Audi-Chef:
Wahlkampfhilfe für den Faschisten Trump – faschistoide Methoden gegen Arbeitersolidarität
Zu Recht sind die Leute hell empört über den Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner auf der Wahlkampfbühne von Donald Trump. Nachdem der US-Präsident eine Viertelstunde lang Hass, Rassismus und Frauenfeindlichkeit abgespult hatte, ließ sich Döllner als „handsome guy aus Germany“ feiern und verkündete ein neues Werk in Georgia für über vier Milliarden Dollar.
Das war bewusste Wahlkampfhilfe für den Faschisten Trump – kurz vor den Zwischenwahlen und mitten in der Phase, in der Audi und VW in Deutschland massiv Arbeitsplätze vernichten wollen.
VW-Konzernbetriebsratschefin Daniela Cavallo hat das zu Recht scharf verurteilt. In einem internen Interview sagte sie:„Etliche Minuten voller Rassismus, Sexismus, Fremdenhass, Transphobie, Verächtlichmachung der Demokratie – und dann tritt einer unserer obersten Konzern-Repräsentanten auf die Bühne und betreibt aktive Wahlkampfhilfe.“Wer das gehört und gesehen habe, müsse „vor Scham im Boden versinken“.
Nur: Warum sollten wir uns schämen? Wir Arbeiter sind doch nicht VW oder Audi! Die Empörung ist richtig, der Auftritt ist ein Skandal. Aber die Scham gehört denen, die sich dafür hergeben – nicht den Kolleginnen und Kollegen in den Werken.
Mittlerweile zeigt sich, dass alles von ganz oben bei VW von Blume und Co. gedeckt worden sein muss. Der Auftritt war kein Alleingang eines einzelnen Managers.
Wundern muss das allerdings niemanden. Gegen die Arbeitersolidarität bei Audi Neckarsulm läuft seit Monaten eine Welle der Kriminalisierung, die von VW und Audi ausgeht. Brutale Polizeieinsätze gegen Verteiler der Kollegenzeitung Vorwärtsgang und gegen Verkäufer der Roten Fahne. Sicher 60 Strafanzeigen. Hausfriedensbruch wird vorgeworfen – obwohl es sich nicht einmal um befriedetes Besitztum handelt. Die Staatsanwaltschaft zieht auf Anweisung von VW/Audi mit.
Wahlkampfhilfe für den Faschisten Trump, Werke schließen, faschistoide Methoden gegen Arbeitersolidarität – das bleibt übrig von der angeblichen „VW-Familie“. Das internationale Finanzkapital kennt keine "Würde". Es kennt nur Maximalprofit.Umso wichtiger ist, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter um ihre Arbeitsplätze, für Umweltschutz und gegen Faschismus und faschistoide Methoden kämpfen.