Neckarsulm
Warnstreik von Audi, KS und kleineren Metall-Firmen
Der vordere Block der Audianer rief bei der Demo „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut“.
Zusammen mit den Kollegen von Kolbenschmidt (Rheinmetall) waren es 6.500 Kollegen und Kolleginnen auf der Kundgebung. Der Großteil kam von Audi, die über die Kreisstraße und quer durch das Werk zur Kundgebung demonstrierten.
Bis zuletzt war es unter den Audianern umkämpft: „Gehen wir zum Warnstreik oder ist es richtig, in der jetzigen Situation lieber zu verzichten? Die kämpferische Richtung setzte sich durch, denn nötig ist höherer Lohn für alle Metaller und der Kampf um das Werk Audi NSU, wie auch Yvonne Möller der IG Metall betonte.

Die Reden waren kämpferisch, Beifall kam vor allem bei der klaren Ansage, dass AUDI NSU bleiben wird. Ein Kollege von Kolbenschmidt: „Ich weiß nicht, ob ein Marsch auf Heilbronn heute ausreicht, um das Werk zu erhalten. Aber wir sind auf jeden Fall solidarisch und dabei.“
Ein Kollege von Alu-Tech kritisiert Regierung und Monopole: „Wir verzichten schon seit 15 Jahren für den Standort, aber die haben unendlich Geld für Rüstung und bei uns kommt nix an. Jetzt reichts“ Einige Azubis waren offen zur Diskussion über den echten Sozialismus und erklärten sich solidarisch mit der Jugendbewegung in Frankreich und anderswo. Sie lehnten die Krawalle ab. Eine wichtige Frage war, wie denn so ein Streik organisiert wird.