Italien

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Tarent/Genua: Stahlarbeiter streiken für Arbeitsplätze

Die Arbeiter des teilweise staatlichen Unternehmens Acciaierie d’Italia – des ehemaligen ILVA-Stahlwerks – setzten am Mittwoch ihren Arbeitskampf fort. Sie protestieren gegen Pläne, die Produktion an den Standorten Tarento, Genua und Novi Ligure einzustellen. Diese Pläne gefährden direkt und indirekt mehr als 8.000 Arbeitsplätze. Nach einem landesweiten 24-Stunden-Streik am Montag riefen die Gewerkschaften zu einer weiteren, 48-stündigen Arbeitsniederlegung auf. Sie kritisieren die Haltung der Regierung, die lediglich auf befristete Lohnunterstützungsmaßnahmen setzt, anstatt Arbeitsplätze und eine tragfähige industrielle Zukunft für die Werke zu garantieren. In Genua zogen die Beschäftigten – bereits den dritten Tag in Folge im Streik – durch die Stadt und besetzten das Präfekturgebäude. Sie fordern schriftliche Garantien für den Fortbestand des Werksbetriebs. In Tarent blockierten Arbeiter Straßen in der Nähe des Stahlwerks sowie der Eni-Raffinerie, was die Kraftstoffversorgung in ganz Süditalien beeinträchtigt.