Demonstration in Siegen-Geisweid
Angriff auf 1100 Arbeitsplätze bei Deutschen Edelstahlwerken (DEW)
Laut einer Mitteilung der Konzernmutter Swiss Steel Group werden die Deutschen Edelstahlwerke „restrukturiert“.
Danach soll das Werk in Witten zum zentralen Standort für Spezialstahl weiterentwickelt werden. Die Werke in Hagen und Krefeld dagegen sollen verkauft werden. Wenn das nicht gelingt, würden sie geschlossen.
Das Walzwerk in Siegen bleibt erhalten, die Stahlwerkssparte dort soll jedoch „pausieren“, so das Unternehmen. Nach Angaben der IG Metall sei dies nichts anderes als eine Teilschließung des Standorts. Betroffen wären in Siegen rund 400 Beschäftigte. Insgesamt arbeiten hier nach Gewerkschaftsangaben derzeit noch rund 1000 Mitarbeitende – etwas weniger als die Hälfte davon in der Stahlwerkssparte.
Die Belegschaft hatte über Jahre hinweg bereits massive Zugeständnisse beim Lohnverzicht und bei weiteren Bestandteilen gemacht. Es wird klar: Verzicht rettet keinen Arbeitsplatz.
Umso wichtiger ist es, dass die Belegschaft heute, Montag, 26. Oktober, zu einer überregionalen Demonstration aller Standorte zusammenkommt. Die Demo startet um 17.45 Uhr in Geisweid. Die Kundgebung beginnt um 18.30 Uhr.