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Montagsdemo Heidelberg, ein tolles Fest – Üsoligenial ist 20 Jahre alt – 388,50 Euro für Gaza gesammelt

Das Fest konnte am 19. Oktober direkt auf dem Bismarckplatz stattfinden, wo wir feiern durften. Hier haben wir als Montagsdemo Heidelberg über tausendmal gegen die verschiedenen Regierungen protestiert und über Kahlschlag sozialer Errungenschaften, Kriegstüchtigkeit, Militarisierung und Rechtsentwicklung der Regierung und der Monopole aufgeklärt.

Korrespondenz
Montagsdemo Heidelberg, ein tolles Fest – Üsoligenial ist 20 Jahre alt – 388,50 Euro für Gaza gesammelt
Ein Bild vom Fest (foto: Solidarität International)

Die örtliche Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ) führte für die Samstagsausgabe mit Matz Müllerschön, dem Vereinsvorsitzenden von Üsoligenial, ein längeres Interview mit Terminankündigung zum Fest. 

 

Um 15 Uhr war Aufbau. Trotz eines Autoschadens mit Hänger direkt auf dem Platz konnten die besondere Montagsdemo und unser Jubiläum pünktlich um 16.00 Uhr beginnen. 40 Personen nahmen auf den aufgestellten Biergarnituren Platz und genossen bei Kaffee und Kuchen gegen Solidaritätsspenden zugunsten des säkularen Krankenhauses in Gaza erwartungsvoll die Veranstaltung, während Matz Müllerschön als Moderator der Montagsdemo die Kundgebung mit einer Begrüßung eröffnete.

 

Nach dem Begrüßungslied "Schön, wieder hier zu sein" sprach Matz Müllerschön als Vereinsvorsitzender darüber, wie der Verein Üsoligenial 2006 im Rahmen der Montagsdemo gegen die Regierung aus SPD und Grünen gegründet wurde, „um betroffene Menschen direkt zu beraten, zu begleiten, aber auch zu überzeugen, selbst aktiv zu werden und die Montagsdemo Heidelberg zu unterstützen.“

 

Ja, wir sind in Heidelberg ein politischer Faktor geworden. „Und ich möchte zu Beginn allen, die dabei aktiv und passiv mitgewirkt haben, meinen großen Dank und Respekt aussprechen. Es ist unser gemeinsamer Erfolg und den brauchen wir im Kampf gegen die großen Monopole und die Regierung Merz / Klingbeil!"

 

„Doch jetzt, bevor wir feiern, muss ich noch kurz um eure Aufmerksamkeit und Ruhe bitten und eine traurige Mitteilung machen. Andreas Schweitzer, seit vielen Jahren aktiver Montagsdemonstrant in Mannheim und Heidelberg und Mitglied in der Koordinierungsgruppe der bundesweiten Montagsdemo, ist mit 63 Jahren viel zu früh gestorben. Er wäre sicher heute gerne dabei gewesen. Ich denke, wir sollten dazu für eine Gedenkminute aufstehen. ... Danke ... Andreas, du bleibst uns in Erinnerung, wir werden auch in deinem Sinne den gemeinsamen Kampf fortsetzen.“

 

Die Gäste, die einen Geburtstagsgruß persönlich vortrugen, waren Renate Radmacher vom Vorstand von Solidarität International, die zur aktuellen Situation in Gaza sprach, Bernhard Schweigert von der MLPD und Gabi Maerzke von der Friedensdemo Heidelberg, die ebenfalls dem Verein gratulierte. Gunther Häberlen, ehemaliger Geschäftsführer der IG BAU, und Rose Lang, für die Erwerbslosen von Ver.di im Rhein-Neckar-Kreis, sprachen spontan ihre Glückwünsche und ihre Solidarität aus.

 

Was mich besonders freute, war, dass Jörg Schmidt-Rohr, Sprecher des „Heidelberger Bündnisses gegen Armut und Ausgrenzung“, kam und gesprochen hat und Üsoligenial, das neben den mehr als 50 anderen Vereinen und Organisationen im Bündnis aktiv mitarbeitet, für sein Engagement lobte. Die Bundestagsabgeordnete Sahra Mirow von der Linken hier in Heidelberg konnte leider nicht kommen, aber ihre Geburtstagsgrüße hat Kim Sophie Bohnen, Mitglied im Landesvorstand, vorgetragen.

 

Das Friedenskabarett, das zum ersten Mal dabei war, ist sehr gut angekommen. Als die Künstler auftraten, waren teilweise bis zu 100 Menschen da, die ihnen zuhörten. Sie halfen auch beim Auf- und Abbau, haben mit ihrer Anlage auch zur Hintergrundmusik beigetragen und ihre Zugaben wurden laut beklatscht. Mitten auf dem Platz hat der Jugendverband REBELL mit Kindern ein Transparent gefertigt, auf dem am Ende „Gegen den Sozialkahlschlag“ stand. Viele bunte Kinderhände haben sich darauf verewigt.

 

Und Dank auch dem Team um Marlene, das die Gäste mit Kaffee und Kuchen sowie warmem Fleischkäse im Brötchen und Spundekäse mit Laugengebäck versorgte. Ergebnis für das Krankenhaus Al-Awda: insgesamt 388,50 Euro Spenden (Essen: 209,60 Euro, Erlös aus Gehäkeltem: 76,27 Euro, Mittagessen für die Bündnisveranstaltung: 46,20 Euro und der Rest verschiedene Spenden).

 

Es war ein tolles, nachhaltiges Fest, das den Verein, die Montagsdemo und die internationale Bewegung gegen Krieg und Imperialismus gestärkt hat. Es gab neue Mitglieder im Verein und die verschiedenen Gruppen sind noch enger zusammengekommen für eine Zukunft ohne Kriege und Ausbeutung.

 

Bericht vom Fest auf der Homepage der Solidaritäts- und Hilfsorganisation Solidarität International e. V.

 

Interview mit Matz Müllerschön in der Rhein-Neckar-Zeitung (leider kostenpflichtig)