Rentensystem

Rentensystem

Rente: Verachtung der Arbeiter und kleinen Angestellten

Das Rentensystem wird von der Regierung und den Medien grundsätzlich falsch wiedergegeben.

Korrespondenz aus Oberhausen

Was ist mit den Arbeiterinnen, Arbeitern und Angestellten, die mit 17 Jahren ihre Lehre angefangen haben? Wenn sie 62 Jahre alt werden, haben sie oft schon 45 Arbeitsjahre hinter sich, aber keine Aussicht auf eine abschlagsfreie Rente. Wer 1964 oder später geboren ist, kann erst mit 67 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Sollen Arbeiter und Angestellte, darunter Schwer- und Schichtarbeiter, im Kapitalismus der BRD also grundsätzlich 50 Jahre arbeiten?

 

Angeblich wollte Merz ja mit seinem Rentenpaket 2025 „das freiwillige Weiterarbeiten (!) im Rentenalter attraktiver gestalten“. Im Dezember 2026 will er nun auch noch die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren ganz abschaffen: „Gesund und fit abschlagsfrei früher in Rente sei weder gerecht“, beteuert er, noch könnten die Rentenversicherung und unsere Volkswirtschaft es sich leisten.

 

In der Praxis findest du heute keine Arbeiterin, keinen Arbeiter oder kleinen Angestellten, die nach 45 Berufsjahren gesund und fit sind. Viele werden auch schon mit 55 Jahren berufsunfähig krank und müssen die Zeit bis zum regulären Renteneintritt in Altersarmut verbringen. Gesetzlich ist dafür die Erwerbsminderungsrente vorgesehen. Die erreichst du heute jedoch kaum ohne gerichtliche Klage. Auf jeden Fall musst du organisiert sein. In der Gewerkschaft oder beim VdK helfen Fachleute weiter. In der MLPD bekommst du Zuspruch, Beratung und Stärkung, um diese harten, jahrelangen Kämpfe um deine Rechte und ein lebenswertes Auskommen im Alter durchzustehen.

 

  • Offensiv und organisiert gegen den Abbau sozialer Errungenschaften!
  • 45 Berufsjahre sind genug!
  • Rente mit 55 Jahren für Frauen und Schwer- und Schichtarbeiter!
  • Sofortige Übernahme nach der Lehre!