Leserbrief
Audi-Vorstand Döllner bei Wahlkampfauftritt von Trump
Der folgende Leserbrief von Klaus-Jürgen Hampejs aus Gärtringen wurde im Gäuboten abgedruckt. Rote Fahne News dokumentiert ihn mit dem Originalschluss des Autors, den die Gäubote-Redaktion nicht veröffentlicht hat:
Ich bin empört über den Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner auf der Wahlkampfbühne von Donald Trump. Nachdem der US-Präsident eine Viertelstunde lang Hass, Rassismus und Frauenfeindlichkeit abgespult hatte, ließ sich Döllner als „handsome guy aus Germany“ feiern und verkündete ein neues Werk in Georgia für über vier Milliarden Dollar. Trump, ein Präsident, den ich als Faschist bezeichne, erhebt Ansprüche auf andere Länder und führt Kriege.
Dieser Auftritt von Audi-Chef Döllner war und ist in meinen Augen ein Kniefall vor einem Despoten. Es gab einmal in Deutschland eine schlimme Zeit, als Stahl- und Eisenbarone einen Kniefall vor Hitler machten. Nie wieder so etwas, egal ob in den USA oder hier.
Wenn jetzt der Audi-Konzern dies als übergeordnete Interessen bezeichnet, haben auch alle Beschäftigten der Automobil- und Zulieferindustrie, alle IG Metaller*innen übergeordnete Interessen. Nämlich den Kampf für mehr Lohn, gegen Rentenverschlechterungen für alle Menschen, gegen Arbeitsplatzvernichtungen und Werksschließungen. Das sind unsere übergeordneten Interessen, nämlich: Die Arbeiteroffensive bahnt sich ihren Weg.
Im Zusammenhang mit den Massenprotesten in Frankreich verlautet der CDU-"Fraktionszuchtmeister " Thorsten Frey in seinem aktuellen Interview: "In Frankreich gab es Generalstreiks, die sind bei uns verboten".
Hier der Originalschluss von Klaus-Jürgen Hampejs:
Herr Frey, Sie sind nicht unser "Zuchtmeister " und Bestimmer über die Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung. Wir bestimmen das mit dem Generalstreik selber, und ich bin dafür, wenn es notwendig ist.