Hafenarbeiteraktionstag in Hamburg
Erstmals eine Kundgebung der Gewerkschaft Ver.di im Hafen
Auf Initiative von Beschäftigten des Hamburger Hafens gab es zu diesem Aktionstag erstmals eine Kundgebung der Gewerkschaft Ver.di im Hafen.
Der entsprechende Fachbereich hatte dazu aufgerufen, auch gegen interne Widerstände. Rund 100 beteiligten sich daran, aus mehreren Hafenbetrieben, aber auch von verschiedenen Organisationen und Bewegungen, der Palästinasolidarität und Friedensinitiativen. Die Redner repräsentierten das auch. Es gab Beiträge von Gewerkschaftern der HHLA (Hamburger Hafen und Logistik AG), von Eurogate, sowie Solidaritätserklärungen von Vertrauenskörpern der Hamburger Hochbahn, Lufthansa Technik und von VW Kassel. Als Organisationen, die diese Kundgebung unterstützten und mit trugen, sprachen auch ein Vertreter des Internationalen Hafenarbeiter Erfahrungsaustausch und der hafenpolitische Sprecher der MLPD.
Was alle einte, war die Ablehnung der Militarisierung, von Waffentransporten für imperialistische Kriege und besonders die Verbundenheit mit den weltweiten Protesten und Streiks an diesem weltumspannenden Aktionstag. Weitergehende Fragen kamen auch zur Sprache, etwa nach einem echten Streikrecht, dem Zusammenhang von Aufrüstung und den Angriffen durch Monopole und Staat, sowie einer sozialistischen Perspektive.
Auf Anregung des Hafenarbeitererfahrungsaustauschs zogen noch rund 30 Personen weiter, zu einer Kundgebung vor Eurogate zum Schichtwechsel. Die Docker wurden hier mit Transparenten, Musik, Ansprachen und dem Aufruf zum Aktionstag informiert. Eine Aktion, an der Schüler, Studenten und (Hafen-) Arbeiter gemeinsam aktiv wurden und sich näher kennen lernten.