Dokumentiert

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ETHA fordert medizinische Versorgung für Ahmet Polad

Die Rote Fahne Redaktion dokumentiert den folgenden Artikel von der Homepage der kurdischen Nachrichtenagentur ANF:

Von ANF
ETHA fordert medizinische Versorgung für Ahmet Polad
Bild von der Pressekonferenz (foto: ANF)

Nach acht Monaten in HTS-Gefangenschaft leidet der in der Türkei inhaftierte Journalist Ahmet Polad unter schweren gesundheitlichen Problemen. ETHA fordert seine sofortige Behandlung in einem Krankenhaus und seine Freilassung.

 

Die Nachrichtenagentur Etkin Haber Ajansı (ETHA) fordert die sofortige Krankenhausbehandlung ihres in der Türkei inhaftierten Korrespondenten Ahmet Polad. Der Journalist, der bürgerlich Mehmet Nizam Aslan heißt, leidet nach acht Monaten Gefangenschaft bei der islamistischen HTS in Syrien unter schweren gesundheitlichen Problemen. Dennoch wird ihm nach Angaben seiner Kollegen eine angemessene medizinische Versorgung verweigert. Bei einer Pressekonferenz in Istanbul verlangte ETHA neben seiner Behandlung auch die unverzügliche Freilassung.

 

„Unsere vordringliche Forderung ist, dass Ahmet unverzüglich in einem voll ausgestatteten Krankenhaus behandelt wird“, erklärte ETHA-Redakteurin Pınar Gayıp bei der Pressekonferenz in den Räumen der Mediengewerkschaft DİSK Basın-İş im Stadtteil Kadıköy. An der Veranstaltung beteiligten sich auch Mitglieder des Journalistenvereins Dicle-Fırat (DFG) und der Sozialistischen Partei der Unterdrückten (ESP).

Acht Monate Gefangenschaft und Folter

Polad war am 18. Januar während eines Rechercheeinsatzes in Raqqa gemeinsam mit der deutschen Journalistin Eva Maria Michelmann verschleppt worden. Beide berichteten für ETHA aus Rojava zum damaligen Zeitpunkt über die Offensive gegen die Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES). Während Michelmann inzwischen wieder frei ist, wurde Polad nach rund acht Monaten HTS-Gefangenschaft dem türkischen Geheimdienst MİT übergeben und nach einer vorübergehenden Inhaftierung im Istanbuler Metris-Gefängnis in das Marmara-Gefängnis bei Silivri überstellt.

 

Gayıp berichtete, dass Polad während seiner Gefangenschaft in Syrien gefoltert, über längere Zeit ohne ausreichende Nahrung und Wasser festgehalten, schwer isoliert und mit dem Tod bedroht worden sei. Bei den Angriffen auf das ehemalige kurdische Jugendzentrum in Raqqa, in dem Polad vor seiner Verschleppung Schutz gesucht hatte, wurde er verletzt; in seinem Körper befinden sich noch immer Kugel- und Granatsplitter. Für seine Überstellung in die Türkei wurde ihm ein Sack über den Kopf gezogen. Anschließend wurde er bei der Polizei in Ankara festgehalten.

 

„Ahmet Polad ist Journalist. Über viele Jahre hat er unter Kriegs- und Konfliktbedingungen über die Revolution in Rojava, ihren Aufbau und ihre Verteidigung sowie die Angriffe des IS auf die Bevölkerung berichtet“, betonte Gayıp. Er müsse seine Freiheit zurückerlangen und die notwendige medizinische Behandlung erhalten.

 

„Wir werden nicht aufhören, für seine Gesundheit zu kämpfen“

 

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