Offener Protestbrief
Gelsenkirchener Rebellen und Rotfüchse protestieren gegen Verhaftung nigerianischer Bergleute
Rotfüchse und Rebellen wenden sich mit einem offenen Protestbrief an die Regierung von Nigeria und an Amnesty International.
Wir haben gelesen, dass vom 16. auf den 17. September in Nigeria 74 Bergleute verhaftet wurden, weil sie nach Edelmetall suchten. Wir denken, dass es arme Leute sind, die mit den Einnahmen ihre Familien ernähren müssen. Die verhafteten Bergleute kamen ins Gefängnis. Sie waren mit vielen Leuten auf engem Raum und bekamen kein Wasser. Sie haben elf Stunden gerufen, dass sie Wasser brauchen. Ihre Rufe wurde nicht erhört. Dadurch sind 33 von ihnen gestorben. Darunter auch 14 Minderjährige.
Wir sind traurig und enttäuscht, weil sie wollten nur ihre Familie ernähren und nun sind sie gestorben. Warum geht man so mit Menschen um? Die Verantwortlichen müssen bestraft werden! Wir hoffen, dass bald eure Forderungen erfüllt sind und dass es euch wieder besser geht. Wir haben euch gehört und wir möchten euch sagen: Wir sind da für euch! Ihr seid nicht allein! Wir hoffen, dass die ganze Welt euch hört und dass ihr alle Hilfe bekommt, die ihr braucht, um die Trauer um eure Männer und Söhne zu bewältigen.
Die Regierung hört uns durch unsere Stimme. Es muss eine bessere Regierung in Nigeria für die Menschen geben! Sie haben ein besseres Leben verdient. Dafür kämpfen wir! Wir sind Rebellen und Rotfüchse aus Deutschland, viele von uns kommen aus Nigeria. Wir sind gegen Ungerechtigkeiten und wir wünschen, dass keine Menschen so eine Erfahrung machen müssen.
Wir hoffen, eure Proteste haben Erfolg. Viel Glück! Wenn ihr uns schreiben möchtet, dann schreibt an: geschaeftsstelle@rebell.info