Filmtipp
Der Film „Staatsschutz“ – ein aktueller, sehr sehenswerter Justiz-Thriller
Der Film „Staatsschutz“ (Regie: Faraz Shariat) feierte auf der Film-Biennale in Berlin im Februar Premiere, erhielt den Publikumspreis und kommt jetzt in die Kinos.
Der Justiz-Thriller thematisiert institutionellen Rassismus und rechte bzw. faschistische Netzwerke im Staats- bzw. Justizapparat in Deutschland, inspiriert von realen Fällen wie dem NSU-Komplex und anderen.
Im Mittelpunkt steht die junge deutsch-koreanische Staatsanwältin Seyo Kim. Sie tritt eine neue Stelle an. Rechte Gewalt gehört zu ihrem Arbeitsalltag. Doch dann wird sie selber Opfer eines rassistischen Anschlags. Der Täter bleibt unerkannt. Ihre eigene Behörde untersagt ihr, in diesem Fall zu ermitteln. Trotzdem nimmt sie Ermittlungen auf. Sie stößt dabei auf eine Mauer des Schweigens und auf rechte bis faschistische Netzwerke. Sie muss erkennen, dass das System, dessen Teil sie selbst ist, die rechten bis faschistischen Umtriebe verharmlost und die Täter deckt. Doch sie beugt sich nicht und findet Unterstützung.
Insgesamt ein sehr sehenswerter, aktueller Film, der es verdient, nicht nur in kleinen Programmkinos gezeigt zu werden.