Kolumbien
Zehntausende protestieren gegen Präsident Abelardo de la Espriella
Am Mittwoch gingen in Kolumbien Gewerkschafter, Lehrer, Studenten und indigene Organisationen in Bogotá, Medellín, Cali, Barranquilla und anderen Städten zum ersten landesweiten Protest gegen Regierung von Präsident Abelardo de la Espriella auf die Straße. Der Marsch in Bogotá wurde von der Gewerkschaftszentrale CUT, dem kolumbianischen Lehrerverband Fecode und dem Bündnis „Pacto Histórico“ (Historischer Pakt) des ehemaligen Präsidenten Gustavo Petro als „Vorbereitungstag“ für einen landesweiten Streik aus ausgerufen. Bis zum frühen Nachmittag beteiligten sich Zehntausende Menschen an den Protestmärschen in Bogotá, Tunja, Cali, Bucaramanga, Pereira und Santa Marta. Innerhalb von nur zehn Wochen hat die Regierung Kolumbien für US-Militäroperationen geöffnet und sich durch die Akzeptanz massiver Sozialkürzungen die Unterstützung des IWF gesichert. Das „Rettungsgesetz“ der Regierung sieht eine jährliche Ausgabenkürzung von 45 Billionen Pesos vor – das entspricht 2,2 Prozent des BIP – und dient damit dem Ziel des Präsidenten, den Staatsapparat um 40 Prozent zu verkleinern.