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Gegen Abschiebewahn: Tausende protestieren an sieben Flugplätzen

Am Samstag, 24. Oktober protestierten unter dem Motto „Gemeinsam gegen den Abschiebewahn“ bundesweit Initiativen an den Flughäfen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Leipzig und München. Parallel dazu fanden in weiteren Städten – darunter Bielefeld und Hannover – Demonstrationen statt.

Pressemitteilung von widersetzen, 25.10.2026
Gegen Abschiebewahn: Tausende protestieren an sieben Flugplätzen
Mehrer Tausend Menschen hatten sich in mehreren Städten Deutschlands an den Protesten gegen die zunehmend faschistische Abschiebepolitik der Regierung beteiligt. (Bild: widersetzen)

Insgesamt waren mehrere Tausend Personen an den Protesten beteiligt.

 

Die Proteste richteten sich gegen Abschiebungen, den Ausbau von Abschiebeinfrastruktur in Form von Abschiebeterminals oder Abschiebehaftanstalten und die zunehmende Zusammenarbeit mit Drittstaaten zum Zweck der Abschiebung. Die Initiativen kritisieren, dass öffentliche Mittel in den Ausbau von Abschiebungen fließen, während gleichzeitig in sozialen Bereichen und im Gesundheitswesen Einsparungen diskutiert werden.

 

In München fand die größte Demonstration des Aktionstags statt. Hier formiert sich bereits seit einigen Monaten Protest gegen den geplanten Bau eines spezialisierten Abschiebeterminals. „Gemeinsam mit über tausend Menschen haben wir heute den Flughafen München klar aufgefordert: stoppt dieses menschenverachtende Projekt! Wir wollen einen Flughafen, der für Ankommen und Offenheit steht statt die Infrastruktur für Massenabschiebungen zu liefern“, so Katharina Grote von der Kampagne Abschiebeterminal MUC verhindern.

 

„Für We’ll Come United ist der Widerstand gegen Abschiebungen eine alltägliche Aufgabe, über die Proteste an den Flughäfen hinaus. Auch nachdem Geflüchtete die Außengrenzen überquert haben, sind sie weiter mit Diskriminierung und Gewalt konfrontiert. Durch Isolation in Lagern, durch Aufenthaltsbeschränkungen, Begrenzung in der Familienzusammenführung, durch die Bezahlkarte, und durch die tägliche Angst vor Abschiebung.“ sagt Salah von We’ll Come United


„Mit unserem zahlreichen und lauten Protest heute hier am Flughafen in Frankfurt machen wir deutlich, dass wir uns weigern, Flughäfen als Tatorte von Menschenrechtsverletzungen zu akzeptieren. No deportation – for freedom of movement.", so Salah weiter.

 

Am Flughafen Leipzig/Halle richteten sich die Proteste mit 600 Teilnehmenden insbesondere gegen Abschiebungen nach Afghanistan. Am Flughafen Leipzig/Halle richteten sich die Proteste mit 600 Teilnehmenden insbesondere gegen Abschiebungen nach Afghanistan. „Frauen und Mädchen werden in Afghanistan systematisch ihrer grundlegenden Rechte und Freiheiten beraubt. Menschen, die aufgrund ihrer ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit, ihrer politischen Haltung oder ihres Engagements gefährdet sind, müssen mit Verfolgung und Repression rechnen", so Nasima Haidari von der Initiative Support Afghanistan. "Wir verurteilen die erzwungenen Abschiebungen nach Afghanistan aufs Schärfste. Niemand darf in ein Land zurückgeführt werden, in dem Verfolgung droht und die Sicherheit und Menschenwürde nicht gewährleistet sind. Wir fordern ein Ende der Abschiebungen nach Afghanistan und den wirksamen Schutz der Menschenrechte und der Sicherheit aller Geflüchteten“, so Haidari weiter.