Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie

Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie

Solidarität mit streikenden Präwema-Kollegen gezeigt

Ich bin am Dienstag, dem 3. November, von der Berufsschule zu meinem Arbeitsplatz in der Werkstatt gelaufen. Ca. 250 Meter vor dem Ziel sah ich Fahnen der IG Metall.

Korrespondenz aus Eschwege

Dort führten ca. 50 bis 80 Mitarbeitende der Firma „Präwema Antriebstechnik“ einen Warnstreik durch.

 

Präwema ist ein international erfolgreiches Maschinenbauunternehmen im Zerspanungsbereich und ein Hersteller von Spezialmaschinen für die Automobil- und Getriebeindustrie. Es ist fest in der Metall- und Elektroindustrie verankert. Dort sind ca. 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt. Der Firmenname steht für Präzisions-Werkzeug-Maschine. Das Unternehmen gibt es seit 118 Jahren.

 

Ich ging gezielt auf den Streikposten zu, um mich spontan mit den streikenden Arbeiterinnen und Arbeitern zu solidarisieren. Solidarität mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen ist Pflicht. Beim Streikposten angekommen, habe ich die Kolleginnen und Kollegen begrüßt und gerufen: „Heute ist kein Arbeitstag, heute ist Streiktag.“ Während ich das gesagt habe, drehten sich ca. 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer um und sagten: „Genau.“

 

Ich habe den Kolleginnen und Kollegen noch viel Erfolg gewünscht und bin selbst weiter zu meiner Arbeit gegangen. Es ist genau richtig, dass die Kolleginnen und Kollegen den Kampf gegen geplante Kürzungen aufnehmen, und nichts anderes bedeuten die sogenannten Angebote der Kapitalisten.

 

Es ist auch wichtig, dass sie Solidarität von außen bekommen, auch wenn es „nur im Vorbeigehen“ ist. Oft genug wurde in der Vergangenheit richtig Stimmung gegen Streiks gemacht.