Israel/Palästina
Siedlergewalt setzt sich über letzte Grenzen hinweg
Die Siedlergewalt im Westjordanland ist nicht neu, aber richtet sich nun selbst gegen Diplomaten und Journalisten. Überfälle auf Palästinenser, denen Ernte und Besitz schlicht gestohlen werden, ereignen sich wohl regelmäßig. Vor einer Woche stürmten Dutzende Siedler nachts die Ortschaft Michmas und zündeten die dortige Moschee sowie ein Auto an. Am Wochenende wurden dann Journalisten und Diplomaten Ziel der faschistischen Landräuber: Erstes dieser Opfer war eine Fotoreporterin aus den USA, die angegriffen und ernsthaft verletzt wurde. Tags darauf wurden Diplomaten und Politiker aus der EU angegriffen. Letzteres mussten die EU-Mächte mit bösen Briefen quittieren, da konnten auch die Schweigewilligsten nicht mehr schweigen. Wohl auch deshalb hat Israels Polizei nun zehn Verdächtige in Gewahrsam genommen.