Hauptdemonstration in Piräus

Hauptdemonstration in Piräus

Dem mächtigen Hafenarbeiteraktionstag in Griechenland ging eine intensive Vorbereitung voraus

Die Hauptdemonstration des Hafenarbeiteraktionstags in Griechenland gestern fand in Piräus statt, dem großen Hafen nahe Athen. Von hier fahren die Personen- und Frachtfähren auf die Inseln, nach Italien und weiter weg. In Perama nahe Piräus ist der Containerhafen. Hier hat auch der chinesische Konzern Cosco seine Piers.

Von Iordanis Georgiou
Dem mächtigen Hafenarbeiteraktionstag in Griechenland ging eine intensive Vorbereitung voraus
Demonstration in Piräus (Foto: P.E.N.E.N)

Auf der Hauptdemonstration in Piräus riefen die Demonstranten immer wieder: "Hier ist Piräus! Wir, die Arbeiter, die Arbeiterklasse, kämpfen heute, wir singen und senden eine Botschaft gegen Imperialistische Kriege und Ausbeutung."

 

Mit Transparenten, Fahnen der Gewerkschaften und Slogans verbreiteten die Streikenden und Demonstranten die Botschaft: „Wir arbeiten nicht für den Krieg – Häfen der Völker und des Friedens, keine Stützpunkte der Imperialisten. Ein Riesenstrom von Hafenarbeitern, Schülern und Schülerinnen, Studierenden und Menschen aus Athen und Piräus marschierten über die Allee Iroon Polytechniou und durchquerten die Stadt Piräus.

 

An der Spitze das große Transparent mit der Parole „5 Kontinente – über 100 Häfen der Völker und des Friedens – Keine Stützpunkte der Imperialisten – Keine Opfer für ihre Profite“. Es folgten Blöcke von Gewerkschaften der Hafenarbeitern, PENEN, PEMEN und Peterson, und zahlreiche weitere Gewerkschaften, Organisationen und Parteien. Hafenarbeiter aus Italien und Frankreich sandten Streikgrüße nach Piräus In sieben Häfen des Landes blieben die Schiffe einen ganzen Tag lang vor Anker - in Piräus, Rafina, Lavrio, Patras, Igoumenitsa, Elefsina und Rio-Antirrio.

 

Die Gewerkschaft PENEN berichtet, dass sie eine sehr intensive Vorbereitung für diesen Streik hatten. Es fanden unzählige Besprechungen mit den Seeleuten auf den Schiffen und in den Häfen statt. Die Seeleute in der Hochseeschifffahrt stehen gegen ihren Willen an vorderster Front der kriegerischen Auseinandersetzungen, weil dies von den profitgierigen Reedern so beschlossen wird. Sie werden zu Opfern der militärischen und wirtschaftlichen Rivalitäten der imperialistischen Mächte.

 

Kunstwerke von Bildern aus Grundschulen und Kindergärten wurden von den Kindern ganz stolz auf der Demo getragen. Ihre Solidarität und die Arbeit mit den Bildern war gestern der beste Unterrichtstag seit Schulbeginn dieses Jahr. Die Solidarität war enorm. Der Verband der festangestellten Hafenarbeiter Griechenlands hat sich dem Streik angeschlossen und streikte drei Stunden. Das Gewerkschaftszentrum von Piräus hat einen 24-stündigen Streik ausgerufen. In mehreren Städten in Griechenland fanden Kundgebungen statt.

 

Der Bahn- und S-Bahn-Verkehr wurde lahmgelegt. Die Gewerkschaft des Eisenbahnverbandes POS und des Zugpersonals führten einen 24-Stunden-Streik durch. Die Beteiligung war so hoch, dass dass nichts mehr fuhr in Piräus und Athen.

 

Auf dem Kundgebungsplatz vor dem Stadttheater von Piräus wurden die Streikenden mit dem Lied „Ein vereintes Volk wird niemals besiegt“. Das war erschütternd für alle Herzen. Das hat zu gemeinsamen Tänzen und herzlichen Umarmungen geführt.

 

Hier das begeisternde Konzert auf dem Theaterplatz von Piräus

 

Die Beschäftigten des Flughafens „El Venizelos“ haben ebenfalls eine Solidaritätsaktion im Rahmen des weltweiten Streiks der Hafenarbeiter durchgeführt. Mit Transparenten und unter dem Skandieren von Parolen erklärten sie, dass Häfen und Flughäfen keine Kriegsstützpunkte und Ziele für kriegerische Vergeltungsmaßnahmen sein dürfen.

 

Im Hafen von Thessaloniki hat der Streik den kompletten Verkehr lahmgelegt. Über 200 Container standen still. Man muss noch erwähnen, dass der Gewerkschaftsdachverband GEES den Aktionstag abgelehnt hat. Auf allen Häfen und Demonstrationen wurden sie ausgebuht. Die streikenden Arbeiter verurteilten die Haltung, dass sie sich nicht in den Kampf gegen die imperialistischen Kriege einreihten.