8. Oktober - Weltweiter Aktionstag

8. Oktober - Weltweiter Aktionstag

Zu Ehren des Revolutionärs Che Guevara und des Kampfs gegen den Imperialismus

Bei einem internationalen Seminar revolutionärer Kräfte in Quito/Ecuador, das kürzlich stattgefunden hat, wurde ein weltweiter Aktionstag am heutigen 8. Oktober vereinbart.

Er wurde durchgeführt zu Ehren des Revolutionärs Che Guevara und in Solidarität mit der weltweiten Arbeiterklasse und den Unterdrückten der Welt, die Widerstand leisten und gegen den Imperialismus kämpfen. Die revolutionäre Weltorganisation ICOR und ihre Mitgliedsorganisation in Deutschland, die MLPD, beteiligten sich aktiv daran.

 

In Gelsenkirchen fand dazu eine Versammlung auf der Straße vor dem Willi-Dickhut-Haus und vor den Statuen von Marx und Lenin statt. Eingeleitet wurde sie mit dem Lied „Hasta Siempre Commandante Che Guevara“, gefolgt von Redebeitrag zu diesem Aktionstag und als Abschluss dem gemeinsamen Singen der „Internationale“.

 

Die Rede führte unter anderem aus: „Der Imperialismus steckt in einer tiefen und allumfassenden Krise. Insbesondere mit seinem Fortschreiten einer globalen Umweltkatastrophe, seiner Vorbereitung eines Dritten, atomaren Weltkriegs und der akuten Gefahr des Faschismus hat er die Menschheit in eine latente Existenzkrise getrieben. Für die Massen bedeutet das schon heute unendliches Leid, unzählige Tote, Hunger, Zerstörung und Elend.

 

Aber es wächst auch das Potential dagegen. Weltweit stehen Menschen gegen ungerechte Kriege und Kriegsvorbereitungen auf. Die internationale Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf und gegen den Völkermord der Zionisten organisiert sich vielerorts dauerhaft. In der Jugendrevolte in Frankreich kommt der Schrei nach einer lebenswerten Zukunft laut zum Ausdruck. In den Septemberkämpfen blitzte in Deutschland die Arbeiteroffensive auf, mit über 350.000 Beteiligten bei Protesten, Kämpfen und Streiks gegen die Ausbeutungsoffensive von Monpolen und Staat innerhalb einer Woche. Weltweit und auch hier in Deutschland hat sich eine vorrevolutionäre Gärung entwickelt.

 

Der heutige weltweite Aktionstag ist auch bewusst zu Ehren des großen und selbstlosen Revolutionärs Ernesto Che Guevara gewählt. Er schloss sich in den 1950er und 1960er Jahren der antiimperialistischen kubanischen Revolution an. Che Guevara kritisierte später aber auch, dass die Partei- und Staatsführung unter Fidel Castro Kuba zu einem Anhängsel des damals sowjetischen Sozialimperialismus verwandelte. In der Sowjetunion wurde ab 1956 der Aufbau des Sozialismus verraten und mit einer neuen Art der Kapitalismus restauriert. Che nahm dann am abenteuerlichen revolutionären Kampf in Bolivien teil. Dort wurde er mit aktiver Förderung und Beteiligung verschiedener imperialistischer und reaktionärer Kräfte heute vor 59 Jahren im Urwald Boliviens aufgegriffen, verschleppt und einen Tag später ermordet.

 

Der Kampf um die Befreiung vom krisenhaften Imperialismus entwickelt sich heute in einer noch viel komplizierteren Situation. Es herrscht bei aller Kritik und Zukunftssehnsucht unter den Massen auch eine heillose Verwirrung. Die Frage der Denkweise spielt heute eine ausschlaggebende Rolle für die erforderliche Klarheit, Bewusstheit und Organisiertheit sowie den Mut, die Kühnheit und die Entschlossenheit, um nach vorne zu gehen. Nur auf der Grundlage der proletarischen Denkweise wird der Kampf gegen das krisenhafte Ausbeutersystem Kapitalismus, der Kampf um die einzige Menschheitsperspektive des echten Sozialismus und seines Aufbaus, erfolgreich sein.“

 

Aus Alt Schwerin schickten die Teilnehmerinnen und Teinehmer einer kämpferischen Kundgebung eine Grußbotschaft zum weltweiten Tag gegen den Imperialismus. "Heute, am 8. Oktober, haben wir uns am internationalen Tag gegen den Imperialismus auch in Alt Schwerin in Deutschland mit einer kleinen, kämpferischen Kundgebung beteiligt. Das Besondere: Wir folgten damit einem Aufruf über verschiedene antiimperialistische, revolutionäre Strömungen hinweg. Als weltweite gemeinsame Aktion hatten Vertreter der CIPOLM, des ILPS und der ICOR als Ergebnis eines Seminars in Quito/Ecuador im Sommer vereinbart.

 

Hier bei uns sprach heute Monika Gärtner-Engel als Co-Präsidentin der United Front, der internationalen Einheitsfront gegen Krieg, Faschismus und Umweltzerstörung, der inzwischen 125 Organisationen und viele Einzelpersonen angehören. Sie sprach auch für MLPD und ICOR und betonte den Wunsch zu einem engeren Zusammenschluss aller Kräfte, damit eine den zerstörerischen imperialistischen Mächten überlegene Kraft der Massen wachsen kann.

 

Es sprach auch eine Genossin des Jugendverbands Rebell. Sie wusste, dass Che Guevara besonders für die Jugend weltweit ein Vorbild ist, der als „Commandante“ im Befreiuungskampf stand, tief verbunden mit den Massen für eine sozialistische Zukunft eintrat und bereits früh den Revisionismus kritisierte. Mit dem Lied zu seinen Ehren und dem Ruf des vereinten Volkes schloss unsere Kundgebung.