Atomkraftwerke

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Suche nach Endlager für radioaktiven Atommüll erneut geplatzt

Obwohl Deutschland aus der Atomenergie ausgestiegen ist, verbleiben die Altlasten der ehemaligen Kernkraftwerke. Trotz jahrelanger Forschungsarbeit konnte bisher kein Endlager für den Atommüll in Deutschland gefunden werden. Die hochgefährlichen radioaktiven Abfälle lagern bis heute in wenig sicheren Zwischenlägern.

Von Ulrich Achenbach

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ist damit betraut, nach einem Standort zu suchen. Im Jahr 2031 sollte die Entscheidung fallen, doch daraus wird offenbar nichts, wie der Deutschlandfunk (DLF) berichtete. Der DLF beruft sich auf einen Referentenentwurf des Bundesumweltministeriums, in dem das Zieljahr 2031 ersatzlos gestrichen wurde. Das Ziel sei nicht realistisch, hieß es demnach in der Begründung. Zudem sei eine gesetzliche Vorgabe nicht mit den Anforderungen an das Auswahlverfahren kompatibel. Details dazu wurden nicht bekannt.

 

Dieser Referentenentwurf lässt darauf schließen, dass die Verursacher des Atommülls, nämlich die Energiekonzerne, aus der Schusslinie genommen werden sollen. Das heißt, die Beseitigung der Altlasten soll auf Kosten der Steuerzahler geschehen - eine Umverteilung von unten nach oben. ... Und die Zeitbombe der Zwischenlager für Atommüll tickt unaufhörlich weiter!