Jugendproteste

Jugendproteste

Die Gewalt am 31.10. wurde inszeniert

Im ersten Akt liefen die Bilder von Plünderungen aus Frankreich in Dauerschleife. Statt über die Millionen Protestierenden und die massive Polizeigewalt sollte darüber diskutiert werden.

Von ro

Der gute Aufruf zum europaweiten Protest am 20.11. wird in der bürgerlichen Presse totgeschwiegen. Im zweiten Akt ruft eine ominöse Homepage zu Protesten in Deutschland auf. Der Aufruf sowohl harmlos als auch spalterisch. Generationenkonflikt statt Kampf gegen die Herrschenden. Links und rechts wird im Aufruf antikommunistisch gleichgesetzt.

 

Alle bürgerlichen Medien berichten non stop. Bürgerliche Politiker, Polizei, Geheimdienst - aller warnen vor Ausschreitungen, Gewalt, Plünderungen. Die einen sollen eingeschüchtert zu Hause bleiben. Für egoistische Randalierer ist das wie ein Aufruf. An dem Tag wird das passieren. In Akt drei läuft das Drehbuch dann ab. In Köln kesselt die Polizei über acht Stunden friedliche Demonstranten ein, benutzt den Wasserwerfer, schubst, schlägt, rempelt. In einer gut dokumentierten Szene sieht man etwa 30 behelmte Polizisten mit Kampfgeschrei auf Demonstranten zurennen. Überall Polizei, es ist kein Durchkommen. Minderjährige werden wie Straftäter behandelt. Alles ist abgeriegelt. Ein Hubschrauber schwebt stundenlang über dem Kessel. Ein paar Pyros sind der lächerliche Vorwand für diesen Exzess.

 

Als Jugendliche zeitgleich ein Schaufenster in der Innenstadt einschlagen, ist keine Polizei da. Aber natürlich viele Kameras. In Akt vier wird das nun alles ausgeschlachtet. Wer im Kessel war, wird als "Linksextremist" betitelt. Angeblich hat sich ein Polizist in Köln an der Hand verletzt. Tennisarm an der Schlaghand? Wieiviele Kinder und Jugendliche verletzt wurden, zählt niemand. Aber die gleichen Linksextremisten werden verantwortlich gemacht, für Randale in der Stadt. Wie man das macht, während man im Kessel sitzt, erklärt niemand. Auch der Rassismus darf nicht fehlen. Überall ist von "migrantischen Milleus" die Rede. Was das sein soll, weiß auch keiner. Schließlich haben in Köln je nach Altersgruppe 47-58 Prozent der Jugendlichen und Kinder in irgendeiner Form eine Migrationsgeschichte. Man sieht ein paar mal dunkle Haare, und schon geht die Hetze los.

 

Wer kein Statist in den Drehbüchern der Herrschenden sein will, muss sich organisieren. Das bewiesen Jugendverband Rebell und MLPD, die gemeinsam mit anderen sozialistischen und revolutionären Jugendlichen dem oben genannten Konzept zur antikommunistischen Bevormundung der Proteste erfolgreich einen Strich durchs Drehbuch gemacht haben.

 

Gemeinsam verschaffen wir uns Durchblick, organisieren disziplinierten und machtvollen Protest. Durchschlagskraft bringt nicht ein Bengalo, sondern der Schulterschluss mit der Arbeiterklasse, gemeinsame Aktions- und Streiktage. Und gemeinsam schreiben wir unser eigenes Drehbuch, mit dem Ziel einer befreiten Gesellschaft im echten Sozialismus. Macht mit im Jugendverband REBELL und in der MLPD.