Leserbrief

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Zum Artikel „Die Nation als einziges Kampffeld? Die DKP im Sumpf des revisionistischen Nationalismus“

Zum Artikel „DKP-Vorstand - Die Nation als einziges Kampffeld? Die DKP im Sumpf des revisionistischen Nationalismus“, der am 21. Oktober auf Rote Fahne News veröffentlicht wurde, erhielten wir einen Leserbrief von Jupp Eicker, den wir hier dokumentieren.

Von Jupp Eicker

Hier der Artikel, auf den sich der Leserbrief bezieht.

 

Vielen Dank für den aufklärenden Artikel vom 21. Oktober auf Rote Fahne News. Da fällt einem als Marxist-Leninist nichts mehr ein – oder doch! Die jetzige offene Position der DKP ist der ausgereifte Gipfelpunkt des revisionistischen Verrats. Denn getreu ihrem Parteiprogramm tönte die DKP schon 1984 ihren Opportunismus zur Verteidigung des bürgerlichen Staates in die Welt. So hieß es, anlässlich der Flick-/Barzel-Affäre in ihrer Zeitung UZ vom 24.10. 84: „Das Ansehen des ohnehin nicht vertrauensbildenden Bundestages darf nicht noch weiter lädiert werden“. Begierig griff dies dann das Handelsblatt am 26/.27.10.1984 auf: „DKP - In tiefer Sorge um das Ansehen des Deutschen Bundestages. Zu befürchten ist, dass die Flick-Barzel-Affäre eine ohnehin schon beklagenswerte Fehlentwicklung des deutschen Parlamentarismus noch verstärkt.“

 

Zwei Jahre zuvor war die MLPD gegründet worden und bestärkte seither und jetzt erst recht den revolutionären Optimismus, als Arbeiter bei der MLPD in der richtigen Partei zu sein! Die Frage stellt sich, was eigentlich die Quelle und Triebkraft für den Opportunismus der DKP-Führung ist. Aufschlussreich ist da u.a. der veröffentlichte Bericht des Kreisvorstandes der DKP Wuppertal auf der Kreismitgliederkonferenz am 25. Oktober 2017. Darin hieß es zu den ganzen innerparteilichen Querelen u.a.: “Da wird sogar Stalin vor allem unter jungen Genossen wieder populär – von seinen Verbrechen und den Auswüchsen der Partei unter seiner Führung erzählt ihnen ja niemand.“

 

Nun, dem kann abgeholfen werden. Hat doch die MLPD aktuell mit dem Buch „Die Lehre von der Denkweise“ eine bedeutende dialektische Beurteilung zur Rolle Stalins vorgelegt - gestützt auf Originaldokumente - und positive Schlussfolgerungen für den Parteiaufbau und den Aufbau des echten Sozialismus gezogen. Dazu ist die DKP-Führung weder willens noch fähig. Offenbar sollen interessierte Jugendliche bei der DKP nicht erfahren, dass sich durch Chruschtschow - mit der Verteufelung Stalins auf dem XX. Parteitag der KPdSU - der Verrat am Marxismus-Leninismus seinen Weg bahnte, auch in der damaligen KPD und der SED.

 

Dazu heißt es im Bericht der DKP Wuppertal aufschlussreich: „Und da wird in diesem Zusammenhang auch der Begriff 'Marxismus-Leninismus' wieder zum Prinzip der Deutschen Kommunistischen Partei erklärt. Wer weiß denn noch, dass dieser Begriff als einer der Hauptvorwürfe für die Begründung des Verbotsurteils gegen die KPD 1956 war, weil er als «undemokratisch» diffamiert wurde! Das Verbot gilt heute noch, und wer diesen Begriff in der marxistischen Terminologie wiederbeleben will, spielt der damit nicht dem Klassengegner wissentlich (oder unwissentlich?) in die Hand?“

 

Da ist er wieder, der abgrundtiefe Opportunismus, die Heidenangst vor dem Klassengegner und der Entwicklung des Klassenkampfes, nur ja keine schlafenden Hunde wecken. Aber die schlafen ohnehin nicht; und wie man trotz aller Bücklinge der DKP Führung sieht, wird die Faschisierung des Staatsapparates vorangetrieben. Jetzt erst recht: Werdet Mitglied in der revolutionären Arbeiterpartei MLPD! Vorwärts mit der Arbeiteroffensive! Vorwärts mit der Internationalen sozialistischen Revolution!