Presseerklärung

Presseerklärung

MLPD kritisiert Rufmordkampagne gegen Ibrahim Ibrahim

Tagtäglich kommen in den bürgerlichen Medien – oft ganzseitig – Hetzartikel gegen den Berliner Palästina-Aktivisten Ibrahim Ibrahim. Kübelweise werden Verleumdungen über ihn ausgeschüttet.

Von Zentralkomitee der MLPD
MLPD kritisiert Rufmordkampagne gegen Ibrahim Ibrahim
Ibrahim Ibrahim (Dritter von links) auf einer Internationalismus-Live-Veranstaltung im Januar 2026 im "Treff International" in Berlin (rf-foto)

Er wird als Antisemit diffamiert, obwohl er selbst in seiner Klarstellung authentisch Position bezieht (https://www.rf-news.de/2026/kw42/klarstellung-von-ibrahim-ibrahim):

 

„Ich lehne Antisemitismus, Rassismus, religiöse Diskriminierung und jede Form ethnischer Ausgrenzung ab. Meine Kritik richtet sich gegen die israelische Regierung und ihre Besatzungspolitik, nicht gegen jüdische Menschen oder die jüdische Religion. Meine politische Vision ist ein demokratischer, sozial gerechter Staat Palästina, in dem Juden, Muslime, Christen und Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen gleichberechtigt zusammenleben."

 

Er wird als „Terrorist" gebrandmarkt und kriminalisiert. Auch hier spricht er selbst Klartext: „Die Unterstützung palästinensischer Rechte sowie die Kritik an Besatzung, Siedlungspolitik und Vertreibung sind nicht mit der Unterstützung terroristischer Handlungen gleichzusetzen. Den Vorwurf, Terrorismus zu unterstützen, weise ich entschieden zurück." Er betont auch, dass er sich „friedlich und im Rahmen der geltenden Gesetze" verhält.

 

Gabi Fechtner, Vorsitzende der MLPD, bezieht Position: „Ibrahim ist palästinensischer Herkunft. Er kommt aus einem unterdrückten und vertriebenen Volk, dessen Volk neben Leid und Vertreibung in den letzten Jahren sogar einen Völkermord erlebte. Ausgerechnet dieser Mann wird jetzt in den Medien als Täter hingestellt. Was denken sich diese Journalisten eigentlich, wenn sie jemanden wie ihn zum Freiwild erklären und meinen, alles über ihn behaupten dürfen?"

 

Die Partei Die Linke ist einerseits selbst Opfer dieser antikommunistischen und antipalästinensischen Kampagne. Gleichzeitig machen wachsende Teile von ihr immer stärker dabei mit – wie das Verhalten von Elif Eralp zeigt -, die sich dabei auch noch auf die reaktionären Sicherheitsbehörden beruft. Statt klar gegen die Hetze aufzutreten, suggerierte sie haltlos, man müsse Angst haben, wenn man den Namen Ibrahim Ibrahim überhaupt nennt. Damit wird die Kampagne noch weiter angeheizt.

 

Mit der Diffamierung Ibrahims wird auch ein haltloser Generalverdacht gegen Antiimperialisten und Revolutionäre überhaupt gemacht. Wer den Völkermord in Gaza kritisiert, wer sich mit dem palästinensischen Befreiungskampf solidarisiert, wer gegen Imperialismus und Zionismus kämpft, soll mundtot gemacht und kriminalisiert werden. Es passt auch in die rassistischen Ressentiments gegen Muslime, arabische Menschen und vor allem Palästinenser, sie ohne jeden Beweis der Terrorunterstützung zu bezichtigen und würdelos zu behandeln.

 

Dass das palästinensische Volk gegen seine Unterdrückung kämpft, ist legitim und kein Terrorismus. Immerhin steht auch in Resolution 37/43 (1982) der UN-Generalversammlung, dass bewaffneter Kampf ein legitimes Mittel gegen koloniale und fremde Herrschaft sowie Besatzung ist.

 

Fechtner weiter: „Die MLPD erklärt ihre volle Solidarität mit Ibrahim Ibrahim. Wir weisen die Rufmordkampagne entschieden zurück. Kritik am Völkermord Israels, an Israels faschistischem Staatsterrorismus und der deutschen Staatsräson, die das durch Waffenlieferungen unterstützt, ist kein Antisemitismus, sondern ein antifaschistisches und internationalistisches Gebot."

 

Die MLPD richtet ihre Kritik in erster Linie gegen die faschistische israelische Regierung mit ihrem Völkermord in Gaza und dem Siedler-Terror im Westjordanland. Sie hat einen klaren Kurs der vollen Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf und unterstützt das auch praktisch in einer Solidaritäts-Spenden- und Aufbaukampagne. Für ein befreites Palästina sind für die MLPD faschistische Organisationen wie Hamas kein Bündnispartner. Sie hält daher einzelne der in den Medien zitierten Positionen Ibrahims für diskussionswürdig. Das ändert jedoch nichts daran, dass Ibrahim Ibrahim ein Internationalist und Freiheitskämpfer ist, der sich seit Jahrzehnten für die Rechte des palästinensischen Volkes, gegen zionistische Besatzung und für ein freies, sozialistisches Palästina einsetzt.