Alle Nachrichten von heute

Israel und die USA setzen ihre Luftangriffe auf den Iran unvermindert fort. Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei und weiteren Angehörigen der iranischen Regierung ist jetzt auch Irans Ex-Präsident Mahmud Ahmadinedschad zu Tode gekommen.



Eine in die Millionen gehende Bewegung formierte sich in den letzten Wochen und Monaten gegen Faschismus und Krieg. In diese große Bewegung reihen sich jetzt nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran eine ganze Reihe von Antikriegsprotesten. Am Sonntag versammelten sich in Athen Demonstranten vor der US-Botschaft, um gegen die Angriffe der USA und Israels zu protestieren. Die Demonstranten hielten ein Banner mit der Aufschrift: „Griechenland raus aus dem Gemetzel“ hoch. Außerdem skandierten sie Slogans wie: „Das Volk wird einen Ausweg aus dem Krieg finden, der Imperialismus ist nicht unbesiegbar“. An der Protestaktion nahmen verschiedene Verbände und Organisationen teil, und es waren auch Menschen mit palästinensischen und iranischen Flaggen dabei. Am Samstag versammelten sich auch in London Menschen, um gegen die Maßnahmen der USA und Israels zu protestieren. Während der von der Gruppe „Campaign for Nuclear Disarmament“ unterstützten Protestaktion skandierten die Menschen Slogans wie „Hände weg vom Iran!“ und „Nie wieder Krieg!“.

 

In mindestens 60 US Städten gab es am Samstag schon um die Mittagszeit Protestaktionen, in größeren Städten wie New York auch recht große Demonstrationen. Organisiert wurde das sehr schnell und von unten, von linken „grassroot-Organisationen“ (Inkl. ANSWER Coalition, National Iranian American Council, 50501, American Muslims for Palestine, the People’s Forum, Palestinian Youth Movement, CodePink, Black Alliance for Peace and the Democratic Socialists of America) als „Notfallprotest“. Hauptforderungen waren „Hände weg vom Iran“ und „Stoppt den Krieg“, auf vielen Schildern wurde aber auch der US Imperialismus insgesamt angegriffen, die Angreifer USA und Israel und Trump ganz direkt. Vielfach wurde die Verbindung gezogen zur Solidarität mit Palästina. Es gibt auch Parolen wie „Geld für Arbeit und Bildung, nicht für den Krieg“.

 

Etliche Exil-Iraner beteiligen sich mit gemischten Gefühlen, auch in Deutschland bei Demonstrationen und "Freudenfeiern", wie sie in bürgerlichen Medien bezeichnet werden. Freude über den Tod der verhassten faschistischen Führer, aber mit ungebrochenem Friedenswillen, der in den iranischen Massen tief verankert ist. Solche Kundgebungen fanden in Dublin, Los Angeles, Madrid, Toronto und der Schweiz statt. Hier zeigt sich vor allem die Freude darüber, dass das brutale Regime angegriffen und führende faschistische Köpfe getötet wurden. „Wir werden keine Demokratie für die iranischen Massen sehen, die durch Militäraktionen der USA hervorgebracht werden. United-Front-Mitgliedsorganisationen UFCLP (United Front Committee for a Labor Party) hatte genau für den 28.2. einen Aktionstag in mehreren Städten gegen den Krieg in der Ukraine und die US-amerikanischen und israelischen Attacken auf den Iran und den Mittleren Osten geplant. Auch in der Schweiz, der Türkei, in Pakistan und Bagdad gab es Proteste gegen den Krieg. In London gab es eine Demo gegen den Angriff mit tausenden Teilnehmern und eine dafür mit mehreren Hundert Teilnehmern (mit iranischen und einigen US-Flaggen).

 

Auch in Deutschland fanden in vielen Großstädten Demonstrationen und Kundgebungen statt - gegen den Überfall auf den Iran, gegen das faschistische iranische Regime und aus Freude über den faschistischer Köpfe an der Spitze des iranischen Regimes.

 

Unverfroren töten israelische und US-Militärs führende Köpfe des neuimperialistischen Iran und verschärfen damit. den Flächenbrand im Nahen Osten weiter. Laut einem Bericht der «New York Times» spielte der US-Auslandsgeheimdienst CIA eine wichtige Rolle bei der Tötung von Irans relgiösem Führer. Die US-Zeitung berichtet, die CIA habe Chamenei über Monate verfolgt und Kenntnisse über seine Aufenthaltsorte und Gewohnheiten erlangt. Die CIA soll erfahren haben, dass am Samstagmorgen in einem Gebäudekomplex im Herzen Teherans ein Treffen hochrangiger iranischer Offizieller stattfinden sollte und sich Chamenei dort aufhalten würde. Das deckt sich mit Berichten der israelischen Zeitung Haaretz, dass Israels angeblicher "Präventivschlag" von langer Hand vorbereitet gewesen ist. Aus China und Russland wird Kritik an der Tötung hochrangiger iranischer Politiker und Militärs laut; über ihre "Beistandspflicht" gegenüber dem Iran schweigen sie sich bisher aus. Bundeskanzler Friedrich Merz verliert weiterhin kein Wort der Kritik an Israel und den USA. In bürgerlichen Medien regt sich aber allmählich zunehmend Kritik: Der Angriff auf den Iran durch die USA und Israel sei eindeutig völkerrechtswidrig.

 

Die israelische Armee ließ verlautbaren, ihre Angriffe seien "extrem präzise". Von einem Angriff auf eine iranische Grundschule, bei der 100 Menschen ums Leben kamen, will Israel nichts gewusst haben. Einwohner von Teheran berichteten, der heutige israelische Luftschlag habe sich auf das Stadtzentrum gerichtet, wo Zehntausende unterwegs sind. Der Krieg des Hauptkriegstreibers der Welt und des Hauptaggressors in der Region wird auf dem Rücken der Bevölkerung des Iran ausgetragen. Insgesamt gab es nach einer Meldung der Kommunistischen Partei des Iran mindestens 200 Todesopfer und 700 Verletzte. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu gießt weiter Öl ins Feuer des Flächenbrands. Er ruft die Bevölkerung in Iran in einer auf Farsi verbreiteten Videobotschaft zum Sturz der politischen Führung in Teheran auf: "Bürger des Irans, lasst euch diese Gelegenheit nicht entgehen», sagte er. Welch traurigen Mut hat dieser Mann! Ein Ministerpräsident, gegen den Hunderttausende im eigenen Land monatelang demonstrierten! Ein Staatsoberhaupt, der ein ganzes Volk im Gaza terrorisiert, vertrieben und ermordert hat!

 

In einer aktuellen Erklärung vom 28. Februar schreibt die Kommunistische Partei des Iran: "Auch unter den gegenwärtigen Bedingungen trägt dieser reaktionäre Krieg in keiner Weise zur Stärkung sozialer und protestierender Bewegungen bei; vielmehr drängt er sie an den Rand. Jeder Krieg – selbst wenn er als „präzise“, „intelligent“ oder gar „humanitär“ bezeichnet wird – bringt Tod, Zerstörung und Vertreibung mit sich. Unter Kriegsbedingungen rücken Sicherheit und das nackte Überleben der Menschen in den Vordergrund, während soziale Proteste zurückgedrängt werden. Die Prioritäten sozialer Aktivistinnen und Aktivisten verschieben sich zwangsläufig hin zur Minderung der unmittelbaren Auswirkungen des Krieges auf Arbeit, Leben und Sicherheit der Bevölkerung. Sozialistische, radikale und fortschrittliche Kräfte der Arbeiterbewegung sowie andere soziale Bewegungen – insbesondere Studierende und Jugendliche in den Stadtvierteln – müssen daher einerseits ein entschiedenes Nein zu diesem kapitalistischen und
reaktionären Krieg formulieren und andererseits die Einheit und Solidarität der Bevölkerung stärken. Durch die Organisierung von Hilfs- und Solidaritätskomitees gilt es, die Leiden des Krieges für die Menschen so weit wie möglich zu begrenzen."

 

Bereits unmittelbar nach dem amerikanisch-israelischen Überfall haben die Revolutionsgarden des Iran Rache geschworen und erklärt, dass sie hierbei keine "roten Linien" kennen. „In Kürze werden die größten militärischen Einsätze in der Geschichte der iranischen Streitkräfte gegen Israel und US-Stützpunkte in der Region beginnen“, heißt es in einer Presseerklärung von gestern Abend. Bisher seien 27 US-Militärstützpunkte in verschiedenen Ländern und Armeeanlagen in Israel getroffen worden. Bei den Angriffen des Iran in sieben anderen Ländern wurden keineswegs nur militärische Ziele anvisiert, sondern auch Wohngebiete und zivile Infrastruktur. Trump wäre nicht Trump, wenn er die Drohungen nicht unverhohlen doppelt und dreifach zurückgäbe. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump, Teheran habe Vergeltung angekündigt und drohte: "Sie sollten das aber besser nicht tun, denn wenn sie es tun, werden wir sie mit einer noch nie dagewesenen Gewalt zurückschlagen!" Die Weltkriegsgefahr verschärft sich weiter massiv! Auch die Sperrung der Straße von Hormus, der für die Weltwirtschaft zentralen Schifffahrtsroute verschärft die zwischenimperialistischen Widersprüche enorm. 

 

Nach iranischen Angriffen auf saudi-arabisches Territorium hat Riad den Botschafter des Iran einbestellt. Hintergrund seien "eklatante iranische Angriffe", die sich gegen das Königreich sowie andere "Bruderstaaten" gerichtet hätten, teilte das saudische Außenministerium mit. Saudiarabien werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, "um seine Sicherheit zu verteidigen und sein Staatsgebiet zu schützen". Damit wird eine weitere Kriegsdrohung durch ein neuimperialistisches Land in den Ring geworfen und macht die Lage noch gefährlicher. Der saudische Fernsehsender Al-Arabija berichtete darüber hinaus, dass die Außenminister der Golfstaaten am Abend zu einem "Notfalltreffen" per Videokonferenz zusammenkommen wollten, um über die Lage zu beraten.

 

Die Friedenskämpferinnen und -Friedenskämpfer in aller Welt beraten hingegen, wie sie die weltweite Einheitsfront gegen Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung stärken und die Bewusstseinsbildung über den Imperialismus und den antiimperialistischen Kampf vorantreiben.


Für den 5. März wurden von der Übergangsregierung in Nepal Wahlen angesetzt. Hintergrund der vorzeitigen Wahlen ist, dass es im September letzten Jahres in Nepal nach breiteren Jugendprotesten zu gezielten reaktionären gewaltsamen Ausschreitungen kam. 72 Menschen, vor allem Jugendliche, wurden dabei getötet. Daraufhin wurde das Parlament aufgelöst und eine Übergangsregierung gebildet.



Ein wichtiger Hintergrund und Grundlage dieser Ausschreitungen war der aggressive Konkurrenzkampf dreier imperialistischer Mächte: China, Indien und den USA. (siehe auch Artikel vom 15.11.25) Die Übergangsregierung versprach Aufklärung und es wurde eine Untersuchungs-Kommission eingerichtet. Vor einigen Tagen schrieb die Kathmandupost, dass die Ergebnisse dieser Untersuchung erst nach den Wahlen veröffentlicht werden sollen. Ein Schelm, wer dabei Böses dabei denkt!

 

M.B. Singh, Generalsekretar der NCP/Mashal (Nepal Kommunistische Partei/Mashal) betont als besonderen Aspekt zu diesen Wahlen: "Es gilt, den US-Imperialismus zu besiegen." In einer aktuellen Presseerklärung schreibt er:

 

„Die USA will auch die SPP (ein Partnership-Programm, was einem Militärpakt gleicht) durchsetzen, eine militärische Offensive in Tibet starten, um den Dalai Lama wiedereinzusetzen und Nepals Territorium zu diesem Zweck zu nutzen, in welchem Fall Nepal zum Schlachtfeld wird. Um all das zu erreichen, wollen sie eine eigene Marionettenregierung in Nepal errichten. …

 

Es ist kein Geheimnis mehr, dass auch die Barbara-Stiftung (eine von den USA geförderte NGO) große Summen für all diese Aktivitäten ausgibt und enorme finanzielle Unterstützung an Einzelpersonen oder Organisationen leistet, die sich für den US-Imperialismus einsetzen. Viele Personen, die mit dieser Stiftung verbunden sind, sind ebenfalls als Kandidaten für die Wahl angetreten. Der Nepali-Kongress-Kandidat in Pyuthan ist ebenfalls mit der Barbara Foundation verbunden. ...

 

Auf diese Weise ist Nepal ernsthaft in die Belagerung und das Labyrinth der Vereinigten Staaten verstrickt, für die die in diesem Monat stattfindenden Wahlen zum Hauptmedium geworden sind. Daher haben wir klar erklärt, dass der Hauptaspekt der aktuellen Wahl der Kampf gegen den US-Imperialismus geworden ist. ...

 

In diesem Zusammenhang ist auch bemerkenswert, dass die korrupten, verantwortungslosen und volksfeindlichen Politiken und Aktivitäten verschiedener Regierungen seit Einführung des Mehrparteiensystems eine Atmosphäre weit verbreiteter Unzufriedenheit und Verzweiflung unter den Menschen geschaffen haben. Einerseits haben sie den Monarchisten geholfen, die öffentliche Meinung zugunsten von Monarchie und Autokratie zu mobilisieren, andererseits die Grundlage für den US-Imperialismus bereitet, um offen in Nepals Politik einzutreten und eine eigene Marionettenregierung zu errichten.“

 

Nicht nur die USA versuchen, Nepal unter ihrer Kontrolle zu bekommen, sondern auch Indien, gestützt auf die Monarchisten. So meldet sich der frühere König zu Wort und versuchen die Monarchisten, gezielt Einfluss zu bekommen. Sie stützen sich auf die Royalistischen Parteien, die im Mai 2025 schon versucht hatten, gewaltsam ihren Einfluss auszubauen.

 

Wie nicht anders zu erwarten, stützen sich die USA mit ihrem faschistischen Präsidenten Trump auf reaktionäre und äußerst korrupte Personen. So auf die von einem in die USA ausgewanderten Nepalesen (Rabi Lamichhane) gegründete Partei Rastriya Swatantra Party (Nationale Unabhängigkeits Partei). Lamichhane ist extra für die letzten Wahlen nach Nepal zurückgekommen, um diese Partei zu gründen. Er wurde im September 2025 während der Unruhen aus dem Gefängnis befreit. Dort saß er eine Strafe ab, weil er große Summen von Genossenschaftsgeldern der nepalesischen Bevölkerung unterschlagen hatte. Die Übergangsregierung ist bemüht, die Verfahren gegen ihn einzustellen.

 

Eine zweite schillernde Persönlichkeit ist der Rapper Balendra (Balen) Shah, ehemaliger Bürgermeister von Kathmandu. Er macht jetzt schon von sich reden, da er in Kathmandu keine seiner Versprechungen umgesetzt hat und jetzt mit einer Luxuslimousine seinen Wahlkampf bestreitet. M.B. Singh dazu in seiner Presseerklärung: „Das Wahlsystem Nepals ist sehr korrupt geworden. Daher ist der Kauf und Verkauf von Stimmen bei Wahlen sehr hoch. Aufgrund der korrupten Natur der Wahlen haben nicht nur die korrupten Elemente, sondern auch einige Kriminelle und Schmuggler, die keine politische Ideologie, Politik, Programm oder Hintergrund im öffentlichen Dienst haben, die Dreistigkeit, Wahlen zu gewinnen, und einige von ihnen erzielen solchen Erfolg dank Geld.

 

Es haben sich fünf nepalesische linke Parteien, darunter die RCPN (Revolutionäre kommunistische Partei Nepal) zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Sie rufen zu einem Wahlboykott und der Errichtung einer unabhängigen Einheitsregierung sowie eine Volksverfassung auf. Auch sie sehen im US-Imperialismus die Hauptkraft, die bekämpft werden muss für die Souveränität Nepals und die Selbstbestimmung des nepalesischen Volkes. In diesem Sinn führen sie ihre Boykottkampage durch. Dieser Protest scheint dem US-Imperialismus nicht zu passen und es werden immer wieder führende Genossen dieser Parteien verhaftet, unter anderem mit dem Argument: “Wahlboykott ist eine Straftat“. Überhaupt kommt es jetzt schon immer wieder zu Verhaftungen von sogenannten „Störern“ der Wahlen.

 

Die NCP/Mashal hat sich für die Teilnahme an den Wahlen entschieden und führt über ihre Massenorganisation Nationale Volksfront einen entschiedenen und unermüdlichen Wahlkampf mit den Ziel, den amerikanischen Imperialismus zu besiegen. Auch wenn die revolutionären Parteien unterschiedliche Taktiken zu den Wahlen eingenommen haben, eint sie der Kampf gegen den US-Imperialismus, gegen die Royalisten und der reaktionären Einflussnahme Indiens sowie für ein unabhängiges Nepal mit der Perspektive eines neudemokratischen Nepal. Das ist eine hohe Herausforderung und es bedarf der internationalen Solidarität, diese imperialistischen Interessen - egal von welcher Seite - zu vereiteln.

 

Schon vier Wochen vor den Wahlen ist die nepalesische Armee im ganzen Land verteilt. So berichtet die Kathmandupost vom 4. Februar.: „Insgesamt 79.727 Armeeangehörige sollen im ganzen Land mobilisiert werden, um Nepals Polizei, die bewaffnete Polizei und die Wahlpolizei bei der friedlichen Durchführung der Umfragen zu unterstützen. Es soll ein 8 Tage langes Verbot geben, Alkohol zu verkaufen, u.a. die Grenzen zu Indien für 3 Tage geschlossen werden. ‚Im Einklang mit dem integrierten Wahlsicherheitsplan und einer früheren Kabinettsentscheidung wird die nepalesische Armee ab Mittwoch zur Wahlsicherheit mobilisiert‘, sagte Armeesprecher Rajaram Basnet.“

 

Es ist große internationale Wachsamkeit nötig, um gegebenenfalls eine militärische Übernahme, falls die Wahlen nicht den gewünschten Ausgang haben, zu verhindern.


Die Koordinierungsgruppe Bundesweite Montagsdemo ruft für den morgigen 2. März zu Montagsdemonstrationen im Zeichen des Kampfs um den Weltfrieden auf. Wir dokumentieren den Aufruf:

Koordinierungsgruppe Bundesweite Montagsdemo

Montag ist Tag des Widerstands! Bundesweite Montagsdemo stellt ihre Kundgebungen am Montag, dem 2. März, ins Zeichen des Kampfs um den Weltfrieden!

 

Die israelische Armee hat heute gemeinsam mit den USA den Iran bombardiert. Hunderte Zivilisten, darunter viele Kinder und Jugendliche wurden bereits getötet. Wie kann das eine angebliche Mission zum Schutz der iranischen Bevölkerung vor dem iranischen Regime sein? Der iranische Staat greift im Gegenzug US-Stützpunkte in Bahrain, Kuwait und Katar an. Das ist eine brandgefährliche Situation – nicht nur für die Menschen im Nahen Osten.

 

Ein dritter Weltkrieg ist eine konkrete akute Bedrohung geworden! Die USA unter Donald Trump beweisen sich mal wieder als Hauptkriegstreiber in der Welt. Aber wir sind auch nicht blind gegenüber und richten uns gegen alle beteiligten Kriegstreiber. Wir stehen an der Seite des iranischen Volkes gegen die faschistischen Massaker des iranischen Regimes.

 

Der weltweite Konkurrenzkampf zwischen den rivalisierenden Großmächten wird auf dem Rücken der Bevölkerung rücksichtslos ausgetragen. Bundeskanzler Merz wurde vorab von dem Militärangriff auf den Iran informiert. Er befürwortet die Angriffe der USA und Israels, andere etablierte Parteien schweigen. Bisher äußert sich nur die Linkspartei kritisch. Auch Deutschland strebt selbst eine größere Rolle im Verteilungskampf um Rohstoffe und Einflussgebiete an. Auf dieser Linie liegt, dass der Haushaltsausschuss des Bundestags aktuell grünes Licht für die Beschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr gegeben hat. Mit der Umstellung auf Kriegswirtschaft wird rigoros der Rotstift im sozialen Bereich angesetzt.

 

Wir fordern: 

 

  • Sofortiger Stopp der Bombardements!
  • Verstärken wir den Kampf um den Erhalt des Weltfriedens!
  • Stehen wir gemeinsam weltweit auf gegen Faschismus und Krieg! 
  • Stopp der Kriegswirtschaft und Militarisierung! 
  • Für die Vernichtung aller Atomwaffen und Beendigung von Atomprogrammen auf allen Seiten!

 

Am Montag 2.März finden ohnehin turnusmäßig in vielen Städten Kundgebungen der Montagsdemos statt. Wendet euch an alle fortschrittlichen und demokratischen Kräfte, ladet sie ein, sich zu beteiligen und ergreift, wo sinnvoll, auch außer der Reihe die Initiative zu Kundgebungen im Sinne _plus X_!

 

Hoch die internationale Solidarität!

 

Ulrich Achenbach, Matz Müllerschön, Andreas Schweizer und Ulja Serway


Breite Proteste entwickeln sich in zahlreichen US-Städten. Inzwischen fanden Demonstrationen in etwa 70 Städten statt, darunter große Kundgebungen mit Tausenden am Times Square (New York) sowie in den Städten Atlanta, Boston, Chicago und Los Angeles. Auch vor dem Weißen Haus versammelten sich Hunderte von Menschen, um gegen die Angriffe zu demonstrieren.

Korrespondenz

Sie richten sich mit Forderungen wie „No Bombs on Iran“ oder „Stop Trumps Wars“ gegen die gesamte Aggressionspolitik der Trump-Regierung. Einige Redner betonen: „Wir brauchen einen Regimewechsel, aber in den USA!“ In Los Angeles sprach unter anderem die Schauspielerin Jane Fonda und machte klar, dass dieser Krieg der faschistischen Trump-Regierung nicht die Unterstützung der US-Bürger besitzt. Tatsächlich lehnen 80 Prozent der US-Bürger nach aktuellen Umfragen diesen Krieg ab. Dieser imperialistische Angriffskrieg befördert daher den weiteren Zerfall der Unterstützung für den Trump-Kurs, der ja zur Wahl behauptete, als „Friedenspräsident“ anzutreten.

 

Die Proteste gegen den Angriffskrieg sind von einem breiten Spektrum an Linken, Anti-Kriegs- und Bürgerrechtsgruppen getragen, darunter: Freedom Road Socialist Organisation (FSRO), Party for Socialismus and Liberation (PSL), ANSWER Coalition, Teile der Democratic Socialists of America, Teile des National Iranian American Council, American Muslims for Palestine, Black Alliance for Peace, und viele weitere. Sie verbinden sich mit den antifaschistischen Protesten und dem Aufbau einer Front gegen die faschistische Trump-Regierung.

 

Für den 28. März ruft die „No Kings“-Bewegung wieder zu Massenprotesten gegen Trump auf. Es wird von den Bündnissen der US-Friedensbewegung jedoch erwartet, dass sich die Antikriegsbewegung vorher schon stark ausweitet.

 

Hier geht es zu einem Videobericht von den Protesten in den USA


Clara Zetkin war glühende Sozialistin. 1911 forderte sie Gleichberechtigung und Frieden im Aufruf zum 1. Internationalen Frauentag. Seitdem wurden einige wichtige Frauenrechte erkämpft. 115 Jahre später wüten Frauenfeinde wie Trump mit kolonialem Weltherrschaftsanspruch, treiben die Weltkriegsgefahr voran, und unsere Regierung will in dieser Lage die Wehrpflicht und Aufrüstung forcieren.

Zentralkomitee der MLPD

Der Kapitalismus ist nicht nur unfähig ...

... die brennenden Menschheitsfragen zu lösen. Er gefährdet ihre Existenz. Rechtsentwicklung und Faschismus untergraben erkämpfte Frauenrechte und machen sie rückgängig, wie das Recht auf Schwangerschaftsabbruch.

Wie ist die Situation der Frauen weltweit:

  • Kriege treffen besonders Frauen und Kinder wie in Palästina oder der Ukraine, Sudan und Kongo. Mit dem Überfall auf Rojava greift der faschistische syrische Machthaber Al-Dscholani eine Region an, wo sich Frauen wichtige Fortschritte in ihrer gesellschaftlichen Gleichstellung erkämpft haben.
  • Steigende Gewalt: 2024 wurden weltweit 83 000 Frauen durch gezielte Gewalt getötet, davon 50 000 durch häusliche
    Gewalt (tagesschau.de, 25. 11. 25). Die Dunkelziffer ist höher!
  • Wachsende Altersarmut, Kinder als Armutsrisiko? 2025 besitzen 3000 Milliardäre auf der Welt so viel wie die Hälfte der ärmeren vier Milliarden Menschen zusammen.
  • Dramatischer Rückbau erreichter Umweltauflagen – die begonnene globale Umweltkatastrophe wird weiter angeheizt.
  • Schulen und Kitas mangelt es an Personal und Ausstattung – die Kommunen bleiben klamm, während der Bund massiv
    Geld investiert in Militarisierung und „Kriegstauglichkeit“.

Die „Agenda für Arbeitnehmer“ des Wirtschaftsrats der CDU ist ein echter Horrorkatalog! Das haben Frauen von der Merz-Regierung zu erwarten: Streichung der Mütterrente, des bisherigen Rechts auf Teilzeit, des 8-Stunden-Tags, der Rente ab 63, Zahnarztleistungen. Geschenke gehen an Unternehmer. Alles unter der Prämisse, dass Deutschland kriegstüchtig werden müsse. Nein – unsere Söhne und Töchter geben wir nicht!

Make socialism great again!

Zahlreiche Frauen jonglieren mit ihrem Organisationstalent zwischen wachsender Inflation, sündhaft teuren Mieten, wachsender Arbeitslosigkeit, mangelnder und teils teurer Kinderbetreuung. Das muss anders gehen! Was wäre möglich mit den technischen, wissenschaftlichen und international koordinierten modernen Produktivkräften – wenn wir produzieren könnten, was für Mensch und Natur sinnvoll ist? Die Suche nach einer gesellschaftlichen Alternative wächst: Ohne Ausbeutung und Unterdrückung von Mensch und Natur, ohne Kriege. Eine befreite Gesellschaft wird es nur im Sozialismus geben. Die MLPD kämpft für echten Sozialismus auf Grundlage einer proletarischen Denkweise. Sie hat Errungenschaften wie auch Fehler bis zum Verrat in ehemals sozialistischen Ländern ausgewertet und Schlussfolgerungen gezogen. Eine Leitlinie im Sozialismus ist: Alles, was ein Mann kann, kann auch eine Frau – und umgekehrt!

Nein zur Barbarei!

Weltweit wächst die Gefahr des Faschismus, aber auch der Widerstand gegen ihn und die Kriegstreiberei: So im Iran, wo Millionen von Menschen auf die Straße gehen gegen das faschistische Mullah-Regime, in Amerika wächst der Protest gegen das brutale Vorgehen der ICE, in Palästina erkämpfte die Bevölkerung gestützt durch die internationale Solidarität den – wenn auch sehr brüchigen – Waffenstillstand. Wir brauchen angesichts der Weltlage ein breitestes Spektrum an Bündnispartnern und Kräften für eine antifaschistische, antiimperialistische Einheitsfront. Die MLPD unterstützt dazu aktiv den Zusammenschluss einer breiten kämpferischen Frauenbewegung von Religion bis Revolution.

Renaissance von Faschismus und patriarchaler Unterdrückung?

Viele protestieren gegen die AfD, fordern ihr Verbot. Wieso gewinnt sie teils an Einfluss? Sie verkauft sich als Kümmerer der Armen und Frauen. Genötigt, ihre faschistische Ideologie zu verstecken unter geschickter Demagogie, behauptet die Trad­wife-Bewegung aus Amerika: Es sei das gute Recht der Frau, nicht zu arbeiten. Schwangerschaftsabbruch bezeichnen die Faschisten als Mord. Mitleid mit Kindern in Gaza? Fehlanzeige. Ihre völkische Ideologie betreibt Neiddebatten und Spaltung zwischen Migranten und angeblich „biodeutschen“ Menschen. Dabei nehmen sie die Verursacher aus den Bank- und Konzernzentralen aus der Schusslinie. Patriarchale Unterdrückung und Denkmuster werden in den faschistisch regierten Ländern wiederbelebt. Frauen in Afghanistan haben in der Öffentlichkeit nicht zu sprechen, nicht zu reisen. Die Selbstbestimmung über den eigenen Körper wird untergraben, homo- und transsexuelle Menschen verfolgt und kriminalisiert! Sexismus spaltet Männer und Frauen, Arbeiter- und Frauenbewegung. Der Kampf dagegen erfordert dabei auch das Fertigwerden mit der feministischen Theorie des „Geschlechterkampfs“. Nicht „der Mann“ an sich ist das Problem. Der unversöhnliche Widerspruch besteht zwischen den Klassen: Monopolen, allen imperialistischen Unterdrückern und ihren Lakaien auf der einen Seite, die den privaten Besitz an Produktionsmitteln und die bürgerliche Familienordnung verteidigen mit der damit einhergehenden Benachteiligung und Unterdrückung der Frauen – und den Arbeiterinnen, Arbeitern und den Unterdrückten auf der anderen Seite.

Gemeinsam ...

gegen die Vernichtung der Arbeitsplätze in der Auto­mobilindustrie, mit Ver.di im Tarifkampf zusammenstehen, um Kita-Plätze für unsere Kinder und bezahlbare Wohnungen, Gesundheitsversorgung und Lebensmittel! Auf die Straße gehört am diesjährigen Internationalen Frauentag der Kampf gegen Krieg, Wehrpflicht, faschistische Gefahr und alle Fragen des alltäglichen Lebens. Internationale Solidarität mit Gaza, mit den Kämpferinnen und Kämpfern im Iran, mit den von schrecklicher Hungersnot und Unterdrückung betroffenen Menschen im Sudan, mit den besonders unterdrückten Frauen in Afghanistan. Hände weg von Venezuela und Rojava! Die MLPD arbeitet in Betrieben, Gewerkschaften und vor Ort in breiten Bündnissen und Aktionen zum Internationalen Frauentag. Sie fördert eine überparteiliche Frauenbewegung von Religion bis Revolution und bringt den Sozialismus ein – Gib Antikommunismus keine Chance!

Hoch die Internationale Solidarität – für die Befreiung der Frau im echten Sozialismus!

 

Hier gibt es den Aufruf als gestaltetes Flugblatt

 

Hier gibt es eine laufend aktualisierte Übersicht über gemeldete Aktivitäten in Deutschland


Zu einer interessanten Veranstaltung, die aufgrund der Ereignisse rund um den Iran von besonderer Aktualität ist, laden Frauenperspektive e.V., Art Group, „Together“, Frauenchor, Courage e. V., und die Europakoordinierung der Weltfrauenkonferenz ein:


Der Internationale Frauentag steht seit seiner Gründung 1910 im Zeichen internationaler Solidarität, des Kampfes für die Befreiung der Frau!


Anlässlich der weltweiten Solidaritätsbewegungen für Frauen in Rojava, Frauen in Gaza und im Iran, im Namen der Mütter, die vor den Leichen ihrer geliebten Kinder anstatt nur zu trauern tanzten – ein Tanz des Widerstands –, laden wir Euch / Sie zur Veranstaltung „Wie weiter im Kampf um Befreiung im Iran“ ein.

Wann und wo?

Sie findet am Samstag, 7. März, um 16 Uhr im Curio-Haus / GEW, in der Rothenbaumchaussee 15 statt.


Sprecherin ist Zaman Masudi, Exiliranerin und stellvertretende Europakoordinatorin der Weltfrauenkonferenz. Die Moderation liegt bei Suse Bader, Europakoordinatorin der Weltfrauenkonferenz. Für die Kultur sorgen der Frauenchor und Art Group Together.


Die brutale Unterdrückung des Kampfs gegen das islamistisch-faschistische Regime im Iran erreichte mit den Massenmorden an Frauen, Kindern, und Männern im Januar 2026 einen weiteren Höhepunkt.


Am internationalen Frauentag 1979, wurde durch Khomeini Zwangsverschleierung eingeführt. „Wir haben nicht Revolution gemacht, um nun Rückwärts zu gehen!“


Das war die Parole der iranischen Frauen, die mit massiven Protesten auf die Straße gingen. Frauen waren die ersten, die nach der Machtübernahme des frauenfeindlichen islamischen Regimes eine politische Protestbewegung, u. a. gegen Zwangsverschleierung anführten. Sie hält bis heute an und ging mit dem revolutionären Frauenaufstand 2022 immer noch weiter!


Ihr Slogan „Jin Jiyan Azadi“ ging um die Welt und wurde zu einem Slogan der internationalen Frauenbewegung.


"Stay away from Gretchen", das war damals ein geflügeltes Wort in der US-Army und meinte: „Haltet euch von den deutschen Frauen fern.“


Das Buch erzählt die Geschichte einer großen, aber letztlich unglücklichen Liebe im Nachkriegsdeutschland. Nach der Flucht aus Ostpreußen landet Greta mit ihrer Familie in Heidelberg.


Sie ist geprägt von ihrer Kindheit und Jugend und bringt eine glühende Führerbegeisterung mit. Kurz nach Kriegsende ist die völkisch-faschistische Weltanschauung überall präsent, vor allem in den hartherzigen, oft menschenverachtenden Amtsstuben.


Greta sieht zum ersten Mal in ihrem Leben schwarzhäutige Menschen bei den GIs der US-Army. Diese durften aufgrund der strengen Rassentrennung in den USA nicht mit weißen Frauen ausgehen, waren Soldaten zweiter Klasse, die nicht in höhere Positionen kamen, weil die US-Army auf jeden Fall verhindern wollte, schwarze Helden ehren zu müssen.


Im Nachkriegsdeutschland war das anders: Formal waren alle Menschen gleichgestellt; zum ersten Mal genossen schwarze GIs die Freiheit, mit weißen Frauen in deutschen Bars auszugehen. Als Greta und der schwarze Soldat Bob sich verlieben, kommt sowohl in der Familie als auch in der Nachbarschaft der alte Rassismus wieder hoch. Greta bekommt ein Kind von Bob – eine „Schande“.

 

Heiraten dürfen sie nicht, weil die US-Army das verbietet. Schließlich greift das Jugendamt mit seinen noch vom Faschismus geprägten alten Bürokraten ein, entzieht ihr das Sorgerecht und gibt das Kind gegen ihren Willen zur Adoption in die USA frei. Das war damals offensichtlich ein übliches Vorgehen, um die „Brown Babies“ loszuwerden.


Das Buch erzählt sehr berührend, wie der spätere Sohn von Greta diese ganze Geschichte, die er nicht kannte, aufrollt bis zu einem kleinen Happy End.


Das Buch ist eine sinnvolle und lesenswerte Lektüre; ich habe jedenfalls viel erfahren über den angeblich so demokratischen Weg raus aus dem Faschismus, was ich nicht wusste. Es setzt immer wieder Bezüge zur Flüchtlingsbewegung 2015 und plädiert für Menschlichkeit und Solidarität.

 

Abel: Stay away from Gretchen – Eine unmögliche Liebe

Taschenbuch 560 Seiten Preis: 13 Euro

ISBN 978-3-423-22014-9

 

Zu bestellen unter www.people-to-people.de

bestellung@people-to-people.de Tel.: 0201 25915

oder erhältlich im
Ladengeschäft People to People, Hauptstr. 40, 45879 Gelsenkirchen


In immer rascherem Wechsel werden seit 2016 die Präsidenten und Präsidentinnen des peruanischen Andenlandes ausgetauscht. Immer offener trifft die anhaltend tiefe politische Krise auf den Widerwillen der Masse der Bevölkerung.

Von Anna Bartholomé

Im Oktober letzten Jahres musste die zutiefst verhasste Dina Boluarte abtreten. Sie war es, die 2022 den 2021 gewählten Präsidenten und kämpferischen Lehrergewerkschafter Pedro Castillo absetzen und inhaftieren ließ. Mit immer neuen haarsträubenden Vorwürfen wird seitdem seine Haft – ohne Prozess – ständig fortgesetzt.


Seine Verbrechen in den Augen der ultrarechten und extrem antikommunistischen Machtelite: Er hatte versucht, Reformen zugunsten der Arbeiterrechte, Menschen- und Frauenrechte und zumindest einen Teil der Erlöse aus dem Bergbau zugunsten der Bevölkerung zu erwirken.
Auf Boluarte folgte José Jeri, der mit dunklen Geschäften mit chinesischen Konzernherren auffiel. Seine Nachfolge trat als Übergangspräsident José Maria Balcazar an, der nun seinerseits die bisherige Wirtschaftsministerin Denise Miralles zur Regierungschefin erkor.


Etwa 140 Ministerinnen und Minister mussten in den letzten Jahren ihre Posten räumen.


Aber während die Umfragewerte für Parlament und Präsidentschaften zwischen 2 Prozent und 10 Prozent „Zustimmung“ schwanken, widersetzen sich im ganzen Land Bergarbeiter, indigene Bauern, Busfahrer, Frauen und in den letzten Monaten vor allem auch Jugendliche der Ausplünderung ihres Landes – aller Repression zum Trotz.


Die Bevölkerung wird nicht nur von anhaltender Verarmung, Arbeitslosigkeit und Inflation gebeutelt. Es sind vor allem internationale Bergbaukonzerne, die eng verbunden mit der einheimischen Großbourgeoisie Menschen und Natur plündern. Die Massen sind es auch, die die begonnene Klimakatastrophe am härtesten trifft. Gerade gegenwärtig wütet der sogenannte El-Niño-Effekt, eine natürliche Klimaschwankung, die aber in diesem Jahr zu besonders heftigen Regenfällen, Bergrutschen und Überschwemmungen führt, weil der Atlantische Ozean von Jahr zu Jahr wärmer wurde. Besonders die Millionenstadt Arequipa versinkt gegenwärtig in Wasserfluten und Schlamm, und Wissenschaftler fürchten Auswirkungen auf die immer noch aktiven Vulkane rund um die Stadt.

 

Am 12. April soll es Neuwahlen für Präsidentschaft und Parlament geben. Es gibt auch aus dem linken Lager verschiedene Bündnisse. Ihre Stellungnahmen werden in den bürgerlichen Massenmedien systematisch zensiert. Noch ist nicht klar, wer sich mit welchem Programm durchsetzen kann.

 

Für die Marxisten-Leninisten in den vier in Peru existierenden ICOR-Organisationen steht die Herausforderung, den Blick über den Tellerrand des Wahlgetümmels zu heben, Kräfte zu sammeln und zu organisieren, um dem Sozialismus als gesellschaftlicher Alternative zu neuem Ansehen zu verhelfen.


Die Redaktion berichtete bereits auf Rote Fahne News über die verlorene Klage des Agent Provocateur Dustin Opitz am Landgericht Bamberg.

Korrespondenz

Er klagte auf Löschung seines Namens und Fotos. Am 24. Mai 2024 verwickelte er verschiedene Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Wahlkundgebung der Internationalistischen Liste / MLPD in Gespräche zum Thema Völkermord in Gaza und zeigte sie später für ihre Aussagen an.


Inzwischen ging das schriftliche Urteil ein, das ein wichtiger Erfolg im Kampf um demokratische Rechte und Freiheiten ist und Bedeutung über diesen Fall hinaus hat.


Die Richter folgten der Argumentation der Anwälte der MLPD und gingen teilweise noch darüber hinaus.


Zur Veröffentlichung des Fotos wird festgestellt, dass dies „auch ohne Einwilligung des Klägers zulässig“ ist, „da dieses ein Bildnis aus dem Bereich der Zeitgeschichte darstellt“. Das Gericht traf eine gründliche Abwägung, ob es sich um ein solches zeitgeschichtliches Bild handelt. Ausführlich wird dargestellt, dass die Kundgebung der MLPD ein „zeitgeschichtliches Ereignis“ darstellt, bei dem „auf die öffentliche Meinungsbildung Einfluss genommen und Wähler gewonnen werden“ sollte. Und: „Das Verhalten des Klägers“ – also Dustin Opitz – ist „Teil dieses zeitgeschichtlichen Ereignisses“.


Denn, so die Richter: „Der Kläger hat sich … aktiv auf die Veranstaltung begeben und zunächst mit verschiedenen Teilnehmern über die MLPD, deren Wahlprogramm und auch die Ausführungen der Redner in Bezug auf das Geschehen in Gaza unterhalten. Im Anschluss hat sich der Kläger anlässlich der bei den Gesprächen getätigten Äußerungen zu zwei vor Ort befindlichen Polizeibeamten begeben und dort Anzeige gegen mehrere Kundgebungsteilnehmer erstattet. … Durch sein Verhalten hat der Kläger Einfluss auf den Verlauf der politischen Veranstaltung genommen und aktiv in das zeitgeschichtliche Geschehen eingegriffen … Durch die Anzeigenerstattung gegen mehrere Redner und Teilnehmer der Kundgebung musste der Kläger auch damit rechnen, dass sein Verhalten im weiteren Verlauf Gegenstand einer Berichterstattung durch die Veranstalter der Kundgebung sein kann.“ Auch die Äußerung, dass Dustin Opitz ein „Agent Provocateur“ ist, muss nicht zurückgenommen werden. Das Gericht gesteht zwar zu, dass durch diese Äußerung „eine Rufschädigung möglich ist“, aber die Äußerung ist „nicht rechtswidrig“, da sein Verhalten objektiv diese Wertung unterstreicht. Das Gericht stellt fest, dass die „Wörter ‚Spitzel der Polizei / Agent Provocateur‘ nicht im Sinne einer dem Beweis zugänglichen Tatsachenbehauptung zu sehen [sind], sondern im Sinne einer Wertung des Verhaltens des Klägers auf der Kundgebung…“. Auch die Äußerung, dass Dustin Opitz „erheblich angetrunken“ war, muss er „hinnehmen“, da es sich hierbei „um eine wahre Tatsachenbehauptung“ handelt, denn der „durchgeführte Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,87 Promille“.

 

Prost und Glückwunsch zu diesem erfolgreichen Urteil!


Weltweit finden vielfältige Aktionen anlässlich des diesjährigen Internationalen Frauentags am 8.März statt. Wir dokumentieren die bei uns eingegangenen Meldungen und freuen uns über zahlreiche weitere Meldungen, die wir laufend aktualisieren und veröffentlichen.


Aktivitäten zum Internationalen Frauentag 2026 in Deutschland

(in alphabetischer Reihenfolge)

 

Böblingen/Sindelfingen:

Samstag 07.03., 11-13 Uhr, Kundgebung mit Infoständen, Sterncenter/Busbahnhof Sinderfingen

Essen:

Samstag 07.03., 14 Uhr,  „Wand der Utopien“, Courage befragt Passantinnen zu ihren Träumen und Wünschen
Samstag 07.03., 15 Uhr, Kundgebung / Demo mit Reden, Musik, Performances, Stände, Tänze, Kaffee- &Kuchenstand, Gemeinsam stark, Für die Verteidigung und Erweiterung der Frauen*rechte, Kein Platz für Sexismus, Rassismus, Faschismus
Samstag 07.03., 18 Uhr, Frauentags-Event des Jugendamt der Stadt Essen, Courge ist mit Info- und Kennenlernstand dabei, Bürgerhaus Oststadt, Schultenweg 37-41
Sonntag 08.03., 13 Uhr, Walk in die Innenstadt mit den @Essen.GirlsWalking zum Internationalen Frauentag. Auftakt am Beginenhof, Goethestraße 63-65 und um 14.30 Uhr Filmvorführung im Astra-Kino „We want Sex“ (5€)
Montag 09.03., 16 Uhr, Frauen“streik“ unter dem #ohneunsstehtalles still. Viele auf der Straße für Frauenrechte, Jakob-Funke-Platz
Dienstag 24.03., 15 Uhr, Courage Stand beim „Markt der Vielfalt“ im Rahmen der Woche gegen Rassismus in der Botkirche Fronhausen

Frankfurt:

Sonntag 08.03., 15 Uhr, Demonstration, mit Auftaktkundgebung auf dem Frankfurter Paulsplatz und Abschlusskundgebung

Freiburg:

Samstag 14.03., 15-17 Uhr, Wege und Strategien zur Befreiung der Frau, Vortrag und Diskussion der Ergebnisse des 2.Theoretischen Seminars der Weltfrauenbewegung der Basisfrauen in Nepal, Familienzentrum Klara, Büggenreiterstr. 12, 2. Stock, Veranstalterin FV Courage

Gelsenkirchen:

Samstag 07.03., 18-23 Uhr, Frauentanz am Vorabend des internationalen Frauentags, Kultursaal Horster Mitte, Schmalhorststr. 1A

Göppingen:

Samstag 07.03., 11 Uhr, Aktion zum Internationalen Frauentag, Fußgängerzone Göppingen
Heilbronn

Samstag 14.03. Kundgebung und Aktion zum Internationalen Frauentag, Heraus auf die Strassen

Kassel:

Sonntag 08.03., 14 Uhr, Demonstration, Platz der 11 Frauen Kassel, von www.frauenundqueerstreik.de

Köln:

Sonntag 08.03., 14.30 Uhr, Kundgebung zum internationalen Frauentag Heumarkt
Sonntag 08.03., 15.30 Uhr, Start der Demo, Heumarkt, Veranstalterinnen: 8.März Bündnis, , DGB Gewerkschaften rufen auf, Frauenverband Couragem MLPD und weitere kämpferische Frauenorganisationen sind aktiv dabei

Ludwigsburg:

Samstag 07.03., 13 Uhr, Demonstration „Feministischer Kampftag, Bildet Banden & organisiert euch“, Akademiehof, Courage LB und Aktionsbündnis 8. März LB

München:

Sonntag 08.03., 13 Uhr, Aktionstag „Internationaler Frauen-Kampftag“ für ein selbstbestimmtes Leben,
Sonntag 08.03., 15 Uhr, Demonstration, Aktionen des Münchner Aktionsbündnisses 8.März

Saarbrücken:

Samstag 07.03., 16 Uhr, Internationale Solidarität von Frauen, Austausch – Erfahrungen – Engagement
Sonntag 08.03., 16 Uhr, Demonstration „Heraus zum internationalen Frauenkampftag“, Max-Ophüls-Platz, Veranstalter*innen: Bündnis Internationaler Frauenkampftag Saarbrücken

Stuttgart:

Samstag 07.03. 12.30 -15 Uhr, Kundgebung und Infostände kämpferisch- international- solidarisch, Schlossplatz , Herzog Christoph Denkmal, Frauenbündnis Stuttgart

Tübingen/Reutlingen:

Samstag 07.03., 11-13 Uhr, „Für Frauenrechte und Frauenleben lokal-regional-global, Marktplatzspektakel mit Musik und Diskussion, Marktplatz Tübingen, Veranstalterin: Frauennetzwerk 8.März Tübingen
Sonntag 08.03., 11-14 Uhr, „Gut versorgt?! Feministische Perspektiven auf Gesundheit“ Gemeindehaus Lamm, Großer Saal, Am Markt 7, Tübingen, veranstaltet von Aktionsbündnis Gleichstellung, Stabsstelle für Gleichstellund und Integration, Frauennetzwerk Tübingen 8.März, Kooperation mit international Research Training Group 2804
Donnerstag 12.03., 19 Uhr, „Nein, unsere Töchter und Söhne bekommt ihr nicht!“ Beratungsstelle für Ältere, Gartenstr. 28, Tübingen, Veranstalterin MLPD Tübingen/Reutlingen

Sonntag 22.03., 10.30 Uhr, „Soziale Fürsorge – ’Luxus oder Menschenrecht?’“, Brunch, Vortrag und Diskussion, Achtbar Weberstraße 8, Veranstalterin Frauenverband Courage Tübingen/Reutlingen

Wuppertal:

Samstag 07.03., 14 Uhr, Demonstration, Hauptbahnhof
Samstag 07.03., 15 Uhr, Kundgebung mit Kultur, Von-der-Heydt-Platz (C&A)
Sonntag 08.03., 15 Uhr, Internationale Feier von PIA, Alte Feuerwache, Gathe


Vorgestern streikten die Beschäftigten der Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) ganztägig. Ab 2:30 Uhr wurden an allen Betriebshöfen die Streikposten aufgebaut. Die Stimmung war positiv. In unserer Stadt kam der Straßenbahnverkehr komplett zum Erliegen und Busse fuhren nur vereinzelt, da einige Linien von anderen Unternehmen betrieben werden.

Korrespondenz

Mit einer erstellten Fahrgastinformation in den Tagen vor dem Streik und durch zahlreiche Gespräche überbrachten Aktivisten für die Aktion "Dresden steht zusammen für starken ÖPNV" den Streikenden der DVB 500 Erklärungen von Fahrgästen zur Unterstützung für den Streik. Eine tolle Aktion! Herzlichen Dank für diese Initiative.

 

Zusätzlich gab es auch an den Streikposten viel Zustimmung und Unterstützung von vorbeikommenden Menschen. Von Genossinnen und Genossen der Partei Die Linke wurden die Streikenden bereits ab 5:00 Uhr morgens unterstützt und mit Kaffee und Kuchen versorgt.

 

Oft waren an diesem Tag auch unsere Kollegen aus Leipzig im Gespräch, die zwei Tage streiken und im Verlauf des Tages sogar spontan verlängert haben. Einige Kolleginnen und Kollegen fragten schon, warum wir in Dresden so zurückhaltend sind. Also da gibt es hier noch Luft nach oben.

 

Zusammengefasst war es ein Streiktag mit positiver Stimmung unter den Kolleginnen und Kollegen und viel Unterstützung und Sympathie aus der
Bevölkerung.

 

Herzliche und solidarische Grüße nach Leipzig an die Streikenden der LVB.



Über 2000 Menschen, demonstrierten heute gegen den Auftritt des Faschisten Björn Höcke bei einer Wahlkampfversnstaltung im kleinen Stadtteil Rommelsbach von Reutlingen. Unter anderem mit Protestschildern der Schüler, die sie an den Fenstern ihrer Schule gegenüber der Halle, in der die AfD-Veranstaltung stattfand, angebracht hatten.


Die Druckerei Neuer Weg bietet an, am Montag, dem 2. März, das neue Flugblatt der MLPD zum Krieg gegen den Iran in der für euch erforderlichen Anzahl zu drucken.


Bestellungen bitte im Lauf vom Sonntag bis Montag 7:30 Uhr an druck@neuerweg.de

 

Die gedruckten Flugblätter können ab 14 Uhr in Essen abgeholt werden.

 

Ein Flugblatt farbig gedruckt kostet 10 Cent.

 

Versandkosten zusätzlich, wenn Postversand gewünscht wird. Express 5 Euro extra pro Paket.


Die MLPD ruft dazu auf, heute und in den nächsten Tagen fortschrittliche Demonstrationen gegen den Krieg im Nahen Osten und die akute Weltkriegsgefahr zu unterstützen und sich aktiv daran zu beteiligen.


Es gilt, die Bündnisarbeit dafür zu verstärken und die Montagsdemonstrationen am 2. März zu Kundgebungen gegen die akute Weltkriegsgefahr zu nutzen. Dazu ruft auch die Bundesweite Montagsdemo-Bewegung auf. Hier erste Termine, bitte meldet weitere geplante Aktionen an redaktion@rf-news.de

Sonntag, 1. März 2026

  • Hamburg, 14 Uhr Hachmannplatz (Heidi-Kabel-Platz)

Montag, 2. März 2026

  • Essen: 18 Uhr Porschekanzel
  • Stuttgart: 17 Uhr auf dem Schlossplatz
  • Velbert: Protest gegen den Krieg der USA und Israel gegen den Iran. 16.30 Uhr vor der Sparkasse Velbert
  • Wuppertal: 18 Uhr auf dem Döppersberg/Hbf.

Unter der Überschrift "Angriffskrieg auf den Iran durch Israel und USA - Die Region steht in Flammen! Neue Qualität des imperialistischen Kriegs, Kampf um Weltfrieden herausgefordert" hat die MLPD ein aktuelles Flugblatt veröffentlicht. Es steht hier zum Download, Druck und Verbreiten im Internet zur Verfügung.


Die faschistische Trump-Regierung und das faschistisch-zionistische Regime in Israel zündeten die Lunte am Pulverfass Naher Osten. Denn dieser Krieg richtet sich gegen ein neuimperialistisches Land, den Iran. Dieser ist wiederum der engste Verbündete der neuen Supermacht China sowie Russlands im heiß umkämpften Nahen Osten. Damit verschärft dieser Krieg die akute Weltkriegsgefahr erheblich.

 

Hier wird erstmals in der Nachkriegszeit durch den US-Imperialismus versucht, ein imperialistisches Land niederzuringen. Das ist eine neue Qualität der zwischenimperialistischen Widersprüche. Es geht um das Ziel eines Regime-Change. Schnell reagierte das faschistische Regime des Iran mit Raketenangriffen in sieben Ländern. Ein Flächenbrand mit Eigendynamik hat bereits begonnen.

 

Ob es zum Weltkrieg kommt, das hängt wesentlich von China und Russland ab. Letztendlich entscheidend sind die Arbeiterklasse und die breiten Massen der Welt und die Völker des Iran, wie die Sache weiter verläuft. Russland und China müssten entsprechend der Beistandsverpflichtungen aktiv werden. Das ist USA und Israel bewusst - und sie haben diese Gefahr in Kauf genommen. Ihr Ziel ist eine Neuordnung der Region mit Großisrael im Zentrum gegen den zunehmenden Einfluss von China. ...

 

 

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