27.10.2026 in Nürnberg
Anklage gegen Antifaschisten, weil er auf Polizisten geblutet hat
Gerichtsprozess nach Polizeigewalt bei Antifaschistischem Protest: Am 27.09.2025 beteiligte sich der Nürnberger Antifaschist Daniel L. an einem Gegenprotest gegen eine Aktion aus dem rechten Spektrum unter dem Motto „Gemeinsam für Deutschland“.
Auf dem Weg zu einer Kundgebung kam es zu einem brutalen Polizeieinsatz gegen die antifaschistischen Gegendemonstranten.Es gab mehrere verletzte Personen, unter anderem dadurch, dass ein Polizeipferd einer Demonstrantin auf den Arm stieg. In der gleichen Situation schlug ein USK-Beamter mit seinem Schlagstock so fest gegen Daniels Hand, dass er dadurch einen Trümmerbruch des Mittelhandknochens erlitt. Bis heute leidet er unter den Folgen der Verletzung. (Die NN berichtete am 11.10.2025, „Pferde, Panik und Knochenbrüche“)
Über ein Jahr später steht Daniel L. am 27.10. um 14 Uhr nun selbst vor dem Amtsgericht Nürnberg mit dem Vorwurf des tätlichen Angriffs. Der Grund dafür ist absurd: Nachdem ihm die Hand gebrochen wurde, soll sein Blut auf die Uniformen der Beamten getropft sein, was einen tätlichen Angriff darstellen würde. In die Anklage wurden weitere Vorwürfe mit ähnlicher Grundlage von vergangenen Montagsprotesten eingebettet.
Wir als Kampagne „Ungebrochen solidarisch!“ haben uns gegründet um Daniel mit dieser Repression des Staates nicht alleine zu lassen und ein Zeichen zu setzen, dass konsequenter Antifaschismus gegen faschistische Demos notwendig und legitim ist. Dass der Staat Polizeigewalt einsetzt um rechten Protest zu schützen, ist nichts neues in Nürnberg, wie zahllose Beispiele im Rahmen der „Montagsproteste“ zeigen. Die Anklage gegen Daniel, der selbst Opfer dieser Gewalt wurde, und sich nun für fadenscheinige Vorwürfe vor Gericht verantworten muss, stellt jedoch eine neue Dimension dar. Wir setzen faschistischen Aufmärschen und staatlicher Repression unsere Solidarität entgegen.
Kommt zur Solidaritätskundgebung
Wir laden Sie herzlich ein am 27.10.2026 ab 13 Uhr vor dem Amtsgericht Nürnberg (Fürther Str. 110) zu unserer Solidaritätskundgebung zu kommen und von dem Prozess zu berichten.