Leverkusen
Rotfüchse schreiben einen Brief an die von Abschiebung bedrohte Familie Rouf
Seit einigen Jahren kämpft die Familie Rouf gegen ihre Abschiebung - mit großartiger Unterstützung Tausender Menschen aus ganz Deutschland, besonders aus Leverkusen und Köln.
Der Ausgangspunkt ist eine immer wieder auftretende rücksichtslose und menschenverachtende Abschiebepraxis der Ausländerbehörde in Leverkusen unter der Hoheit des Oberbürgermeisters Herrn Hebbel / CDU. Grundlage dafür ist das ultrareaktionäre Migrationsgesetz der Bundesregierung.
Wir erinnern uns an die mit uns befreundete armenische Familie, deren Kampf gegen die Abschiebung von Tausenden Menschen in Leverkusen und von verschiedenen Parteien, auch der MLPD, vom Jugendverband REBELL und den Kindern der Kinderorganisation ROTFÜCHSEN, unterstützt wurde. Trotzdem wurde die Familie im Dezember 2025 nach Armenien abgeschoben. Wir haben weiter freundschaftlichen Kontakt zu ihr. (Mehr dazu hier.)
2024 unterstützten ebenfalls Tausende Menschen den Kampf gegen die Abschiebung eines Dachdeckerlehrlings. Der Solidaritätsbewegung gelang es dieses Mal, dass der junge Mann aus Guinea im Januar 2025 eine „offizielle Aufenthaltserlaubnis“ erhielt, um seine Ausbildung beenden zu können.
Seit einigen Wochen hat sich die Situation der Familie Rouf dramatisch verschärft. Der Vater und eine Tochter wurden in einer Nacht-und-Nebel-Aktion mit brachialer Gewalt durch die Polizei abgeschoben. Die Mutter und die drei kleinen Kinder „durften“ noch hier bleiben. (Mehr dazu hier.) Durch den noch breiter gewordenen öffentlichen Protest und die Solidarität sah sich die Landesregierung NRW zu einer Sondersitzung gezwungen. Auch der Stadtrat Leverkusen wird auf Antrag verschiedener Parteien im Rat am 2. November eine Sondersitzung durchführen. Diese wird von einem öffentlichen Protest in Form einer Mahnwache ab 16 Uhr begleitet, zu der verschiedene Bündnisse aufrufen. In einem Aufruf heißt es: „KEINE SCHÜLERIN IST ILLEGAL!“ und „Der Stadtrat Leverkusen berät um 16 Uhr in einer Sondersitzung zum Fall der Familie Rouf und zur inhumanen Praxis der Ausländerbehörde Leverkusen. Wir begleiten die Sitzung mit einer Mahnwache vor dem Rathaus in Solidarität mit der Familie Rouf und weiteren Familien und Personen, die von Abschiebung bedroht sind.“
Mittlerweile tritt die Ausländerbehörde in abscheulicher Weise für eine „Familienzusammenführung“ ein, nämlich in Sri Lanka. Die Forderung der Unterstützerinnen und Unterstützer von Familie Rouf ist eindeutig: eine Rückreise von Vater und Tochter nach Deutschland!
Auf dem letzten Rotfuchstreffen haben wir über das drohende Schicksal der Familie Rouf gesprochen. Fast alle Kinder kannten den Vorgang bereits. Alle haben sofort gesagt: „Mit der Abschiebung dürfen sie nicht durchkommen. Wir helfen ihnen beim Kämpfen.“ Sie schrieben einen Brief an die Familie Rouf. Und natürlich wollen einige gemeinsam mit ihren Eltern, der MLPD und dem REBELL an der Mahnwache mit selbst gemalten Schildern und mit Parolen teilnehmen und der Familie Rouf dort ihren Brief übergeben.
Der Kampf gegen die Abschiebung steht in enger Verbindung mit dem antifaschistischen Kampf gegen die akute faschistische Gefahr und der immer lauter werdenden Forderung Tausender Menschen nach dem Verbot der AfD. War doch vor einigen Tagen die faschistische AfD in Leverkusen und stellte die „Remigration“ in den Mittelpunkt ihrer Veranstaltung.
Die Mahnwache findet statt:
Am 2. November ab 16.00 Uhr, Rathaus Leverkusen, Friedrich-Ebert-Platz 1.