten entschädigten alle ausreichend für die Anstrengungen! Einmal haben wir die Radtour auch mit einer Rundwanderung an den Steilhängen der Dordogne verbunden. Was vor allem für unsere Reiseleitung besonders beeindruckend war, war hier doch gerade die Vogelnestwurz – eine eher seltene Orchideenart – in Mengen anzutreffen.

 

Alles war bestens und professionell organisiert. Das ganze Programm war klar und flexibel, Einkauf, Kochen, Spülen – alles war vorgeplant, alle Teilnehmer brachten sich ein und es lief meist „wie am Schnürchen“. Auch das war vor allem ein Ergebnis der kompetenten und umsichtigen Leitung und des mustergültigen Zusammenhalts in der Zufalls-Gruppe, die mehr und mehr zusammenwuchs. Nicht zuletzt auch dank der Liederabende mit bester Gitarren-Begleitung und an einem Abend noch mit der professionellen Klarinettenbegleitung von Remis, einem Nachbarn auf dem Campingplatz. Was für uns alle zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.

 

Ein Campinplatzbesitzer, den die Reiseleitung von früheren Touren kennt, erzählte wieder, dass noch im Mai Hochwasser war – mit noch 4 Meter höherem Wasserstand und dass das jetzt öfters vorkommt. Wohin gegen an unseren letzten Tagen die Hitzewelle begann, die an der Dordogne noch über eine Woche anhielt und auch schon für Waldbrände sorgte. Die begonnene Umweltkatastrophe zeigt auch hier ihre Spuren.

 

Alles in allem ein Urlaub der besonderen Art. Alle waren sich einig: ein solcher Urlaub - mmer wieder gerne! Und an der Saale wird er auch weiterhin angeboten.


„Rettet den Verbrenner!“, schreit die AfD. Aber seit die Spritpreise infolge des von ihrem Vorbild Trump angezettelten Iran-Kriegs durch die Decke gehen, sind die Kosten pro Kilometer und auch die laufenden Kosten beim Verbrenner weit mehr als doppelt so hoch wie beim Elektroauto.

Korrespondenz

Ein Kollege am Mittagstisch rechnet den anderen genüsslich vor, dass er mit seinem Elektro-Smart viel billiger unterwegs ist als sie mit ihrem uralten Clio … (Nebenbei: Die Preise für ein Elektroauto müssten eigentlich um 30 bis 40 Prozent billiger sein als beim Verbrenner, weil entsprechend viel weniger Teile und Arbeitszeit gebraucht werden!)


AfD: „Die Grünen sind schuld. Sie machen die Automobilindustrie kaputt.“ Jetzt stellt sich heraus, dass nicht die Grünen, sondern die AfD schuld ist, weil sie den Automobilbossen eingeredet hat, unbedingt am Verbrenner festzuhalten. Dadurch sind sie gegenüber den Chinesen völlig ins Hintertreffen geraten und der schöne Absatzmarkt in China ist dramatisch eingebrochen. (Wobei die Frage nach wie vor heiß umstritten ist, ob der Schwanz [AfD] mit dem Hund [Bosse] wedelt oder doch eher der Hund mit dem Schwanz.)


AfD und Bild: „Nieder mit dem Heizungshammer von Habeck & Co.“ ?! Bei aller Kritik: Die Heizung und Kühlung (!!!) mit Wärmepumpen ist eine geniale Idee! Nicht nur mit Erdwärme, sondern sogar mit Flusswasser und Meerwasser kann geheizt werden. In Mannheim und Stuttgart gibt es bereits Pilotprojekte, in deren Rahmen mit Neckarwasser geheizt wird. In Esslingen wird das Landratsamt mit Neckarwasser geheizt und gekühlt und in Dänemark entsteht gerade eine Meerwasser-Heizungsanlage für 100.000 Haushalte!


Alice Weidel: „Wir werden die Windräder sofort niederreißen und die Erneuerbaren sind sowieso des Teufels und der Klimawandel ist eine Lüge.“ Aber immer mehr Menschen merken, dass wir es mit einer kapitalismusbedingten Umweltkatastrophe zu tun haben und dass die Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare Energien gar keine so schlechte Idee ist. Öl und Gas müssen wir schweineteuer von Faschisten wie Trump und Putin oder den faschistischen Ölscheichs kaufen, aber Windkraft, Wasserkraft, Erdwärme und Sonnenenergie stellt uns der liebe Gott (oder die Mutter Natur) jeden Tag kostenlos zur Verfügung!


AfD: „AKWs sofort wieder einschalten.“ In Frankreich müssen zurzeit wieder eine ganze Reihe AKWs stillgelegt oder gedrosselt werden, weil wegen der Trockenheit, der Erwärmung und der Wasserarmut der Flüsse die Kühlung der AKWs nicht mehr möglich ist. Es wären noch viel mehr, wenn die AKWs nicht per Ausnahmegenehmigung heißes Wasser in die Flüsse einleiten dürften. Ein Kollege zur AfD-Schnapsidee mit dem Hochfahren der AKWs: „Viel Spaß bei der Kühlung.“


Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di verurteilt die erneute Festnahme des Deutsche-Welle-Korrespondenten Alican Uludağ in der Türkei und fordert seine sofortige Freilassung.


„Wer journalistische Arbeit mit Festnahmen und Strafverfahren beantwortet, will unter Vorspiegelung von Rechtsdurchsetzung tatsächliche Berichterstattung verhindern", erklärt Danica Bensmail, dju-Bundesgeschäftsführerin. „Alican Uludağ muss unverzüglich freigelassen werden. Die türkischen Behörden müssen aufhören, journalistische Arbeit zu kriminalisieren. Für seine Freilassung müssen die Bundesregierung und Uludağs Arbeitgeber Deutsche Welle auf die türkischen Behörden in aller Schärfe einwirken."

 

Uludağ war im Mai nach etwa drei Monaten Untersuchungshaft freigelassen worden. Nun wird erneut wegen eines Beitrags in den sozialen Medien gegen ihn ermittelt. Die dju fordert neben deutschen Institutionen auch die Europäische Union auf, sich mit Nachdruck für seine Freiheit und den Schutz unabhängiger Journalist*innen in der Türkei einzusetzen.

 

„Journalismus ist kein Verbrechen. Pressefreiheit gilt auch und gerade für diejenigen, deren Recherchen und Kritik autokratischen Machthabern ein Dorn im Auge sind", so Bensmail.


Diese Korrespondenz ist auf der Homepage der IAC erschienen. Die Rote Fahne Redaktion dokumentiert:

Korrespondenz

Circa 30 Kolleginnen und Kollegen von Ford, Familienangehörige, darunter einige Kinder, Freundinnen und Freunde kamen am 14. Juli im Naturfreundehaus Köln-Kalk zu einem fröhlichen Fest der Solidarität mit den kämpfenden Automobilarbeitern zusammen. 


Ein vielseitiges und leckeres Buffet hatten die Teilnehmer mitgebracht, ebenso eine fröhliche und kämpferische Stimmung.

 

Nachdem sich alle am Buffet gestärkt hatten, berichteten drei Teilnehmerinnen von der 3. Internationalen Automobilreiterkonferenz, die im Herbst 2025 in Pune (Indien) stattgefunden hatte. Dazu hatten sie eindrucksvolle Bilder über die Konferenz und über Leben und Kampf der Menschen dort mitgebracht.

 

Grüße an das Fest kamen von einem Kollegen aus Venezuela, der in Indien mit dabei war, und von Kolleginnen und Kollegen von Mercedes in Düsseldorf und von Opel in Bochum.

 

Für eine kämpferische und optimistische Stimmung sorgte die Band Gehörwäsche, zwei Rebellinnen erhielten viel Beifall für einen kulturvollen Tanz. Für indisches Kolorit sorgten Teilnehmerinnen, mit in Pune erworbener Kleidung.

 

Am Schluss wurden noch Spenden gesammelt: für den Kampf der Automobilmitarbeiter und die internationale Koordination ihrer Kämpfe. Insgesamt erbrachte die Veranstaltung ein finanzielles Ergebnis von 280 Euro.


Am 27. Juli 2021 gab es in der Giftmüllverbrennungsanlage von Currenta in Leverkusen eine schwere Explosion mit sieben Toten, mehr als 30 teils schwer Verletzten und zahlreichen weiteren Umwelt- und Gesundheitsschäden.


Seither ermittelt die Staatsanwaltschaft – bisher ohne Ergebnis. Und seit drei Jahren verbrennt die Anlage wieder giftigsten Müll aus ganz Europa – wie vor der Explosion. Anlässlich des fünften Jahrestags der Explosion am 27. Juli 2021 werden die Parents for Future Leverkusen, die Coordination gegen BAYER-Gefahren, die Klimaliste Leverkusen, die MLPD südliches Rheinland, der Kreisverband Leverkusen von Die Linke und die Umweltgewerkschaft Köln-Leverkusen & Düsseldorf am 27. Juli, um 18 Uhr, vor dem Rathaus in Wiesdorf eine Gedenk- und Protestveranstaltung durchführen. Nehmen Sie daran teil!

Wir klagen an:

  • die Staatsanwaltschaft, weil sie nach fünf Jahren noch immer keine Ergebnisse ihrer Ermittlungen vorgelegt hat;
  • das Regierungspräsidium, weil es auf der Grundlage von Gutachten, die Currenta beauftragt und bezahlt hat, den Weiterbetrieb der Giftmüllverbrennung duldet;
  • den Oberbürgermeister und den Stadtrat, weil sie sich um so gut wie nichts gekümmert haben;
  • die Betriebsratsführung von Currenta und die örtliche Führung der IGBCE, weil sie zu viel hingenommen haben und sich nicht zuständig fühlen. Giftmüllverbrennung gefährdet unser aller Gesundheit; erst recht die der Kolleginnen und Kollegen, die direkt an der Anlage arbeiten.

Aber vor allem die Chefs von Currenta, weil

  • sie – um Höchstprofite zu erzielen – wie vor fünf Jahren Giftmüll verbrennen, den sie aus ganz Europa ankarren lassen, damit der Verbrennungsprozess möglichst nie unterbrochen wird;
  • weil Currenta hochgiftige Abfälle so lange in Tanks mischt, bis eine brennbare Flüssigkeit entsteht;
  • weil Currenta den Giftmüll nach der Explosion von ungeschützten bulgarischen Leiharbeitern wegräumen ließ;
  • weil Currenta nach der Explosion monatelang hochgiftiges Abwasser in den Rhein einlaufen ließ.

Wir fordern deshalb:

  • Schluss mit der Giftmüllverbrennung, erst recht im Wohngebiet!
  • Ersatzarbeitsplätze!
  • Produzenten von Giftmüll müssen ihn selbst entsorgen!

 

Hier gibt es den Flyer zur Veranstaltung 


Am Montag nach den erfolgreichen Protesten gegen den AfD-Parteitag in Erfurt spricht mich eine Arbeitskollegin an: „Du warst doch auch in Erfurt. Da gab es am Gothaer Platz ja Gewalt gegen Journalisten.“ Zuerst war ich etwas verwirrt

Jugendverband REBELL Jena

Ich war den ganzen Tag am Gothaer Platz und habe keine Gewalt gegen Journalisten mitbekommen. Zu Hause habe ich begonnen zu recherchieren.

Was war passiert?

Den ganzen Tag über wollten faschistische Medienschaffende die Proteste am Gothaer Platz provozieren, indem sie versuchten die Antifaschisten zu filmen oder in die Blockade einzudringen. Sie wollten Bilder von Gewalt haben. Auf so eine plumpe Methode sind die Antifaschisten aber nicht hereingefallen. Die Faschisten wurden isoliert, vom offenen Mirko aus verurteilt und mit Bannern oder Regenschirmen gewaltlos abgeschirmt. Es gab keinen „linken Terror“ gegen Journalisten!

 

Später kam dann eine Demo, die aus revolutionaristischen und anarchistischen Kräften bestand. Etwa zehn Teilnehmer dieser Demo ließen sich von drei Autoren des faschistischen Online-Portals „Apollo News“ derart provozieren, dass sie sie verprügelten. Die Polizei nahm dies als Anlass, in die gesamte Demo zu prügeln. Das Ganze wurde gefilmt und prompt von Apollo News ins Netz gestellt.

Faschistische Medienkampagne schwadroniert vom „linken Terror gegen Journalisten“

Für rechte Medien und Influencer war dies ein gefundenes Fressen. Mit ihrem provokanten Auftreten wollten sie genau solche Bilder produzieren. Sofort sprang die ganze Mischpoke rechter Medien auf den Zug auf: Apollo News, NIUS und der Springer Verlag. Das Video wurde durch sie und faschistische Influencer massenhaft verbreitet, mittlerweile hat es 1,5 Millionen Aufrufe. Es wird von Smartphone zu Smartphone geschickt. Die perfide Masche: es wird nicht gesagt, welchem Medium dieser „Journalist“ angehört. Ehrliche Journalisten wollen ganz sicher nicht mit den Hetzern von Apollo News verglichen werden. Es wird auch nicht erzählt, dass Apollo News genau diese Bilder haben wollte und dafür seine Autoren als Bauernopfer losgeschickt hat. Auch dass es ein isolierter Einzelfall ist, wird nicht erwähnt. Meine Arbeitskollegin ist wirklich keine Faschistin, soll durch solche Methoden aber verwirrt und gegen die Antifaschisten aufgebracht werden.

Widersetzen bezieht klar Position – weitere Auseinandersetzung nötig

Peinlich ist, dass CDU, SPD und Grüne Apollo News auch noch zur Seite springen und von einem „Angriff auf die Pressefreiheit“ sprechen.1 Nein Faschisten haben keine Pressefreiheit, es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda! Ganz klar äußert sich widersetzen: „Mit seriöser Berichterstattung haben rechte Provokateure wie Apollo News und Junge Freiheit aber nichts zu tun: Sie halten sich nicht an journalistische Standards, bedrängen Aktionsteilnehmer*innen und überschreiten persönliche Grenzen. Damit wollen sie Vorfälle provozieren, die sie propagandistisch ausschlachten können."² Richtig so!

 

Natürlich ist es völliger Blödsinn, wenn einzelne Faschisten so verprügelt werden, damit wird der Kampf gegen den Faschismus nicht gewonnen. Sie bringen die Bevölkerung nur gegen die antifaschistische Bewegung auf. Mit anarchistischen Kräften müssen wir weiter die Auseinandersetzung führen, solche Aktionen zu unterlassen. Mit meiner Arbeitskollegin werde ich gleich morgen meine Erkenntnisse diskutieren. Ich bin mir sicher, dass sie es verstehen wird.


In kräftigen Farbtönen, mit klaren Konturen sind Frauenleben auf die Leinwand gebracht und ziehen den Betrachter in ihren Bann.

Dagmar Kolkmann

Ebenso Skulpturen mit einer starken Formsprache. Die Bilder und Skulpturen von Barbara Gruß (geb. 1943) sind vielfältig und doch hat sie ihren eigenen Stil gefunden.

 

260722_Starke-Frauen

 

Manch hintergründiges wird erst auf den zweiten Blick sichtbar. Selbst als Flüchtlingskind die Situation nach dem 2. Weltkrieg erlebt, hat sie die Flüchtenden 2015 in ihren Bildern festgehalten.Daneben auch zarte Strukturen, nachdenkliche Gesichter im Gespräch. Zur Vernissage wurde aufgedeckt, wie sie als ausgebildete Künstlerin der DDR nach der Wende diffamiert wurde und trotzdem ihr Wandbild an der Schule in Bad Tennstedt (Sachsen-Anhalt) bis heute zu sehen ist.

 

Die Ausstellung kann bis zum 31. Juli 2026 in der Galerie plus in Zwickau angeschaut werden, auf Wunsch mit weiterem Sommerprogramm.

 

Wer Interesse und Möglichkeit hat Bilder und Skulpturen zu präsentieren, kann sich gerne per E-Mail melden oder unter 015174332144 anrufen.


Folgender Leserbrief wurde an www.dubisthalle.de und die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) zu einem Beitrag von Thomas Meyer in dubisthalle sowie einen ähnlichen Beitrag in der MZ) versendet, aber bisher nicht veröffentlicht. RF-News dokumentiert ihn hier:

Frank Oettler

Thomas Meyer beschreibt gut und kritisch in seinem Beitrag: "100-Tage-Programm zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vorgestellt: AfD plant Sonderklassen, Abschiebeoffensive und Arbeitspflicht für Asylbewerber" vom 11.Juli 2026 für dubisthalle, was die angebliche Alternative für Deutschland in Sachsen-Anhalt und schließlich in der gesamten Bundesrepublik vorhat: "Ulrich Siegmund (...), präsentiert (...) ein Papier, das die kondensierte Version eines völkisch-autoritären Gesellschaftsumbaus darstellt." Ich denke, man sollte es konkreter aussprechen. Die AfD im Gegensatz zu den Regierungsparteien in Bund- und Landesregierung will in kürzester Zeit unsere bürgerlichen Rechte und Freiheit abschaffen, die bürgerliche Demokratie beseitigen und durch einen faschistischen Staat, dessen Vorbild Hitlerdeutschland ist, ersetzen.

 

In diesem Zusammenhang sollten auch Namen und Firmen benannt werden, die sich offensichtlich eine faschistische Regierung wünschen, die dann auch die Löhne der Arbeiter drücken, wie es Alice Weidel im Zusammenhang mit den geplanten Werksschließungen bei VW vorschlägt, die unsere Gewerkschaften zerschlagen sowie antifaschistische Bewegungen, linke und die marxistisch-leninistische Parteien verbieten und zerschlagen sollen. Einige dieser Unterstützer sind doch offensichtlich bekannt und ich halte es für wichtig, die Namen dieser Feinde der Demokratie und Befürworter einer faschistischen Diktatur zu nennen, wie:

 

Theo Müller (Müllermilch-Gründer): Der Eigentümer des Molkereiriesen zeigt öffentlich seine Unterstützung für die AfD und bestätigte regelmäßige Treffen mit der Parteivorsitzenden Alice Weidel. Direkte Parteispenden aus dem Konzern flossen laut Rechenschaftsberichten jedoch nicht.Winfried Stöcker (Gründer von Euroimmun): Der Unternehmer und Inhaber des Flughafens Lübeck-Blankensee gehört zu den größten Einzelspendern der Partei und überwies im Zuge des Bundestagswahlkampfs eine Großspende von 1,5 Millionen Euro. Horst Jan Winter (Aufsichtsrat der Böttcher AG): Der Manager des bekannten Bürobedarf-Großhändlers tätigte eine millionenschwere Großspende an die AfD. (Das Geld stammte zuvor aus einer Schenkung des thüringischen Unternehmers Udo Böttcher).Vakuum-Härtetechnik Schwer GmbH & Co. KG: Dieses mittelständische Industrieunternehmen unterstützte die Partei offiziell mit einer meldepflichtigen Großspende in Höhe von 50.000 Euro. Hartmut Issmer (Bauunternehmer): Der hessische Bauingenieur und Immobilienunternehmer unterstützt die Partei ebenfalls finanziell. August von Finck (verstorbener Milliardär): Der im Jahr 2021 verstorbene Erbe und Investor galt über Jahre hinweg über verschlungene Wege als einer der wichtigsten finanziellen Wegbereiter in der Gründungsphase der AfD.

 

Jetzt kommt es mehr denn je darauf an, dass alle demokratisch gesinnten Menschen, von Religion bis Revolution, von CDU bis MLPD gemeinsam alles dafür tun, um eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt, um eine faschistische Diktatur in unserem Land zu verhindern. Meine Freunde und ich, in Magdeburg, Halle und anderen Städten, waren in den letzten Tagen deshalb bereits bei vielen Menschen an den Betrieben und in den Wohngebieten, um eine antifaschistische Aufklärungsarbeit zu leisten.

 

(Wir) ... sind derzeit mit sehr vielen Menschen im Gespräch und es gelingt tagtäglich, Menschen zu helfen, mit der Demagogie der AfD fertig zu werden und zu verstehen: Wer AfD wählt, wählt Faschismus!

 

Alle gemeinsam gegen den Faschismus!

 

Frank Oettler
Sprecher der MLPD Halle


Auch fast vier Monate nach der Betriebsratswahl bei Tesla merken wir am Tor deutlich: Viele Kolleginnen und Kollegen sind enttäuscht über das Ergebnis. Warum hat sich die Mehrheit der Belegschaft für eine der gelben Betriebsratslisten entschieden, obwohl diese doch nachweislich gegen die Interessen der Belegschaft handeln.

Korrespondenz aus Berlin

Manche waren richtig sauer auf die eigenen Kollegen, weil sie sich vom gelben Betriebsrat haben täuschen lassen, andere gaben der IG-Metall die Schuld, weil sie nicht genug Flyer und Werbeartikel verteilt hat. Beides ist viel zu kurz gegriffen und führt zu Skepsis und Misstrauen unter den Kolleginnen und Kollegen. Wenn wir wirklich verstehen wollen, wie das Wahlergebnis zustande gekommen ist und wie die Auseinandersetzung mit den Kolleginnen und Kollegen besser geführt werden kann, müssen wir wissenschaftlich herangehen.

 

Durch die Propaganda des Managements, die Demagogie der faschistischen AfD, Merz’ ständige Beschwerden über die angeblich faulen Arbeiter und über viele andere Kanäle wirkt auf die Kolleginnen und Kollegen die kleinbürgerliche Denkweise ein. Sie soll sie davon abhalten, ihre eigenen Interessen zu erkennen und für sie einzutreten, stattdessen sollen sie sich mit den Interessen der Herrschenden identifizieren. Die Kolleginnen und Kollegen werden den Kampf um ihre eigenen Interessen aufnehmen, wenn sich in diesem Kampf um die Denkweise die proletarische Denkweise immer weiter durchsetzt.

 

Das bald erscheinende Buch, „Die Lehre von der Denkweise“ befasst sich genau mit diesen Fragen: Warum denken wir eigentlich, wie wir denken? Welche Gesetzmäßigkeiten wirken im Kampf um die Denkweise und wie organisieren wir, die Überlegenheit der proletarischen Denkweise? Umso mehr Kolleginnen und Kollegen sich die Lehre von der Denkweise aneignen und lernen, sie anzuwenden, umso besser werden sie der Belegschaft helfen können, mit der Meinungsmanipulation von Konzernen und Regierung fertig zu werden. Das ist ein notwendiger Schritt hin zu einer selbstbewussten und streikbereiten Belegschaft.

 

Ich habe jetzt begonnen, Vorbesteller für das Buch zu werben.


Stefan Engel, Gabi Fechtner, Monika Gärtner-Engel

Die Lehre von der Denkweise

350 Seiten

Vorverkaufspreise: Taschenbuch: 21,00 Euro, RW-Ausgabe: 19,00 Euro, USB-Stick: 19,00 Euro, Taschenbuch und Stick: 35,00 Euro, RW-Ausgabe und Stick: 32,00 Euro

eBook: 15,99 Euro

Zu bestellen bei:

Verlag Neuer Weg,

Tel.: 0201 25915

vertrieb@neuerweg.de

people-to-people.de


Monika Gärtner-Engel und Edithluz Castro, Co-Präsidentinnen der United Front, schreiben anlässlich der Veröffentlichung von vier Resolutionen der United Front zur aktuellen Weltlage:


Liebe Freundinnen und Freunde, in der letzten Woche traf sich das Konsultativkomitee der United Front, diskutierte intensiv über die Weltlage und wertete die der letzten Zeit aus.

 

Die Imperialisten wie Trump werden durch zeitweise Niederlagen noch gefährlicher, die faschistische Gefahr wächst weltweit auch in vielen Regierungen, die Auswirkungen der Umweltzerstörung werden gefährlicher und in den Angriffen auf die Arbeiterklasse fallen Tabus. Aber es stärken sich auch die fortschrittlichen Kräfte in der Polarisierung und der Widerstand wächst.

 

Die United Front ist gefordert, die Situation insgesamt und die Gefahr eines Dritten Weltkriegs sehr ernst zu nehmen und dazu beizutragen, dass sich die fortschrittlichen Kräfte organisieren, die Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung verstehen und die Suche nach einer gesellschaftlichen Alternative gestärkt wird.

 

Die vier verabschiedeten Resolutionen zur brutalen Unterdrückung der Proteste gegen den NATO-Gipfel in der Türkei, gegen die Unterdrückung der Palästina-Solidarität sowie zur Solidarität im Kampf gegen Stellenabbau, Werksschließungen und Polizeigewalt gegen Arbeiter bei VW sind Ergebnis der Diskussion …

 

Zudem wurde das nächste Webinar der United Front am 23. August zur Vorbereitung des Antikriegstags besprochen. Die Einladung wird demnächst verschickt. Möglichst viele junge Leute sollen sprechen, da sie es sind, die in die Kriege geschickt werden.

 

Herzliche und solidarische Grüße

 

Hier geht es zur Resolution "Organisiert die Solidarität im Kampf gegen Stellenabbau, Werksschließungen und Polizeigewalt gegen Arbeiter". Die restlichen Resolutionen werden in den nächsten Tagen veröffentlicht.


Die Fakten der Tötung sind brutaler als in vielen Action-Filmen: Die Polizei wird am letzten Sonntagmittag von Nachbarn in den Stadtteil Pilastro gerufen, wo der 42-jährige Abderrahim Fakir aggressiv aufgetreten sein soll.



Zwei Polizisten, ein Beamter in Zivil und vier Rettungssanitäter kommen. Die Beamten setzen Pfefferspray gegen Fakir ein und legen ihm Handschellen an. So weit, so schlecht. Was dann geschieht, ist brutal. Ein Nachbar filmt es in einem fünf-minütigen Video aus einem oberen Stockwerk: Fakir ist in Bauchlage, das Gesicht auf den Asphalt gedrückt, die beiden Polizisten setzen sich auf ihn drauf, einer auf den Oberkörper, der andere aufs Gesäß. Seine Hände sind auf dem Rücken mit Handschellen gefesselt. Fakir schreit immer wieder „aiuto, aiuto!“, „Hilfe, Hilfe!“, „basta, basta!“ „genug, genug!“; dann stöhnt er laut und gibt nur noch unartikulierte Laute von sich. Schließlich verstummt er.

 

Aber die Beamten machen weiter, der Beamte in Zivil fesselt auch seine Fußgelenke mit einem Plastikbinder. Die vier Sanitäter stehen daneben und schauen zu. Erst als er sich nicht mehr bewegt, nach mehr als vier Minuten, drehen die Polizisten ihn um. Zu spät. Um 12.53 Uhr stellt ein Notarzt seinen Tod fest.

Die Hintergründe

Das Opfer: Fakir lebte seit seinem 7. Lebensjahr in Bologna. Zusammen mit seinem Bruder betrieb er ein Umszugs- und ein Reinigungsgeschäft. Nach Angaben seiner Anwältin lief gerade das Verfahren zur Verlängerung seiner Aufenthaltserlaubnis. Obwohl es kurz vor dem positiven Abschluss stand, war Fakir – so die Anwältin – angesichts des gesellschaftlichen Klimas in Italien, angesichts der von rechts immer lauter werdenden Rufe nach „Remigration“ tief besorgt, tief besorgt auch von den Bildern der ICE-Einsätze aus den USA, - was seine Angst vor Polizisten erklären kann.

 

Die Täter: In ihrem ständigen Betreiben, den Staatsapparat zu faschisieren, hetzt Meloni nicht nur die Polizei auf und schwört sie auf ihre Politik ein, sondern sie hat parallel dazu gerade erst im Februar ein „Sicherheitsdekret“ erlassen: Polizisten im Dienst wird deutlich mehr rechtlicher Schutz garantiert, Demonstranten und Streikenden aber drohen höhere Haftstrafen. Jetzt werden zwar gegen die zwei Polizisten „Vorermittlungen“ wegen „fahrlässiger Tötung“ – ein Witz – eingeleitet. Anders als gewöhnliche Verdächtige werden sie aber laut dem neuen Dekret nicht direkt in ein Ermittlungsregister eingetragen, sondern in ein gesondertes Vorregister für Polizisten, die Gewalt anwenden. Erst wenn sich später – nach nur internen Bewertungen - zeigen sollte, dass die Gewalt nicht gerechtfertigt war, kann ein reguläres Ermittlungsverfahren eingeleitet werden – ein Freifahrtschein für Polizei-Gewalt!

Die Folge: Widerstand

Die Polarisierung verschärft sich. Die Regierungspartei Lega erklärt sofort, der Tod des Mannes sei „tragisch", aber die Beamten hätten ihre „Dienstpflicht" getan. Die Faschisierung des Staatsapparats, dieser Mord bleiben aber nicht unwidersprochen. Schon am nächsten Tag gibt es in Bologna und vielen anderen Städten Proteste und Demonstrationen! Tausende haben sich auf der Piazza Nettuno in Bologna versammelt. "Giustizia per Fakir", rufen sie, also "Gerechtigkeit für Fakir". Auch der demokratische Bürgermeister von Bologna beteiligt sich. „Assassinio di stato" („staatlicher Mord") wird angeprangert. Bei dem folgenden Demonstrationszug durch Bolognas Innenstadt spitzt sich die Stimmung aber zu. „Mörder, Mörder, schämt euch", rufen viele. Die Polizei reagiert und provoziert vor allem jugendliche Demonstranten. Später am Abend werden zwei Autos der Stadtverwaltung in Brand gesteckt, es fliegen Rauchbomben und Böller. Polizisten und Ordnungskräfte werden dabei verletzt, die Behörden sprechen von insgesamt 64 Verletzten.

 

Der Tod von Abderrahim Fakir hat in Italien landesweit antifaschistische Proteste und eine Auseinandersetzung gerade über das neue Sicherheitsdekret und die Faschisierung der Staatsgewalt ausgelöst; sie ist ebenso wie die Proteste noch nicht zu Ende!


Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich so gelassen und heiter bei der letzten Pressekonferenz vor der Sommerpause – das Gesetzespaket beschlossen, die Regierung findet ihren Weg.

Von ck

Bei meiner wöchentlichen Physio stellen sich die Dinge meist anders dar:

  • "Immerhin ist der Spahn jetzt weg, das ist doch schon mal was!“ (ich)
  • "Aber der arrogante Merz muss auch weg." (meine Physiotherapeutin) 
  • „Spahn sagt: ‚Meine Familie ist mir das Wichtigste‘. Aber geschworen hatte er, wie die ganze Regierung, ‚dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen werde‘."
  • „Das glaubt denen doch keiner mehr.“
  • „Und er stimmt da mit seinen Freunden von der AfD ja überein. Die versorgten ihre Familienangehörigen auch mit den besten Posten.“
  • „Die werden von ihren persönlichen Interessen getrieben.“
  • „Sie machen sich so den Konzernen nützlich. Ihr Problem ist nicht, gute Politik den Leuten zu vermitteln, sondern ihre wirklichen Absichten zu verbergen.“
  • „Warum braucht er überhaupt eine Leihmutter? Warum adoptieren die nicht einfach ein Kind?“
  • „Der will, dass seine guten Gene der Menschheit erhalten bleiben!“
  • „ O Gott“
  •  „Und dass es Frauen so schlecht geht, dass sie sich für Geld als Leihmutter anbieten müssen!“
  • „Ja, unsere ganze Lebenslage wird mit diesen Gesetzespaketen ständig verschlechtert.“
  • „Der Merz soll mal aufpassen, dass ihn nicht Arbeiterkämpfe und Massenproteste nach der Sommerpause auch von seinem Sessel fegen!“


Hatte nicht Bert Brecht schon anlässlich der berechtigten Arbeiterproteste am 17. Juni 1953 in der DDR vorgeschlagen, dass sich die Regierung ein anderes Volk suchen soll, wenn dem die Regierung nicht passt? Oder was wollte er sagen?


15 Jahre nach dem Terroranschlag vom 22. Juli 2011 hat sich Norwegen zwar verändert – die Probleme sind die gleichen geblieben.

hv

Der Faschist Anders Behring Breivik hatte erst acht Menschen im Regierungsviertel in Oslo mit einer Bombe getötet und anschließend bei einem Massaker auf der Insel Utøya im Tryford 69 Teilnehmer eines Sommercamps der sozialistischen Arbeiterjugend (Jugendorganisation der Sozialdemokratie) ermordet. Dass hier die sozialistische Jugend brutalst angegriffen wurde war kein Zufall, es offenbart eine zutiefst verachtungsvolle faschistische Denkweise die gezielt die nach einer sozialistischen Zukunft strebende Jugend treffen soll.

 

In Norwegen ist nach 15 Jahren dieser Massenmord immer noch präsent und für viele noch nicht zu verstehen. Norwegische Zeitungen berichten, dass es heute vielen Norwegerinnen und Norweger sichtlich schwer fällt über diesen grauenvollen Tag und ihre Gefühle zu sprechen. In dem Land mit nur fünf Millionen Einwohnern bleiben die 77 Menschen nicht anonym. Dieser brutale Terroranschlag offenbart die ganze Menschenverachtung der Faschisten. Sie verkörpern die reaktionärste, am meisten terroristische Form der Herrschaft des Finanzkapitals und werden heute angesichts des sich entwickelnden weltweiten Linkstrends und der vorrevolutionären Gärung systematisch aufgebaut, um die schwankende Herrschaft der Monopole im Ernstfall gegen die Massen zu verteidigen.

 

Norwegen ist eines der reichsten Länder der Welt, was zum großen Teil auf ihre riesigen Ölreserven zurück zu führen ist. Zugleich ist auch da die internationale Rechtsentwicklung spürbar und weiter fortgeschritten. Die „Fremskrittpartiet“ (FrP) ist drittstärkste Partei im Parlament und verkörpert vor allem eine aggressive Einwanderungs- und Ausländerpolitik. Sie organisiert regelrecht Hasskampagnen gegen Migranten und besonders Muslime. Genau das ist der Boden für menschenverachtende Verbrechen: Hier war der Faschist Breivik 10 Jahre Mitglied. Diese „Fortschrittspartei“ ist zwar aktuell nicht mehr Regierungspartei, verzeichnete jedoch bei der Parlamentswahl 2025 wieder einigen Zulauf. Die Sozialdemokratische Arbeiterpartei konnte sich knapp durchsetzen. Im Linkstrend konnte die norwegische Linkspartei „Rodt“ in den letzten Jahren viele Mitglieder gewinnen.

 

Die Erinnerung heute an das faschistische Massaker von vor 15 Jahren in Utøya ist eine Verpflichtung, international den Kampf gegen Rechtsentwicklung und Faschismus ernst zu nehmen und über die Quelle des Faschismus im Kapitalismus und Imperialismus weiter aufzuklären, den gemeinsamen Kampf zu organisieren. Die MLPD ist der grundlegenden Überzeugung, dass wenn die Herrschenden ihre Macht nicht mehr mit demokratischen Mitteln aufrecht erhalten kann, sie zum offenen Terror übergehen werden.

 

In den letzten Jahren haben faschistische Attentate auch in Deutschland zugenommen (2016 Berlin, 2018 Halle, 2020 Hanau, 2024 Solingen, Magdeburg, 2025 Mannheim, Magdeburg – um nur einige zu nennen), meist hier oft verbrämt mit islamistisch-faschistischen Motiven, aber keinesfalls immer. Dazu kommen noch Tausende faschistische Übergriffe gegen politische Gegner und Menschen anderer Herkunft, völkisch-nationalistisch und rassistisch motiviert.

 

Eine Schlussfolgerung und Aufgabe im antifaschistischen Kampf ist der Aufbau einer sozialistischen Jugendbewegung. Das am kommenden Wochenende beginnende Sommercamp des Jugendverbands REBELL (25. Juli bis 8. August) im Ferienpark Thüringer Wald verbindet dies mit der notwendigen Erholung und Stärkung der Lebenskräfte, den Zusammenhalt von Mädchen und Jungen, die Verbrüderung unter Nationalitäten, neue Freundschaften schließen - Hier gibt es noch Infos für Kurzentschlossene!


Die österreichische Sektion von Fridays for Future hat eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sie ihre bisherige Haltung zum Völkermord des zionistischen Israel am palästinensischen Volk selbstkritisch unter die Lupe nimmt. Nachahmenswert!



"Als Fridays for Future Österreich haben wir uns in der Vergangenheit gegen die Gewalt im Gazastreifen positioniert und Aktionen in Österreich unterstützt. In wichtigen Momenten waren wir aber oft zu leise. Wir möchten erklären, warum wir so lange geschwiegen haben.


Nach dem schrecklichen Angriff der Hamas am 7.10. 2023 standen wir auf Grund von Antisemitismusvorwürfen unter großem Druck und haben einen damals weit verbreiteten unkritischen Umgang mit dem israelischen Vorgehen mitgetragen. Dafür möchten wir uns ausdrücklich entschuldigen. Umso wichtiger ist es jetzt, unsere Reichweite zu nutzen, um uns zu solidarisieren und Aktionen für Menschlichkeit und Klimagerechtigkeit zu unterstützen.


Die Lage in ganz Westasien - insbesondere in Palästina - ist dramatisch. Selbst während eines vermeintlichen „Waffenstillstands“ greift das israelische Militär den Gazastreifen weiterhin an. Viele Hinweise zeigen, dass Israel Hunger und Durst gezielt einsetzt, und sorgt dafür für unvorstellbares Leid in der Zivilbevölkerung. Initiativen wie die „Global Sumud Flotilla“ werden gewaltsam gestoppt, Aktivistinnen und Aktivisten entführt. Nicht nur in Gaza, auch im Libanon sterben Menschen durch israelisches Militär. Im Westjordanland geht die Gewalt durch israelische Siedler ungebremst weiter.


Wir vertrauen der Einschätzung der großen Mehrheit der Expertinnen, Experten und Menschenrechtsorganisationen, die von einem Genoizid spricht. Fridays for Future Österreich verurteilt jede Art von Gewalt – egal ob Islamfeindlichkeit, Antisemitismus oder jede andere Art von Hass und Diskriminierung. Wir erkennen an, dass gesellschaftliche Ungerechtigkeiten, wie Kolonialismus, Imperialismus, Faschismus und Kapitalisten Ursache für diesen und viele weiteren Konflikte und Kriege auf der Welt sind. Deshalb sprechen wir der Bevölkerung in Gaza, dem Westjordanland, dem Libanon und der jüdischen Bevölkerung auf der ganzen Welt unser tiefes Mitgefühl und unsere Solidarität aus: … Die Kriegsverbrechen durch den Staat Israel und der notwendige Schutz der jüdischen Bevölkerung auf der ganzen Welt dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. …Österreich und die gesamte Europäische Union müssen sich klar gegen den Genoizid in Gaza stellen. … Es braucht eine klare Unterstützung der Menschenrechte und damit eine klare Distanzierung und Beendigung jeglicher Zusammenarbeit mit der israelischen Regierung.


Gleichzeitig muss die Gewalt der Hamas, der Mullahs und ihren Revolutionsgarden sowie allen Organisationen und Institutionen, die aktiv an der steigenden Gewalt auf der Welt mitwirken, aufs Schärfste verurteilt werden. Die rechtsextreme Regierung Israels muss wirksam sanktioniert werden und die Entscheidungstragenden in Europa müssen sich für die Durchsetzung des Völkerrechts einsetzen, statt weiterhin Beziehungen zur israelischen Führung zu unterhalten. Keine Partei in Österreich bezieht klar Stellung zu diesen Brüchen des Völkerrechts oder der Benennung des Genoizids, das Leid jüdischer Menschen wird instrumentalisiert und jede Nennung palästinensischen Leids wird als Gefahr des „Überlebens“ Israel gesehen.


Es ist allerhöchste Zeit, zu handeln. Aus dem unerschütterlichen Glauben daran, dass Frieden möglich ist. Es geht um Menschenleben und Menschenwürde. Niemand darf verhungern, illegal gefangen genommen, gefoltert oder getötet werden. Lasst uns laut dafür sein.“


Die Stellungnahme sollten auch die Teilnehmer von FFF in Deutschland zum Anlass nehmen, sich nicht länger vor der Antisemitiskeule zu ducken – sofern sie es noch tun. Und sich von der noch lähmenden grünen Umklammerung zu befreien. Die MLPD verurteilt ebenso wie die Erklärung die reaktionäre Gewalt von Hamas, Mullahs und ihren Revolutionsgarden. Aber wir lehnen nicht jede Gewalt ab. Wer Kapitalismus, Imperialismus und Faschismus abschaffen will, muss gerechte Befreiungskriege unterstützen. Ereignisse wie in Chile in den 1970igern haben gezeigt, dass die Herrschenden nicht friedlich abgeben. Sie haben den Versuch, den Sozialismus auf friedlichem parlamentarischem Weg zu erreichen, in Strömen von Blut und mit der Errichtung der Pinochet-Diktatur erstickt.


Am Sonntag, den 26. Juli, findet von 11 Uhr bis 17 Uhr in der „Festung Mark“ die Sachsen-Anhalt-Konferenz von Widersetzen statt. 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden erwartet, vor allem aus Sachsen-Anhalt.

Von dw

Es ist wichtig, dass diese Konferenz eine bundesweite Beteiligung hat. Es geht darum, wie eine Regierungsbeteiligung der faschistischen AfD verhindert werden kann, wie wir vor allem die Menschen überzeugen können, die aus „Protest“ der AfD die Stimme geben wollen. Dazu wird es Aktionswochen mit tausenden Haustürgesprächen geben. Die Erfahrungen aus Gießen und Erfurt sind uns wichtig.

 

Das ist eine Frage für alle Antifaschistinnen und Antifaschisten in Deutschland. Wir brauchen eure Unterstützung auf den Straßen und an den Haustüren im ganzen Land. Also ladet dazu ein, in den Gewerkschaften, in fortschrittlichen Organisationen, in eurem persönlichen Umfeld.


Meldet euch an zur Konferenz: widersetzen.com. Wir sehen uns in Magdeburg!


Von überallher bekommen die Verteilerinnen und Verteiler der Kollegenzeitung Vorwärtsgang, die Aktivistinnen und Aktivsten an den Toren von Audi-Neckarsulm sowie Repräsentantinnen der MLPD Solidarität.


Sie wurden von der Polizei übel angegangen, festgenommen und teilweise verletzt. Sie haben sich nicht einschüchtern lassen und verteidigen die Arbeitersolidarität gegen jede Kriminalisierung. Hochachtung und Stolz aus der Arbeiterklasse und der Bevölkerung, auch international, sind die Resonanz. Und das zieht Kreise! Wir veröffentlichen jetzt nicht mehr alle Solidaritätserklärungen einzeln, sondern in diesem Sammelartikel. Er wird fortlaufend ergänzt, neueste oben. Außerdem kürzen wir die einzelnen Beiträge im Interesse der Übersichtlichkeit. 

16. Juli 2026 - MLPD Wiesbaden

Das Audi-Werk in Neckarsulm und andere sollen geschlossen werden. Das ist ein Skandal. Ein noch größerer Skandal ist, dass Kollegen, die sich mit der Belegschaft von Audi und deren Familien solidarisierten vor den Toren des Audi Werkes von der Polizei angegriffen, verhaftet und in Handschellen abgeführt wurden. Alle Ermittlungen gegen die Verteiler müssen sofort eingestellt werden. Das Vorgehen verschärft die Situation und ist Ausdruck davon, dass der VW-Vorstand Angst hat. Die Kollegen könnten sich zusammen schließen und offensiv für ihre Arbeitsplätze kämpfen. Die Ereignisse in Neckarsulm machen uns deutlich, dass wir noch entschlossener für den Erhalt und die Erweiterung unserer demokratischen Rechte und Freiheiten kämpfen müssen und es nicht zulassen können, dass Arbeitersolidarität kriminalisiert wird. Heute ist jeder Schritt im gemeinsamen Kampf wichtig und bedeutsam. Auf unsere Solidarität und Unterstützung könnt ihr euch verlassen.

14. Juli 2026 - See Red Düsseldorf

Liebe Macher:innen und Unterstützer:innen der Zeitung „Vorwärtsgang“ in Neckarsulm, wir senden euch angesichts der Polizeigewalt gegen euch unsere solidarischen Grüße. Es ist kein Zeichen ihrer Stärke, sondern ein Zeichen der Schwäche der Herrschenden, wenn sie solche Angst vor einer Arbeiter:innenzeitung haben. Die Gewalt, die sie gegen euch angewandt haben, ist die gleiche Gewalt, die sie gegen antifaschistische Blockaden, gegen palästinasolidarische Demonstrant:innen oder gegen Klima-Aktivist:innen anwenden. Auch deshalb halten wir die gegenseitige Unterstützung in all diesen Kämpfen und darüber hinaus für unbedingt nötig. Wir wünschen euch viel Kraft für die anstehenden juristischen Auseinandersetzungen – lasst euch nicht unterkriegen! see red! Düsseldorf

13. Juli 2026 - Friedensforum EN - Hagen

Wir, das Friedensforum EN – Hagen, erklären unsere volle Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen bei Audi/Neckarsulm und verurteilen die Kriminalisierung von Arbeitersolidarität aufs Schärfste. Die sofortige Rücknahme der 39 Anzeigen wegen Hausfriedensbruch sowie die Aufarbeitung und Ahndung des unverhältnismäßigen Polizeieinsatzes sind dringend geboten. Insbesondere verurteilen wir, dass der Vertrieb der kollegialen Zeitung „Vorwärtsgang“ sowie das solidarische Engagement von Mitgliedern der MLPD mit polizeilicher Härte unterdrückt wurde. Die Behandlung solidarischer Kolleginnen und Kollegen wie Kriminelle – einschließlich Festnahmen, Handschellen und erkennungsdienstlicher Maßnahmen – sowie die Verletzungen, die dabei entstanden, sind inakzeptabel und erinnern an faschistoide Methoden. Diese dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben! Wir, das Friedensforum, eine Initiative, die überparteilich, multikulturell und religionsoffen ist, setzen uns für Frieden und Solidarität ein. Wir wenden uns entschieden gegen jede Form von Repression und Diskriminierung. Wir stehen solidarisch an der Seite aller Beschäftigten, die sich für ihre Rechte und für eine friedliche, soziale Zukunft einsetzen. Friedensforum EN-Hagen (BSW-EN, Die Linke, DKP, Deutsche Friedensgesellschaft, Linksjugend-Solid)

13. Juli 2026 - Montagsdemo Bochum

Liebe Freunde und Genossen, am 29. Juni 2026 riss ein brutaler Polizeiübergriff euch mitten aus den Gesprächen am Werkstor mit Arbeitern von Audi Neckarsulm. Glückwunsch, dass ihr euch nicht einschüchtern lasst und mutig an die Öffentlichkeit geht. Die Kriminalisierung von Arbeitersolidarität ist ein No Go! Das hat grundsätzliche Bedeutung für die Zukunft. Die Arbeiter brauchen für die weiteren und härter werdenden Kämpfe um ihre Arbeits- und Lebensinteressen viel mehr demokratische Rechte und Freiheiten, insbesondere ein vollständiges und allseitiges gesetzliches Streikrecht. Herzliche Solidarität von der Montagsdemo Bochum, 13. Juli 2026

8. Juli - Bündnis gegen Faschismus und Krieg Rüsselsheim

Wie mit den Verteilern der Kollegenzeitung „Vorwärtsgang" umgegangen wurde, die am Montag, dem 29. Juni in Neckarsulm brutal von der Polizei verhaftet worden sind, ist nicht hinzunehmen. Unser Bündnis lebt von der Aktivität und Zusammenarbeit von den verschiedensten Kräften, MigrantInnen, Frauen, Jugendlichen und kämpferischen Opel-Arbeitern. Dass Arbeitersolidarität mit faschistischen Methoden unterdrückt und kriminalisiert werden soll, dürfen wir nicht durchgehen lassen! Wir fordern zusammen mit euch, dass alle Anzeigen gegen die Verteiler und MLPD-Repräsentantinnen sofort fallengelassen werden!

7. Juli - Kollegen der Montage der Zeiss GmbH

Kollegen der Montage der Zeiss GmbH schickten an die VW- und Audi-Kolleginnen und -Kollegen ein Foto, auf dem sie vor einem Schriftbanner mit erhobenen Fäusten stehen und auf dem steht: "Kollegen der Montage der Zeiss GmbH solidarisch mit der Belegschaft bei VW und Audi! Wir wünschen maximalen Erfolg beim Streik. Wir sind solidarisch mit den Opfern von Polizeigewalt vor Audi.

7. Juli - Afrikakoordinatorinnen der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen

Liebe Kameradinnen von COURAGE und der MLPD! Die schmerzlichen Situationen, die durch die Arbeitsplatzvernichtung im Zuge der Schließung von vier Produktionswerken des VW-Konzerns und die Pläne von Mercedes ohne Lohnausgleich entstanden sind, sowie die jüngste schmerzliche Situation durch die Verhaftungen unserer tapferen Genossinnen und Genossen der MLPD machen uns perplex und fordern uns heraus, all diesen Genossinnen und Genossen, ihren Angehörigen sowie den Sympathisanten unsere unerschütterliche Unterstützung zu bekunden. Die Ungerechtigkeit nimmt rasant zu, doch wir dürfen im Kampf für unsere Rechte nicht aufgeben! Viel Erfolg für diesen Streiktag, der natürlich eines der Mittel ist, mit denen sich die Arbeiterinnen und Arbeiter Gehör verschaffen können! Kraft für alle in der internationalen Solidarität!

7. Juli - (im Auftrag) Frank Oettler, ver.di-Vertrauensperson und Sprecher der MLPD Halle

Solidarische Grüße an unsere von Polizeigewalt vor den Audi-Autowerk in Neckarsulm betroffenen Mitstreiterinnen und Mitstreitern ... aus Halle an der Saale. Wir haben am Montag Abend bei den Kolleginnen und Kollegen des 5000 Arbeiter und Angestellten beschäftigten Logistikers DHL Hub in Schkeuditz die  MLPD-Erklärung "Die Arbeiteroffensive wird geboren - Ab 8. Juli Mitbestimmung durch Streik! Kampf der Kriminalisierung der Arbeitersolidarität!" verteilt. Das Interesse war viel größer als bisher ... Wenn die Kapitalisten glauben, sie könnten uns einschüchtern, irren sie. Euer mutiges und standhaftes Verhalten ist uns Vorbild und Ansporn. Das Vorgehen der Audi-Geschäftsleitung und der Polizei führt immer mehr Kolleginnen und Kollegen die Lebenslüge von freiheitlich-demokratischer Grundordnung real vor Augen, zeigt auf, dass die Audi-Geschäftsleitung Teil der herrschenden Klasse in Deutschland und der Polizeiapparat Teil ihres Machtinstruments ist. Jedoch halten wir zusammen, wir Arbeiter, Angestellte, die Jugend, die einfachen Leute, sind wir stärker. Das haben wir erst am Sonntag in Erfurt anschaulich und spürbar für alle erleben können. Solidarität hilft siegen! Eine(r) für Alle! Alle für Eine(n)! Und der Sieg wird unser sein!

6. Juli - Bundesweite Montagsdemo

Bis zu 100.000 der weltweit rund 650.000 Arbeitsplätze bei VW stehen auf der Abschussliste. Nach dem VW-Tarifabschluss vom 20.12.24 waren betriebsbedingte Kündigungen bis 2030 ausgeschlossen! Allein in Deutschland sind die Werke in Emden, Zwickau, Hannover (Nutzfahrzeuge) und vor allem Audi Neckarsulm von der Schließung bedroht! Davon wären nicht nur die Beschäftigten dieser Werke betroffen, sondern auch die zahlreichen Zulieferbetriebe, Familien und auch die entsprechenden Kommunen (Steuerausfälle) und auch viele Kleinunternehmer bis hin zum Bäcker. Die Belegschaften werden nicht einbezogen, da sie nicht zu den „zuständigen Gremien" gehören! So viel zur Mitbestimmung, die der Kapitalismus für die Belegschaften vorsieht. Audi Neckarsulm holte am 29./30. Juni die Polizei, um rechtswidrig und äußerst brutal gegen Verteiler von Flugblättern vorzugehen. Wir protestieren aufs Schärfste gegen diese Kriminalisierung und Unterdrückung. Die Konzerne dürfen hunderttausende Arbeitsplätze vernichten und Verteiler von Zeitungen und Flugblätter, die das aufdecken und den gemeinsamen Kampf der Arbeiter unterstützen, werden abgeführt und körperlich vorgegangen. Die Verantwortlichen für diesen brutalen Polizeieinsatz müssen zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden.

6. Juli - Krefelder Montagsdemo

Liebe Kolleginnen und Kollegen der VW- und Audi-Standorte, wir Teilnehmer der monatlichen Montagsdemo in Krefeld erklären uns solidarisch mit euch, euren Familien und den Verteilern eurer Kollegenzeitung. Die bundesweite Montagsdemonstrationsbewegung hat sich seinerzeit gegen die Agenda 2010 der damaligen Schröder/Fischer-Regierung gegründet. Seitdem sind wir aktiv gegen Sozialabbau, Umweltzerstörung und Weltkriegsvorbereitung. Der VW-Vorstand hat euch dreist belogen, heimlich die Schließung eurer Werke beschlossen. Nun beißen sie um sich, wollen einschüchtern. Der Gedanke: Mitbestimmung durch Streik trifft genau ins Schwarze! Es geht um die Zukunft ganzer Regionen, das geht uns alle an. VW ist das allerdings egal, denen geht es nur darum, den größtmöglichen Profit zu machen. Dieses kapitalistische System bietet uns nichts mehr, es hat keine Zukunft! Nehmen wir die Sache in die eigene Hand und beraten u.a., wie eine lebenswerte Zukunft für uns alle aussehen kann.

6. Juli - Montagsdemo Duisburg

Lieber Verteiler und MLPD-Mitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen bei Audi Neckarsulm, die Montagsdemo Duisburg hat heute erfahren, wie Audi mit der dem Widerstand und der Arbeitersolidarität gegen die geplante Vernichtung zig Tausender Arbeitsplätze umgeht: Leute verhaftet, Stunden und wiederholt traktiert und die Wahrnehmung der Informations- und Meinunsgfreiheit mit Füßen tritt. Volle Solidarität von uns! Damit werden sie nicht durchkommen! Das sehen wir als gemeinsame Aufgabe. Wir sagen: Arbeiter in die Offensive! Ab 8. Juli - Mitbestimmung durch Streik! Gemeinsam sind wir stark! Eure Montagsdemo Duisburg - am 06.07.2026 einstimmig beschlossen

6. Juli - Montagsdemo Essen

Wir verurteilen auf das Schärfste die Polizeigewalt und Repressionen gegen Euch. Ihr habt unsere volle Solidarität! Dieser Versuch der Kriminalisierung der Arbeitersolidarität zeigt, in welcher Defensive die vermeintlich starken Herren von Audi, VW und Co. stecken. Sie fürchten nichts so sehr, als dass die Arbeiter sich als Klasse ihrer Kraft bewusst werden, und entschieden mit Streiks um ihre Arbeits- und Ausbildungsplätze kämpfen. Und darüber hinaus gegen den ganzen Generalangriff von Monopolen und Staat auf unsere erkämpften Rechte und Sozialraub, gegen Umstellung auf Kriegswirtschaft und die akute Gefahr des Faschismus. Wir sind stolz auf Eure Standfestigkeit, weiterhin den Kolleginnen und Kollegen im Betrieb den Rücken zu stärken, und dabei Eure Erfahrungen in Arbeiterkämpfen einzubringen. Es ist für uns alle die Zeit, in die Offensive zu gehen. ... 

Wir stehen an Eurer Seite und der Belegschaften von Audi, VW und Mercedes, die hier mit Vorkämpfer sind. Kampf und Streik um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz ist das Gebot der Stunde. Wir Montagsdemonstranten werden weiter konsequent den Kampf gegen Massenarbeitslosigkeit und Armut führen. Wir fordern ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht. Wir werden auch den Kampf um unsere demokratischen Rechte und Freiheiten und gegen weitere Faschisierung auch des Staatsapparates verstärken.

6. Juli - Montagsdemo Eisenach

Es ist ein Skandal, dass das Audi-Werk in Neckarsulm geschlossen werden soll. Ein noch größerer Skandal ist, dass Kollegen, die sich mit der Belegschaft von Audi und deren Familien solidarisierten vor den Toren des Audi Werkes brutal von der Polizei angegriffen, verhaftet und in Handschellen abgeführt wurden.
Unsere Montagsdemonstranten standen am 06.07.26 noch ganz unter dem Eindruck des Widerstandes gegen den AfD- Parteitag am 04.07.26 in Erfurt, der ein voller Erfolg war. Die Ereignisse in Neckarsulm machten uns deutlich, dass wir noch entschlossener gegen die akute faschistische Gefahr, für den Erhalt und die Erweiterung unserer demokratischen Rechte und Freiheiten kämpfen müssen und es nicht zulassen können, dass Arbeitersolidarität kriminalisiert wird.

6. Juli - Montagsdemo Hamburg

Die Montagsdemo Hamburg hat große Erwartungen und Hoffnungen in eine Offensive der Arbeiter gegen verschärfte Ausbeutung, aktuell v. a. durch VW, Mercedes und die Merz-Klingbeil-Regierung, verbunden mit der Kriegsvorbereitung, dem Anheizen der Umweltkatastrophe und einer akuten faschistischen Gefahr. Wir rufen auf, auch in unseren Reihen, selbst aktiv zu werden zur Verwirklichung der Losung: Ab 8. Juli: Mitbestimmung durch Streik! Wir verurteilen die beiden brutalen und rechtswidrigen Polizeieinsätze gegen die dafür notwendige Organisierung der Arbeitersolidarität durch Verteiler der Kollegenzeitung und Verkäufer des Rote Fahne Magazins in Neckarsulm. Wir haben große Achtung vor Eurem unerschütterlichen Einsatz und wünschen Euch alles Gute für die Überwindung der Misshandlungen! Die Verteidigung unserer demokratischen Rechte und der Kampf um ihre Erweiterung fallen unter den breiten Massen auf fruchtbaren Boden und verstärken die Anziehungskraft der Arbeiterklasse. Wir haben auf unserer Kundgebung am 6. Juli einstimmig beschlossen, 50 Euro aus unserer Montagsdemo-Spendenkasse an den Rechtshilfefonds zu spenden für die Klage gegen die Verantwortlichen des Polizeieinsatzes. Rechtshilfefonds der MLPD – gegen Kriminalisierung der Arbeitersolidarität, IBAN DE 76 4306 0967 4053 3530 00

6. Juli - Montagsdemo Sindelfingen

Mit Empörung haben wir von den brutalen Polizeieinsätzen gegen euch erfahren, die euch daran hinderten oder hindern sollten, die Kolleginnen und Kollegen bei Audi Neckarsulm über die Pläne des Vorstands, das Werk zu schließen, zu informieren. Der "Vorwärtsgang", verteilt vor allen VW-Betrieben in Deutschland, ist ein sehr gutes Mittel, die Arbeitersolidarität herzustellen und die Vorbereitung eines gemeinsamen Kampfes zu unterstützen. Warum will die Audi-Geschäftsleitung das verhindern? Sie hat Angst davor, dass die Kollegen sich gegen ihren Generalangriff mit Werksschließung in Neckarsulm wehren und dass das Schule macht. Werkschließung, das würde bedeuten, 15 000 Kolleginnen und Kollegen auf einen Schlag arbeitslos. Weiter wären Zigtausende aus der Zulieferindustrie und dem ganzen Umfeld vom Bäcker bis zum Metzger betroffen. Das alles wollte Audi erst mal geheim halten, um zu verhindern, dass sich die Leute dagegen wehren. Da war es genau richtig, dass der "Vorwärtsgang" das aufgedeckt hat. Wir lassen uns die Arbeitersolidarität nicht verbieten! Wir beglückwünschen euch dazu, dass ihr euch nicht habt einschüchtern lassen! 

4. Juli 2026, Protestveranstaltung in Karlsruhe

Liebe Kolleginnen und Kollegen bei Audi in Neckarsulm, liebe Angehörige, liebe Unterstützer, mit Empörung haben wir von den Plänen des VW-Vorstandes zur Schließung eures und weiterer Automobilstandorte erfahren. Dieser Angriff muss entschieden zurückgeschlagen werden, dazu müsst ihr eure gesamte Kampfkraft organisiert in Stellung bringen.
Dass dies nicht einfach wird, haben bereits die z.T. brutalen Maßnahmen gegen die Verteiler des „Vorwärtsgang“ und gegen Mitglieder der MLPD erkennen lassen, die wir ebenfalls auf das schärfste verurteilen. Lasst euch nicht von eurem berechtigten Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz abhalten. Es geht um eure Zukunft, die eurer Jugend und der ganzen Region. Ihr könnt euch unserer Solidarität in Wort und Tat sicher sein. Ab 8. Juli: Mitbestimmung durch Streik! Kämpferische solidarische Grüße

4. Juli - Bundesvorstand des Frauenverbands Courage

Der Bundesvorstand des überparteilichen Frauenverbands Courage hat mit Entsetzen und Wut von den brutalen Polizeiübergriffen auf die Verteilerinnen und Verteiler des Vorwärtsgang erfahren. Wir sprechen ihnen unsere ganze Solidarität aus. Aber da sieht man mal, wovor VW/Audi Angst haben. Vor einem "kleinen" Flugblatt, was bisher immer den Kern getroffen hat. Lasst Euch nicht unterkriegen! Die Kollegen brauchen eure Unterstützung weiterhin.

3. Juli - Öffentliche Studiengruppe der MLPD Esslingen

Wir verurteilen zutiefst das brutale undemokratische und illegale Vorgehen der Polizei gegen die Verteilerinnen und Verteiler der Kollegenzeitung „Vorwärtsgang“ in Neckarsulm. Wir sind empört, dass der Konzern die Polizei ruft, weil er den Widerstand der Kollegen gegen Entlassungen und Werksschließungen fürchtet. Das ist kein Zeichen von Stärke. Dass die Polizei die Verteiler zu Boden wirft, eine über 70-jährige über den Boden schleift, dass die Verteiler mit Handfesseln abgeführt werden, das ist ein eklatanter Bruch der Meinungsfreiheit, Artikel 5 Grundgesetz. Dies kann von keinem Demokraten hingenommen werden. Wir unterstützen voll den Widerstand der Kollegen gegen Entlassungen und Werkschließungen bei VW, Mercedes, ebenso wie bei Festo in Esslingen und wir sind solidarisch mit eurem notwendigen Kampf um demokratische Rechte und Freiheiten. Der ganze Vorgang zeigt, dass der Kampf weiter gehen muss hin zu einer Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Für uns ist das der echte Sozialismus.

3. Juli - Delegierter der IG-Metall-Vertreterversammlung Stuttgart

Wer die Sache der Arbeiterbewegung und der Automobiler hochhält und unterstützt, ist ein wahrer Freund der einfachen Menschen. Der polizeiliche Übergriff gegen Flugblattverteiler der MLPD ist staatliche Unterdrückung gegen alle Kolleginnen und Kollegen. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden und gehören bestraft. Politisch verantwortlich ist Innenminister Dobrindt, der eine neue Gestapo 2.0. aufbaut. Auch bei der heutigen Kundgebung bei Mercedes Untertürkheim wurde gegen Mitglieder der DKP beim Flugblattverteilen die Polizei eingesetzt. Werkschutz mit Polizei erteilten Platzverweis. Nach Einschreiten der IG Metall und des Betriebsrat wurde dies rückgängig gemacht. Wie haben die Konzernbosse Angst, damit sie so den Staatsapparat gegen uns einsetzen. Die Faschisierung ist eine gefährliche Entwicklung, welche wir alle gemeinsam zurückweisen müssen. Unsere Offensive der Automobiler wird stärker sein als Repressalien. 

3. Juli - Kommunalbündnis "Frankfurt Sozial!"

Wir sind empört und wütend, dass ihr gewaltsam durch die Polizei mit festgebundenen Händen hinter dem Rücken abgeführt wurdet, als ihr die Kollegenzeitung vor dem Fabrik-Tor von Audi verteilt habt. Auch wurde die 72-jährige Doris Kachel, Frau eines ehemaligen Audi-Arbeiters, von der Polizei über den Boden geschleift. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Arbeiter*innen sich gegen die drohende Vernichtung von 100.000 Arbeitsplätzen durch den VW-Konzern und gegen Werkschließungen, wie das Audi-Werk Neckarsulm, mit dem Verteilen von Kollegenzeitungen zur Wehr setzen. Genauso wie die jetzt gewaltsam unterdrückten Kollege*innen, namentlich auch Doris Kachel und Lisa Gärtner, gegenüber uns solidarisch waren und uns tatkräftig bei unsere Wahlkampagne durch Plakatieren unterstützt haben, genauso erklären wir unsere volle Solidarität und Unterstützung mit ihnen. Ein gewaltsames Vorgehen der Polizei gegen Personen zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit, offensichtlich im Auftrag von Audi, ist ein Skandal. Wir dürfen nicht dabei zu sehen, wie immer mehr demokratische Menschen in Deutschland durch die Polizei und den Staatsapparat drangsaliert werden. Das ist kein Einzelfall und wir müssen gemeinsam gegen diese Entwicklung kämpfen. Diese Angriffe auf demokratische Rechte und Freiheiten dürfen nicht durchkommen. Gemeinsam sind wir stark!

3. Juli - Café Militant Paris

Chers camerades en Allemagne! (...) Die revolutionäre Arbeiterpartei MLPD ist besonders im Visier. Sie ist bekannt für ihre konsequente Verteidigung der Arbeiterinteressen. Diese brutale Repression offenbart einmal mehr die Diktatur der kapitalistischen Monopole. Der Staat führt deren Befehle unterwürfig aus. In Frankreich wollen die Bosse von Stellantis das Automobilwerk in Poissy bei Paris schließen. Wir werden nicht zulassen, dass all diese Pläne zur unerträglichen Verschärfung der Ausbeutung durchkommen! Es sind die Chefs von VW, Mercedes und Stellantis usw., die kriminell sind, die Fabriken schließen und die Arbeiter in Prekarität und Arbeitslosigkeit stürzen wollen. Genossen und Kollegen bei VW, Genossen der MLPD, wir stehen auf eurer Seite! Wir werden euren Kampf und den Versuch, ihn zu unterdrücken, so breit wie möglich bekannt machen. Verteidigen wir unsere Rechte und demokratischen Freiheiten! Kämpfen wir für jeden Arbeitsplatz! Der Kampf der Automobilarbeiter ist der Kampf der Arbeiter weltweit! Internationale Arbeitereinheit ! Unité ouvrière internationale! Resolution bei der Gesprächsrunde („Café militant“) von UPML und Einheitsfront/Paris am Freitag, dem 3. Juli 2026 verabschiedet.

1. Juli - Kumpel für AUF Stadtgruppe Gelsenkirchen

Liebe Kolleginnen und Kollegen, was muss Audi für eine Panik haben! Wenn sie so rabiat und gegen jedes demokratische Recht egen euch vorgehen, zeigt das nur Eines: Ihr müsst Recht haben! Es hat uns wirklich empört, dass sie dabei sogar eine über 70-jährige Frau verletzt haben! Großen Respekt, dass sie am nächsten Tag schon wieder gemeinsam mit euch aktiv geworden ist! Sie wollen nicht, dass die »Mitbestimmung durch Streik« ab dem 8.Juli 2026 um sich greift. Umso mehr versprechen wir euch: Wir werden das unter den Bergarbeitern in Gelsenkirchen publik machen und selber dafür eintreten, dass die »Mitbestimmung durch Streik« Schule macht! Die Bergarbeiter und ehemaligen Kumpel wissen und haben es u.a beim großen Bergarbeiterstreik 1997 hunderttausendfach erlebt: Wenn wir zusammenhalten und zusammen kämpfen, können wir die Pläne der Monopole durchkreuzen! Volle Solidarität! Das muss ein Nachspiel haben! 

1. Juli - Kumpel für AUF, i.A. Sprecher Christian Link

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, es ist schon bezeichnend für den Kapitalismus, wie er seine demokratische Maskerade immer mehr fallen lässt, um seine Profitinteressen durchzusetzen. Dahinter erscheint die wahre Fratze der Diktatur der Monopole. Da wird einfach kurzerhand das Recht auf Meinungsfreiheit mit Hilfe der Polizei unterbunden. Da werden Verteiler der Kollegenzeitung „Vorwärtsgang“ und Vertreterinnen der MLPD im Auftrag der Audi/VW-Werksleitung wie Schwerverbrecher behandelt, weil sie den entschlossenen Kampf der Kolleginnen und Kollegen gegen die geplante Werkschließung unterstützen. Wir können uns nicht daran erinnern, dass ein Winterkorn im Zusammenhang mit der Abgasmanipulation damals in Handschellen über die Straße gezogen wurde, wie es jetzt mit einer 72-jährigen Verteilerin geschehen ist. ... 1997 haben wir Bergleute schon einmal Regierungs- und EU-Pläne zu Fall gebracht, den Steinkohlebergbau stillzulegen und 70.000 Arbeitsplätze zu vernichten. Indem wir mit allen Mitteln für unsere Zukunft und die unserer Jugend und die Arbeitsplätze kämpften. 7 Tage Streik, Besetzung der Parteizentralen in der damaligen Hauptstadt Bonn, teilweise Ignorierung der Bannmeile, Autobahnblockaden, Sperrung von Wasserstraßen und eines Flughafen und viele andere wirksame Aktionen. Die Bevölkerung an Ruhr und Saar stand wie eine Eins hinter uns, denn es ging um die ganze Region.

 

Glück Auf
Kumpel für Auf
Christian Link, öffentlicher Sprecher

 

1. Juli - Team IG Metall bei Infineon Dresden

... Offenbar nutzen große Industriekonzerne - allen voran der weltweit führende Autokonzern VW - die aktuelle politische Situation, um längst vorbereitete Angriffe auf unsere über Generationen erkämpften Arbeiter- und Gewerkschaftsrechte voranzutreiben. Die angekündigten Massenentlassungen und Werksschließungen sind Ausdruck dieser Strategie. ... Der notwendige Widerstand gegen diese Konzernpolitik darf nicht isoliert geführt werden. Es braucht einen gewerkschaftsübergreifenden, konzernweiten und internationalen Kampf, getragen von Protest und aktiver Gegenwehr. Denn: Was wären die Folgen für uns alle - für Arbeiter, Angestellte, Auszubildende und kommende Generationen - wenn diese Angriffe erfolgreich wären? Weitere Abwärtsspiralen, Lohndruck, Unsicherheiten und der Abbau von Rechten in allen Branchen. Darum sagen wir unmissverständlich: Das ist nicht nur euer Kampf - es ist unser gemeinsamer Kampf. ... Unsere gemeinsamen Forderungen: voller Einsatz der Kampfkraft der IG Metall gegen diese Angriffe; Verteidigung unserer Tarifrechte und konsequenter Widerstand gegen jeden Tarifbruch; Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz!

30. Juni - Aktivenkreis der IG Metall bei Tesla

... der Aktivenkreis der IG Metall bei Tesla spricht euch seine volle Solidarität in eurem Kampf gegen den drohenden Abbau von bis zu 100.000 Arbeitsplätzen und gegen die drohende Schließung von vier Werken aus. Wir haben erfahren, dass es bei euch gerade heiße Diskussionen darüber gibt, wie ihr diesem Angriff der Geschäftsleitung entgegentreten wollt. Wir wollen euch ermutigen, eure ganze Kampfkraft in die Waagschale zu werfen. ... Bei Tesla hat die Geschäftsleitung gerade verkündet, dass wir bald 50 Prozent mehr Autos bauen sollen, während die Belegschaft nur um 20 Prozent wächst. Dafür soll die Taktzeit massiv gesenkt werden. ... Unser Werksleiter André Thierig tritt offen gewerkschaftsfeindlich auf und wird nicht müde zu behaupten, dass bei VW trotz — oder vielmehr wegen — der starken IG Metall zehntausende Arbeitsplätze abgebaut würden. Damit will er unserer noch jungen und unerfahrenen Belegschaft „beweisen“, dass Gewerkschaften den Kolleginnen und Kollegen nichts bringen.
Also: Beweist ihm und euch selbst, dass eine organisierte Belegschaft in der Lage ist, solche Angriffe auf unsere Zukunft abzuwehren. Wie ihr mit diesem Angriff umgeht, wird eine große Ausstrahlung auf unsere Kolleginnen und Kollegen bei Tesla haben. Auch bei uns wächst immer mehr die Einsicht, dass die Geschäftsleitung nur eine Sprache versteht: Streik! Dann wird sich zeigen, dass wir kein Kostenfaktor sind, sondern diejenigen, die die Werte schaffen.

29. Juni - Vertrauenskörperleitung Thyssen Krupp Steel Europe Dortmund

... Das ist ein Generalangriff auf die gesamte Belegschaft und eine Reaktion auf den Rückfall des Konzerns im internationalen Konkurrenzkampf ... Hier hängen an jedem vernichteten Arbeitsplatz Existenzen, weitere Arbeitsplätze aus der Zulieferindustrie wie der Stahlindustrie, dem Bäcker um die Ecke, dem Friseur usw. und die Zukunft der Jugend.

Das ist eine Kampfansage an alle Belegschaften konzern- und branchenübergreifend

Das ist eine neue Qualität der Angriffe der Konzernvorstände und sie betreffen letztendlich alle Arbeiterinnen und Arbeiter, Angestellte, unsere Familien und die Lebensverhältnisse ganzer Regionen. Angriffe auf Arbeiterrechte und hart erkämpfte Errungenschaften, wie die Abschaffung des 8 Stunden Tags, den 1. Mai als Feiertag oder die Pläne zur Rentenreform mit dem Einstieg ab 70 Jahren sind nur Schlaglichter der aktuellen Sauereien. Das lassen wir uns nicht gefallen! Schließlich sind wir es, die hier die Werte schaffen! ... Ihr habt bereits 2024 den Kampf gegen die Arbeitsplatzvernichtung aufgenommen, was jetzt konsequent fortgesetzt werden muss. Und dabei könnt ihr euch unserer Solidarität und Unterstützung sicher sein.

Das muss offensiv beantwortet werden! Gemeinsam sind wir stark!