El Nino
Peruanische Fischer brauchen Solidarität
Während einer Perureise hatte Monika Gärtner-Engel, Hauptkoordinatorin der revolutionären Weltorganisation ICOR, Gelegenheit zu einer Zusammenkunft und Gesprächen mit peruanischen Fischern. Sie berichtet:
Heute frühstücken wir in einer Gewerkschaftskantine, in der auch ein ganzer Kurs Fischer vom industriellen Fischfang Perus Hühnersuppe isst.
Sie sind gerade in einer sehr schweren Lage wegen El Nino. Ich sage meinen Begleitern, dass ich sehr gerne mit ihnen sprechen möchte. Prompt werde ich um 9 Uhr zu ihrer Versammlung eingeladen, der Vorsitzende berichtet mir über ihre Lage und ich kann zu den ca. hundert Fischern sprechen. Beeindruckend, in die Menge zu schauen: Man sieht den kräftigen Männern die harte Arbeit an, die Gesichter vom Wetter gegerbt.
Wir hören: Wegen der erhöhten Meerestemperatur ziehen sich die Fische zurück und sie haben mitten in der Hochsaison keinerlei Fang. Die Fische werden dann von den hochmodernen industriellen chinesischen Flotten abgefangen! Sie betonen die Wechselwirkung von El Nino und globaler Klimakatastrophe. Es gibt vierfach katastrophale Folgen: die Klimakatastrophe wird durch El Nino befeuert und umgekehrt verschärft sie massiv dessen Folgen; die Fischer haben keine Arbeit und für die Masse der Bevölkerung, für die Fisch ein Grundnahrungsmittel ist, explodieren die Preise: kostete früher ein Kilo 1 Euro, kostet es jetzt bis zu 5 Euro.
Sie berichten von harten Auseinandersetzung mit ihren Unternehmen. "Die Verhandlungen sind schwierig in einer Situation, in der wir wenig Druckmittel besitzen, weil wir ohnehin keine Arbeit haben. Aber es muss vor allem auch im Hinblick auf die Zukunft ein Fond gegründet werden, der uns Löhne in solchen Situationen zusichert."
Ich spreche zu ihnen, berichte auch über die harten Kämpfe derzeit in Deutschland und die Politik der Regierung gegen die Arbeiter. Großer Beifall, als ich sage, wir müssen weltweit zusammenhalten und gemeinsam gegen die Umweltkatastrophe kämpfen und gegen die Angriffe der Kapitalisten und ihrer Regierungen. Ich berichte vom Internationalen Umweltratschlag vom 23. bis 25. Oktober, der sie sofort mächtig interessiert. und dass wir dort eine Resolution für ihre Anliegen einbringen können.
Sie sind sehr daran interessiert, online teilzunehmen. Der Vorsitzende würde auch einen Beitrag halten. Ich würde sehr begrüßen, wenn das noch möglich gemacht werden kann.