Argentinien
Zum Tod von Carlos Echagüe
Gabi Fechtner, Parteivorsitzende der MLPD, Stefan Engel, Leiter des theoretischen Organ „Revolutionärer Weg“ und Monika Gärtner-Engel, Internationalismusverantwortliche der MLPD senden der Familie und den Angehörigen von Carlos Echagüe und dem Zentralkomitee der Kommunistischen Revolutionären Partei Argentiniens (PCRA) herzliche Grüße der Anteilnahme.
Liebe Genossinnen und Genossen,
liebe Familie von Carlos Echagüe!
Der Tod von Carlos erfüllt uns mit großem Schmerz und großer Trauer. Es ist zuerst ein großer Verlust für euch, den Mitbegründer eurer Partei (1968) und jahrzehntelanges Mitglied eures Zentralkomitees zu verlieren. Er war unbeugsamer Revolutionär und seit seiner Jugend überzeugter Kommunist, treuer Gefährte, Freund, Vater und geliebter Großvater. Carlos gehörte zu jener Gruppe junger Revolutionäre aus dem kommunistischen Jugendverband, die in den 1960er Jahren am revolutionären Weg festhielten und gegen Opportunismus, Bürokratismus und modernem Revisionismus rebellierten.
Carlos leistete ab den 1970er Jahren eine unermüdliche und schöpferische theoretische Arbeit, den Marxismus-Leninismus als Grundlage eurer Partei zu formen. Es war bedeutsam, die revolutionäre Praxis in Argentinien mit einer eigenständigen theoretischen Arbeit zu verbinden. Insbesondere durch seine wissenschaftlichen Werke über den Sozialismus in der Sowjetunion hat Carlos viel geleistet. Darin verteidigte er die historischen Errungenschaften des sozialistischen Aufbaus gegen die Verleumdungen des Antikommunismus, untersuchte aber auch kritisch bürokratische Fehler und Fehlentwicklungen. Selbständig untersuchte er die Veränderung der Sowjetunion vom Bollwerk der Weltrevolution zu einer sozialimperialistischen Macht.
Carlos Echagüe wurde über Argentinien hinaus mit zahlreichen Publikationen ein international bekannter marxistisch-leninistischer Theoretiker! Die MLPD hat seit Beginn der freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren Parteien den fruchtbaren Austausch in der theoretischen Arbeit sehr geschätzt. Gerade auch in zahlreichen persönlichen Gesprächen von Stefan Engel und Carlos Echagüe wurden in kritisch-selbstkritischer Debatte gegenseitig wichtige Impulse für die theoretische Arbeit beider Parteien gewonnen.
Für ihr jüngstes Buch „Die Lehre von der Denkweise“ hat die MLPD sich noch einmal gründlich mit den Analysen von Carlos in seinem Buch „Revolution, Restauration und Krise in der Sowjetunion“ befasst. Sie hat in dem Kapitel über die Errungenschaften und Fehler in der Führung des Klassenkampfs in den 1930er Jahren in der Sowjetunion aus seinem Buch zitiert, wo Carlos schwere Verstöße der Sicherheitsorgane gegen sozialistische Prinzipien kritisiert. Er war bis zu seinem Tod ein überzeugter Marxist-Leninist mit großen Verdiensten, dem echten Sozialismus unter den Massen in Argentinien und der Welt neues Ansehen zu verschaffen.
Wir werden Carlos nicht vergessen!
Gabi Fechtner, Parteivorsitzende der MLPD
Stefan Engel, Leiter des theoretischen Organ „Revolutionärer Weg“
Monika Gärtner-Engel, Internationalismusverantwortliche der MLPD