Verlag Neuer Weg
Frankfurter Buchmesse: "Die Lehre von der Denkweise? Das ist spannend ...!"
Nach drei Tagen Öffnung für das Publikum ging gestern die Frankfurter Buchmesse zu Ende. Die Besucherzahl war leicht rückläufig, aber mit 236.000 Menschen immer noch ein Großereignis - immerhin die Hälfte waren "Privatbesucher", die Hälfte "Fachpublikum".
Der Verlag Neuer Weg stellte die Neuerscheinung "Die Lehre von der Denkweise" ins Zentrum seines Messestandes und war an der ganzen Bandbreite seines Angebots an antifaschistischer, internationalistischer, fortschrittlicher und besonders der marxistisch-leninistischen Literatur sehr gefragt und gut besucht. Es gab wohl kaum einen Stand im Verhältnis zu seiner (kleinen!) Größe, wo es solch lange, tiefgehenden, intensive und vielfältige Gespräche zwischen engagierten Verlagsmitarbeitern und Besuchern gab.
Die Frage der Denkweise ist Diskussionsthema unter der Masse der Menschen und es war für die übergroße Mehrheit wie selbstverständlich, dass in diesen Zeiten ein Buch zu diesem Thema angeboten wird. "Ich komme gerade vom Stand der Heinrich-Böll-Stiftung, sie haben auch einiges zur Denkweise. Aber da fehlten mir die Lösungsansätze - ich nehme euer Buch mit und will es vergleichen. Ich orientiere mich gerade politisch neu", so ein junger Mann.
"Diese Analyse der Denkweise zeigt, wie heute der Sozialismus erreicht und erhalten werden kann!", war eine anregende Ansprache für Gespräche. Auch die Veränderlichkeit und Beweglichkeit der Denkweise jedes Menschen als wissenschaftliche Erkenntnis ist "Alltagsfrage": So trieb viele Messebesucherinnen und -besucher die Sorge vor dem modernen Faschismus um und war auch Thema mehrerer Veranstaltungen auf der Messe - faschistische Verlage traten diesmal dagegen gar nicht auf. Schließlich wurde vor wenigen Tages erstmals ein faschistischer Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt gewählt.
"Wie konnte es so weit kommen? Was ist jetzt zu tun? Welche Denkweise bzw. Manipulation der Denkweise wirkt auf die Wähler der AfD ein und ist es möglich, sie ´zurückzugewinnnen´?" Eine junge Frau kaufte sich mit ihrem Arbeitskollegen das Buch, sie arbeiten in einem Landgasthof. "Wenn es uns hilft, auch nur einen Gast zu überzeugen, hat es sich schon gelohnt."
Die differenzierte Behandlung der Fragen unserer Zeit, gerade in der Reihe Revolutionärer Weg und in den Gesprächen, waren sehr überzeugend - auch wenn daraus nicht immer gleich ein Kauf wurde. Es wurden Bestellungen angekündigt, Titel notiert, Adressen ausgetauscht - von der Slowakei über Österreich bis Finnland. Auffällig waren mehrere Besucher, die gezielt den Verlag Neuer Weg ansteuerten. "Ich habe eine Bestellung von einem Freund ...", "Mein Sohn hat mich gebeten, ihm folgendes von Marx mitzubringen ...", "Eine Freundin wünscht sich von mir ein Buch zur Dialektik."
Der Wunsch nach Lesekreisen, um sich wissenschaftliche Bücher gemeinsam zu erarbeiten, ist groß. Natürlich gibt es auch eine Reihe Messebesucher, die vorwiegend oder ausschließlich den "Entspannungseffekt" beim Lesen suchen, sich in Fantasy-Welten davonträumen und keine solch "schwere Kost" kaufen wollen. Doch auch hier gab es Freundlichkeit bis Zustimmung, dass unsere Buchtitel unserer Zeit entsprechen. Antikommunistische Reaktionen waren an einer Hand abzuzählen.
Das Team des Verlag Neuer Weg wird in Kürze noch einen ausführlicheren Bericht schreiben inklusive Gesamteindruck der Frankfurter Buchmesse.
Termine von Lesekreisen und Lesegruppen