Kanzler-Deal mit Nvidia

Kanzler-Deal mit Nvidia

Roter Teppich für Investoren

Merz jubelte auf dem Investorengipfel am 20. Oktober in Berlin: "Deutschland ist ein guter Standort für Investitionen und für die Unternehmen aus der ganzen Welt." Es gäbe Investitionszusagen in Höhe von 230 Milliarden Euro. Unter den Teilnehmern, wen wundert es, der Finanzgigant Blackrock. Gibt es endlich einmal eine Erfolgsmeldung der Bundesregierung?

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Das Vorzeigeprojekt ist die Zusage einer Investition des Chipmonopols Nvidia. Als weltmarktbeherrschender Entwickler von Chips für Rechenzentren konnte es angesichts der gigantischen Investitionen in KI-Rechenzentren Monopolpreise auch auf Kosten anderer Monopole erzielen und macht so extreme Profite: Im ersten Halbjahr 2026 erzielte Nvidia einen Nettogewinn von 59,7 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von gerade 96,2 Milliarden Dollar.

 

Diese absurd hohen Profite lockten die Spekulanten aus der ganzen Welt und trieben die Aktienkurse hoch. Der Börsenwert von Nvidia ist mit 5 Billionen Dollar der höchste aller Unternehmen weltweit.

 

Damit dieses vor Dollars geradezu platzende Monopol in Deutschland investiert, fließen massiv Steuergelder, im ersten Schritt ein dreistelliger Millionenbetrag. Insgesamt stellt die Bundesregierung mit der "WIN-Initiative" 25 bis 30 Milliarden Euro Steuergelder für die Anwerbung von "Risikokapital" zur Verfügung.

 

Risikokapital ist angehäuftes überschüssiges Kapital, das auf üblichen Wegen keine Anlagemöglichkeit findet und zu hochspekulativen Geschäften bereit ist. Solchen Investoren wird der rote Teppich ausgerollt. Dafür müssen dann Rentner, Kranke, Arbeitslose bluten. Merz rühmt sich seiner "Reformen", sprich Kürzungen bei den sozialen Rechten der Masse der Menschen, als guter Standortbedingung für solche Investoren.

 

Trotz dieser staatlichen Subventionen sind diese Investitionen hochspekulativ und drohen zu platzen wie der Milliardendeal mit Intel. Der IT-Gigant und Konkurrent von Nvidia, Oracle, konnte jetzt die Zahlungen für ein von ihm gebautes Rechenzentrum nicht mehr leisten. Wirtschaftsfachleute sprechen von einer drohenden Insolvenz in der Dimension der Lehman-Bank 2008.

 

"Kampf dem Ausbeutersystem Kapitalismus", sagt die MLPD. Es ist Zeit, sich dem anzuschließen.