Am 30. Oktober
100 Häfen rund um den Globus dabei: Internationaler Hafenarbeiteraktionstag
Am 30. Oktober findet ein Internationaler Hafenarbeiteraktionstag statt. Es ist bereits der zweite in diesem Jahr 2026. Am 6. Februar setzten Hafenarbeiter in Deutschland, den Niederlanden, Griechenland, Italien und weiteren Ländern ein Zeichen: "Hafenarbeiter arbeiten nicht für den Krieg". Der Aktionstag, der jetzt vorbereitet wird, hat noch weit größere Dimensionen. Die jüngste Zusage kam gestern aus Australien. Und der International Youth Strike solidarisiert sich mit dem Hafenarbeiteraktionstag.
Der Internationale Hafenarbeitererfahrungsaustausch ruft zum Hafenarbeiteraktionstag am 30. Oktober auf! Hafenarbeiter arbeiten nicht für den Krieg! Imperialistische Kriege weiten sich weiter aus. Die Weltordnung gerät aus den Fugen und fast alle imperialistischen Länder sind direkt oder indirekt an Kriegshandlungen verwickelt.
Die USA als Hauptkriegstreiber, die Nato, Russland, China und Israel verschärfen diese Konflikte. Weltweit werden drastische Kürzungsprogramme gefahren, um gleichzeitig die Aufrüstung zu finanzieren. Die EU-Pläne sehen vor, 418 Mrd. (75% mehr gegenüber 2021) für Großkonzerne, Waffen und militärische Mittel. Gleichzeitig soll kein Geld für Löhne, Gesundheitssystem da sein. Dagegen formieren sich Proteste und Streiks.
Die niederländischen Hafenarbeiter streikten am Freitag, dem 4. September 2026, 8 Stunden gegen die Regierung. Dies wurde mit dem gleichzeitig andauernden 48-stündigen Warnstreik in der Lohntarifrunde Seehäfen in Deutschland praktisch ein internationaler Aktionstag wurde. In den norddeutschen Seehäfen kämpfen die Hafenarbeiter für spürbar höhere Löhne. In Italien gegen politische Entlassungen und in Griechenland kämpfen die Gewerkschaften für den Schutz der Seeleute in Kriegsgebieten.
Die Häfen sind nicht nur von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Für die Kriege der Imperialisten haben die Hafen- und Werftarbeiter und die Seeleute eine zunehmende Bedeutung gewonnen. Häfen sind zentrale Umschlagsplätze für Waffen, Ersatzteile für Waffensysteme und Munition, die über die Meere zu den jeweiligen Einsatzgebieten und Staaten transportiert werden. Ebenso finden ein Teil der Truppentransporte über See und durch die Häfen statt. Wir wissen alle, wie nervös die Weltwirtschaft wird, wenn die Hafenarbeiter in den Streik treten.

Grafik: Hafenarbeitererfahrungsaustausch
Weil ihre Kampfmaßnahmen nicht nur die Achillesferse der Wirtschaft der Internatonalen Monopole treffen, sondern auch ihre militärische Logistik und Rüstungsproduktion empfindlich stören können, verschärft sich der Richtungskampf, auf welche Seite die Hafenarbeiter und Seeleute sich stellen. Viele Kollegen machen sich Sorgen um die Zukunft, Sorgen, dass sie durch die Militarisierung zunehmend zur Zielscheibe werden, sie machen sich Sorgen um ihre Kinder, die wieder an Front geschickt werden sollen!
In dieser Situation ist es bedeutend, dass Kämpfe international koordiniert werden. Gewerkschafter von ENEDEP (Griechenland), PENEN (Griechenland), LAB (Baskenland), Liman-Is (Türkei), ODT (Marokko), USB (Italien), CGT Ports and Docks (Frankreich) und ORSA Porti (Italien) rufen für Freitag, 30. Oktober zu einem Internationalen Aktionstag der Hafenarbeiter auf: „Gegen Krieg und Militarisierung – Keine Deregulierung! ... Häfen für den Frieden. Jobs mit Würde.“
- Sofortiges Ende des Völkermords am palälästinensischen Volk und die Anerkennung eines unabhängigen palästinensischen Staates!
- Für ein Ende der US-israelischen Angriffskriege in Westasien und gegen den Iran und volle Solidarität mit den Völkern Kubas, Venezuelas und Sudans!
- Wir fordern: ausreichenden Arbeitsschutz und höhere Löhne.
- Der sinnvolle technische Fortschritt der Automatisierung muss den Hafenarbeitern und Seeleuten zugute kommen. Deshalb fordern wir die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich!
Friedenshäfen wird es im Kapitalismus nicht geben, dafür brauchen wir den Kampf für ein anderes Gesellschaftssystem, für viele von uns ist es der Sozialismus. Wir rufen alle Hafenarbeiter auf, den 2. Internationalen Aktionstag der Hafenarbeiter am 30. Oktober 2026 zu ihrer Sache zu machen.
Organisiert euch mit Erklärungen, Pausenversammlungen, Kundgebungen, Blockaden und Streiks! Wir rufen auch andere Teile der Arbeiterbewegung, die Schüler und Studenten ... auf, sich zu solidarisieren und die Kämpfe zu unterstützen!
Hoch die internationale Solidarität
Die jüngste Zusage, sich am internationalen Hafenarbeiteraktionstag zu beteiligen, kommt aus Australien; die Internationale Einheitsfront gegen Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung (United Front) hat die Nachricht übermittelt:
"Die Maritime Union of Australia bekundet ihre Solidarität mit den Hafenarbeitern weltweit, die sich unter dem Motto 'Internationaler Aktionstag der Hafenarbeiter gegen Krieg und Militarisierung' für den Aktionstag am 30. Oktober 2026 organisieren. Der MUA-Nationalrat befürwortet, dass die Ortsverbände Maßnahmen ergreifen, um diese Aktionen zu unterstützen. Die MUA stellt fest, dass Hafenarbeiter*innen in ganz Europa und im Mittelmeerraum zu koordinierten internationalen Aktionen gegen die Nutzung von Häfen und Verkehrsinfrastruktur für Kriegszwecke aufgerufen und diese organisiert haben. Die MUA lehnt das Verladen von Waffen für Krieg und Völkermord ab. Diese Aktionen haben den Widerstand gegen den Völkermord am palästinensischen Volk mit dem Widerstand gegen die allgemeine Kriegswirtschaft, die Aufrüstung und die Umwandlung ziviler Häfen in logistische Plattformen für den Militarismus verbunden."