Bild frohlockt:

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„Ein Gipfel gegen Klassenkampf und Sozialismus“

200 Top-Konzerne und Investoren empfängt Merz in Berlin – die Bildzeitung feiert das als Offensive gegen „Klassenkampf und Sozialismus“.

Korrespondenz

Die Botschaft des Blattes: „Aufwärts geht es nur, wenn Firmen investieren und neue Jobs schaffen. Die Unternehmenschefs haben es also selbst in der Hand, Millionen Wähler davon zu überzeugen, dass Marktwirtschaft und Demokratie besser funktionieren als Klassenkampf und Sozialismus.“


Man konnte die Prognose schon vorher wagen: Das geht in die Hose. Wir leben nicht in einer idyllischen sozialen Marktwirtschaft, in der Unternehmer generös investieren, um Arbeitsplätze schaffen. Wir leben im modernen Kapitalismus. Investiert wird, wo Maximalprofite winken – nicht, wo Mensch oder die Natur etwas davon haben.


Mercedes sitzt mit am Tisch und will gleichzeitig mindestens zwei Werke in Deutschland schließen. Audi hängt sich an den Nvidia-Deal – und will das Werk in Neckarsulm dichtmachen. Selbst wenn größere Summen an Investitionen zugesagt werden: Sie sind Vehikel für mehr Rendite, nicht für Massenwohlstand oder ökologische Vernunft. Die Gewinne landen oben, die Kosten (Schließungen, Druck auf Löhne, Umweltzerstörung) unten.


Dagegen ist Klassenkampf die richtige Wahl. Und der Sozialismus würde die Absurdität beenden, dass überbordender Reichtum auf der einen Seite und verschärfte Ausbeutung zwei Seiten einer Medaille sind.