Pressemitteilung der MLPD

Pressemitteilung der MLPD

Länderübergreifende Jugendrebellion ist gerechtfertigt! Ihre Verhetzung in den bürgerlichen Medien ist untragbar!

Rund um den Globus entfaltet sich gerade eine Jugendrebellion: in Frankreich, Italien, Spanien, Brasilien, Indien, Griechenland, Albanien, Belgien, Deutschland, Malaysia, Indonesien, Serbien und anderen Ländern. Ein Höhepunkt war der Kampftag in Frankreich am Wochenende mit 800 000 Teilnehmern.

"Diese Jugendrebellion ist vollauf gerechtfertigt. Sie richtet sich immer stärker nicht nur gegen einzelne Probleme, sondern gegen die ganze Regierungspolitik: gegen die Bildungsmisere, die Aufrüstung, die Teuerung, die Denkweise der Arroganz und Korrumpierbarkeit der Herrschenden, gegen die faschistische Gefahr, die staatliche Gewalt, gegen Arbeitsplatzvernichtung. Insbesondere in Deutschland und Frankreich ist der gemeinsame Kampf von Gewerkschaftsbewegung und Jugendbewegung und ihre gegenseitige Durchdringung kennzeichnend. Die Bewegung kennzeichnet auch ein wachsendes Fertigwerden mit der antikommunistischen Denkweise, so dass die Revolution und teils auch der Sozialismus ein wachsendes Ansehen haben,." so Lisa Gärtner, die jugendpolitische Sprecherin der MLPD.

 

Der Staatsapparat geht in vielen Ländern extrem brutal gegen die Jugendbewegung vor. In Frankreich gab es schon 10.000 Verhaftungen. Ein Journalist im Deutschlandfunk, der live vor Ort war, berichtet von regelrechter Treibjagd auf Jugendliche. Eine Delegation des Jugendverbands REBELL berichtet, dass schon der U-Bahn-Schacht und die ganze Stadt in einer regelrechten Tränengas-Wolke stand. Präsident Macron kündigte gestern eine "unerbittliche Haltung" an, will faktisch das gesetzlich garantierte Recht auf Versammlungsfreiheit einschränken oder gar außer Kraft setzen.

 

Die deutsche Medienlandschaft gibt vielfach ihre selbst erklärte Verpflichtung zur objektiven Betrachtung offen auf und folgt einfach der französischen Staatsräson. "Mit Bildern von brennenden Läden sollen die Massen gegen die Jugend aufgebracht werden und es soll Verständnis für das Vorgehen der französischen Staats geweckt werden. Doch Macron macht sich keine Sorge um Kleingewerbetreibende, ihm geht es um etwas anderes. Er will die, die die bürgerliche „Republik zum Einsturz“ bringen könnten, „zur Rechenschaft“ ziehen. Der französische staatsmonopolistische Kapitalismus gerät aber zu Recht ins Visier der Jugend- und Gewerkschaftsbewegung. Eine Ordnung, die auf Aufrüstung, Ausbeutung, Unterdrückung und Zerstörung der Zukunft der Jugend beruht, muss sich nicht wundern, wenn sie früher oder später ins Wanken gerät.

 

Es ist kennzeichnend, dass im vorrevolutionären Gärungsprozess rund um den Globus auch die Faschisierung des Staatsapparats massiv vorangetrieben wird.", so Lisa Gärtner.
Und weiter: „Der Jugendverband REBELL und die MLPD unterstützen den Aufruf zu einem internationalen Jugend-Streiktag am 20. November. Sie werden sich aktiv an der Vorbereitung und Mobilisierung zu diesem Tag beteiligen und der REBELL arbeitet bereits aktiv an der Organisierung dieses Kampftags.

 

Es ist Pflicht eines jeden Menschen, dem die Zukunft der Jugend ein Anliegen ist, diese Rebellion zu unterstützen. Dazu gehört auch, die Bewusstseinsbildung und Organisierung der Rebellion der Jugend voranzutreiben und darauf aktiv Einfluss zu nehmen. Dazu gehört auch, massenfeindlichen Vandalismus zu kritisieren und abzulehnen, wie er in der spontanen Rebellion der letzten Tage aufkam. Es kommt darauf an, dass die Jugendrebellion sich zu einer zielklaren sozialistischen Jugendbewegung weiterentwickelt, im engen Schulterschluss mit der Arbeiterbewegung."