Pressemitteilung

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Angriffe des Audi-Vorstands auf Belegschaft bekommen neue Qualität

Das Widerstandskomitee gegen die Werksschließung bei Audi Neckarsulm und gegen die Kriminalisierung der Arbeitersolidarität hat unter der Überschrift "Angriffe des Audi-Vorstands auf die Belegschaft bekommen neue Qualität" eine aktuelle Pressemitteilung veröffentlicht. Rote Fahne News dokumentiert sie.

Mit der Ankündigung des Vorstands bei der letzten Betriebsversammlung, dass die sogenannte "Schlechtwetterklausel" in Kraft treten soll, bekommen die Angriffe des Vorstands auf die Belegschaft eine neue Qualität. Das heißt, es wird eine Betriebsvereinbarung aufgekündigt, die betriebsbedingte Kündigungen bis 2033 ausschließt – eine offene Einstimmung auf Massenentlassungen.


In dem Rahmen soll über Arbeitszeit, Lohnhöhe, Übernahme der Azubis usw. neu verhandelt werden. Am Sonntag verkündet Audi-Chef Döllner auf einer Wahlkampfveranstaltung des faschistischen Präsidenten Trump den Bau eines neuen Werks in den USA. Hier sollen 4 Mrd. US-Dollar für den Bau einer Fabrik, die hauptsächlich große SUVs mit Verbrennungsmotoren produziert, investiert werden – gleichzeitig sollen in Deutschland Zehntausende Arbeitsplätze vernichtet werden.


VW-Konzernbetriebsratschefin Daniela Cavallo hat den gemeinsamen Auftritt von Trump und Döllner zu Recht verurteilt. In einem internen Interview sagte sie: „Etliche Minuten voller Rassismus, Sexismus, Fremdenhass, Transphobie, Verächtlichmachung der Demokratie – und dann tritt einer unserer obersten Konzern-Repräsentanten auf die Bühne und betreibt aktive Wahlkampfhilfe." Eine Skandalnachricht jagt die andere – hier muss man sich inzwischen über nichts mehr wundern.

 

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Bei Audi Neckarsulm läuft seit Monaten eine Welle der Kriminalisierung der Arbeitersolidarität, mit brutalen Polizeieinsätzen gegen Verteilerinnen und Verteiler der Kollegenzeitung „Vorwärtsgang“, die von VW und Audi ausgeht. Wahlkampfhilfe für den Faschisten Trump, Werke schließen, Kriminalisierung der Arbeitersolidarität – das alles unterstreicht die Notwendigkeit des aktiven Widerstands gegen die Arbeitsplatzvernichtung und geplante Werksschließungen, für Umweltschutz und gegen Faschismus und faschistoide Methoden. Das und mit welchen Aktivitäten der Kampf der Audi-Kolleginnen und -Kollegen weiter breit bekannt gemacht und unterstützt werden kann, wollen wir diskutieren und beraten. Es gibt bereits Vorschläge für eine Aktion beim Weihnachtsmarkt in Heilbronn oder Neckarsulm.

 

Dazu sind alle Interessierten und Unterstützer, zum nächsten Treffen des Widerstandskomitees am Freitag, 30. Oktober, um 18.30 Uhr in den Frauenräumen, Achtungstraße 37 in Heilbronn herzlich eingeladen.


Die Hilfs- und Solidaritätsorganisation SI hat sich bereit erklärt, ihr Spendenkonto zur Unterstützung von internationalen Arbeiterkämpfen dem Widerstandskomitee für die Spendensammlung für die Gerichts- und Anwaltskosten des Widerstandskomitees gegen die Kriminalisierung der Arbeitersolidarität zur Verfügung zu stellen. Der Kampf gegen die Werksschließung bei Audi Neckarsulm erfordert, sich auch gegen die Kriminalisierung, wie sie von Audi mit Anzeigen gegen Verteilerinnen und Verteiler der Kollegenzeitung "Vorwärtsgang" und brutalen und unrechtmäßigen Polizeieinsätzen betrieben wird, zur Wehr zu setzen. Ohne Menschen, die mutig die Pläne des Vorstands aufdecken und die Kolleginnen und Kollegen vor dem Werkstor in ihrem Kampf unterstützen, wird die Werksschließung nicht verhindert werden.

Spendenkonto:

Solidarität International

DE86 5019 0000 6100 8005 84

Stichwort _Soli Audi Neckarsulm_

 

Gerne machen wir auf die Petition der IG Metall Neckarsulm "Audi Neckarsulm bleibt" aufmerksam. Inzwischen haben 33.000 Menschen unterschrieben – das zeigt, dass der Kampf gegen die Werksschließung viel Solidarität und Unterstützung in der Region erfährt. Die Petition ist eine Ergänzung des aktiven Widerstands:

 

Hier geht es zu dieser Petition

 

Doch wie haben die Kolleginnen und Kollegen von Mercedes auf ihrem Banner geschrieben? „Ohne Streik wird sich nichts bewegen.“