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Forderung nach Rückbau des Tiefbahnhofs von S21 macht keinen Sinn

Am 15. Oktober schrieben wir auf Rote Fahne News in einer Werbung für den Umweltratschlag in Stuttgart: "Seit vielen Jahren kämpfen unermüdliche Aktivisten gegen Stuttgart 21 und jetzt für den Rückbau und die Umwidmung."

Briefwechsel

Einer der Aktivisten aus Stuttgart schrieb dazu:

 

"Das ist falsch. Das Bauwerk selbst des umkämpften Tiefbahnhofs ist nach 15 Jahren Bauzeit so gut wie fertig. Da er von Anfang an zu klein dimensioniert und ein Flaschenhals ist, kämpfen wir darum, dass der alte Kopfbahnhof mit seinen 16 Gleisen erhalten, saniert und dann zusammen mit dem Tiefbahnhof betrieben wird, wenn dieser jemals betriebsbereit ist. So kann er für die Menschen eine deutliche Verbesserung bringen, indem die Bahnkapazität tatsächlich verdoppelt werden kann. Es macht keinen Sinn, jetzt zu fordern, mit weiteren Milliarden das neue Betonmonster zurückzubauen. Auch sind die Zerstörungen in der Natur nicht mehr rückgängig zu machen. Diese Zielrichtung unseres weiteren Kampf wurde bereits im Juni 2026 in Rote Fahne News dargelegt."

Antwort der Autorin

Die Kritik ist richtig. Tatsächlich habe ich den Artikel vom Juni 2026 nicht zu Rate gezogen, sondern die Aussagen über S21 der Spur nach hingeschrieben. Das sollte auch in der Eile nicht passieren - dann lieber weglassen, als einen Unsinn zu verbreiten. Hier die Richtigstellung dazu, wie es  mit dem Widerstand weitergeht.

 

In dem Artikel Stuttgart 21 erneut gescheitert: Eröffnung Ende 2031 vom 13. Juni 2026 heißt es: "Und nun das Desaster. Das zeigt auch die Krise der Ingenieurwissenschaften. Unter der Prämisse des Profits und dem Druck des drohenden Prestigeverlusts geht die Beherrschung der ungeheuren Komplexität eines solchen Vorhabens verloren. In einem sozialistischen System kann eine umweltgerechte Mobilität für Menschen und Waren ganz anders allseitig geplant werden. Alles Wissen der Ingenieure, die Erfahrungen der Arbeiter und aller Fortschritt der Technik kann zum Nutzen von Mensch und Natur zum Zuge kommen. Gerade hier kann die Überlegenheit einer planmäßigen Wirtschaft ausgespielt werden.

 

Wie geht es im Widerstand weiter? Die 'europäischen Fernwanderwege', größter Ärger, die die Pendler zum täglichen Spurt zu den Zügen zwingen, müssen sofort geändert werden. Im Aktionsbündnis wird ausgearbeitet, wie man direkt zu den bestehenden Bahnsteigen gelangen kann. Weiter kämpfen wir darum, dass der Kopfbahnhof mit seine 16 Gleisen dauerhaft erhalten bleibt und gründlich saniert wird, ohne, mit oder mit Halb-Betrieb von S 21. Nur so kann ein künftig verdoppelter Bahnverkehr den Umstieg vom Auto bewirken. Den braucht es im Kampf gegen die Klimakatastrophe. Dabei vergessen wir auch die Forderung nach Nulltarif nicht."

 

Hier gibt es eine Beschreibung der Fernwanderwege am Stuttgarter Hauptbahnhof