Philippinen
Bauernproteste in Quezon City
Am 19. und 20. Oktober 2026 haben Bauernorganisationen, darunter die Kilusang Magbubukid ng Pilipinas (KMP), vor dem Department of Agrarian Reform (DAR) in Quezon City demonstriert. Die Aktionen stehen im Rahmen des „Peasant Month“ und richten sich gegen Landraub, die Umwandlung von Agrarland, Bergbau- und Entwicklungsprojekte sowie die aus Sicht der Demonstranten unzureichende Reaktion der Regierung auf den Super El Niño.
Mehrere Hundert Teilnehmer aus verschiedenen Regionen (u. a. Bicol, Central Luzon, Southern Tagalog) errichteten ein Protestcamp. Die Polizei versuchte am 19. Oktober, Teile des Camps abzubauen. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen; nach Angaben der Organisatoren und Medien wurden bis zu 20 Personen verletzt, darunter auch Jugendliche und Journalisten. Die Stadtverwaltung Quezon City kündigte eine Untersuchung an und erlaubte die Fortsetzung der Aktion bis zum 21. Oktober.
Parallel dazu protestierte die Gewerkschaft Kilusang Mayo Uno (KMU) am 19. Oktober vor dem Department of Labor and Employment (DOLE) in Manila und forderte existenzsichernde Löhne. Progressive Gruppen demonstrierten außerdem vor dem Militärlager Camp Aguinaldo gegen Militarisierung und Menschenrechtsverletzungen auf dem Land.
Die Proteste verliefen überwiegend friedlich, wurden jedoch von massiven Polizeieinsätzen begleitet.