Tarifstreik aktuell

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Provokation von Gesamtmetall - Jetzt: Konsequente Streiks und Vorbereitung der Urabstimmung für einen Flächenstreik

Die Metallarbeiter fordern in der Tarifrunde 5% mehr Lohn. Das ist auch das Mindeste angesichts der Lohnverluste der letzten Jahre. In den regionalen Verhandlungen am 27.10. hat Gesamtmetall nun ein „Angebot“ vorgelegt. Laut dem Verhandlungsführer von Südwestmetall, Krause, ist es ein tolles „Signal, die Einkommensinteressen der Beschäftigten nicht aus den Augen zu lassen.“ Vor lauter Vorfreude haben wir uns einmal genauer angesehen, was es beinhaltet:

Provokation von Gesamtmetall - Jetzt: Konsequente Streiks und Vorbereitung der Urabstimmung für einen Flächenstreik
Kämpferischer Auftakt der Metalltarifrunde in München (rf-foto)
  • Eine Einmalzahlung im Juli 2027 und eine Erhöhung des Tariflohns um 1,3 Prozent im Juli 2028 bei einer Laufzeit von 26 Monaten. Die Einmalzahlung soll 1 Prozent des Jahresentgelts ausmachen. Bei durchschnittlich 61.000 Euro sind das im Schnitt gerade einmal 610 Euro.
  • Die Zahlung kann von Firmen, die offiziell eine Umsatzrendite von unter 2,3 Prozent erwirtschaften, verschoben bzw. gestrichen werden. In Baden-Württemberg würde man in 45 Prozent der Unternehmen leer ausgehen.
  • Tarifliche Sonderzahlungen sollen immer mehr Betriebe automatisch anrechnen können.

 

Doch nicht genug damit. Das „Angebot“ gilt nur unter Vorbehalt! Die Unternehmer fordern weitere „Instrumente“, um auf betrieblicher Ebene noch mehr Zugeständnisse bei den Löhnen und der Arbeitszeit mit der Drohung mit Standortverlagerung oder Arbeitsplatzvernichtung erpressen zu können. Provokationen wie von Mercedes, wo der Vorstand eine längere Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich fordert, sollen damit Gang und gäbe werden.

 

Ginge es danach, wäre der Flächentarifvertrag bald nur noch eine Größe, von der nach unten abgewichen werden kann, statt Mindeststandards festzuschreiben. Die IG Metall kritisiert das zu Recht als „Minus-Runde“. Das ist kein „Angebot“, das ist eine Provokation. Darauf die richtige Antwort: ab 1.11. Konsequent mindestens 24-Stunden-Warnstreik, Urabstimmung und Vollstreik zur vollen Durchsetzung der fünf Prozent!

Verschärfte Ausbeutung

Audi-Chef Döllner macht in den USA offen Wahlkampfhilfe für den Faschisten Trump. Gegen Arbeitersolidarität vor dem Werk in Neckarsulm hagelt es Polizeieinsätze und bisher 60 Strafanzeigen. Gleichzeitig soll Neackarsulm dichtmachen und hat Audi die „Beschäftigungssicherung“ aufgekündigt. Die Monopole fahren einen härteren Kurs gegen uns Arbeiter. Und die Regierung legt die Axt an den 8-Stunden-Tag, die Pflege, unsere Gesundheitsversorgung oder die Renten.
Jahrzehntelang erzählte man uns das Märchen von der „sozialen Marktwirtschaft“, die allen nutzt. Angesichts der internationalen Vernichtungsschlacht scheitern diese Lebenslügen des Kapitalismus offen. Die MLPD ruft zum Kampf gegen die verschärfte Ausbeutung von Monopolen und Staat auf.

Internationale Arbeitereinheit ist Trumpf

Die Arbeiteroffensive blitzte auf in den Septemberkämpfen gegen Automonopole und Regierung mit 350.000 Beteiligten am 21. und 26.9. auf. Diesen Weg gilt es jetzt weiterzuführen. International haben wir Rückenwind. In Frankreich, Spanien, Italien rufen Gewerkschaften am 30.10., 5.11. und 11.11. zu Generalstreiks auf. In 30 Ländern der Welt rebelliert die Jugend gegen die herrschenden Verhältnisse. Die Herrschenden können nicht mehr wie bisher regieren, die Arbeiterklasse und die Massen wollen nicht mehr so regiert werden. In Berlin und Paris sind bereits offene politische Krisen ausgebrochen. Der weltweite vorrevolutionäre Gärungsprozess entfaltet sich.

Auf Gegenwind einstellen

Wenn in Frankreich 800.000 Menschen protestieren und davon wenige sinnlos randalieren, was kommt dann wohl groß in Bild und Co.? Warnung vor „Chaos“. Chaos – das kennen wir Arbeiterinnen und Arbeiter. Wir erleben das kapitalistische Krisenchaos tagtäglich in den Betrieben, in den Kriegen oder der globalen Umweltkatastrophe. Mit Polizei und Militär wird in Europa auf Protestierende losgegangen. Die faschistische AfD gibt sich gerne als Protestpartei. Aber Proteste der Massen sind laut AfD-Weidel ein „Alarmsignal“, gegen das stramm vorgegangen werden soll. Ein „Alarmsignal“ sind sie nur für die Herrschenden, die sich auf härtere Klassenauseinandersetzungen vorbereiten. Das sollten wir Arbeiter auch tun. Dazu gehört, der Manipulation der öffentlichen Meinung entgegenzutreten und entschieden gegen Faschismus und die Faschisierung des Staatsapparats einzutreten.

Mitbestimmung durch Streik!

„Eine Tarifrunde wird nicht am grünen Tisch entschieden, sondern hängt von der Durchsetzungskraft der Gewerkschaft ab,“ heißt es treffend auf der Webseite der IG Metall NRW. Es liegt an uns Arbeiterinnen und Arbeitern, die Gewerkschaften zur Kampforganisation zu machen. Das ist unverzichtbar für harte gewerkschaftliche und selbständige Streiks. Schluss also mit Co-Management und Klassenzusammenarbeitspolitik.

 

Ab dem 1.11. ist selbst die reaktionäre Friedenspflicht vorbei. Statt abzuwarten oder sich in zahnlosen Mini-Streiks aufzureiben, fordern immer mehr Arbeiter, dass sofort 24-Stundenstreiks organisiert werden. Wenn Gesamtmetall darauf nicht hört: Urabstimmung und Vollstreik! Für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich auf Kosten der Profite! Das würde hunderttausende Arbeitsplätze erhalten.

 

Doch der beste Lohnkampf ändert nichts an der Ausbeutung der Arbeiterklasse. Die MLPD tritt in den Kämpfen gegen das ausbeuterische Lohnsystem und für die Perspektive des echten Sozialismus ein, wenn den arbeitenden Menschen die Früchte ihrer Arbeit im Einklang mit der Natur endlich zugute kommt.

 

Stärkt die Gewerkschaften als Kampforganisation! Stärkt die Betriebsgruppen der MLPD und ihren Jugendverband REBELL!

 

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