Verbalattacken

Verbalattacken

Trump geht erneut auf Selenskyj los

Nachdem es bei den letzten Treffen und gemeinsamen Auftritten von US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj relativ gesittet zuging, reitet Trump nun erneute Attacken gegen ihn.

Korrespondenz

Besonders ärgert ihn, dass Selenskyj sich nicht ohne Gegenforderungen auf seinen neuesten Deal mit Russlands Präsident Putin einlassen will. Faschist Trump wettert: „Er ist kein guter Typ für uns, um mit ihm zu verhandeln!“ Und weiter: „Er will sich nicht einigen. Er sagt, er will sich einigen, aber das will er nicht!“ Selenskyj habe „Milliarden und Abermilliarden Dollar“ erhalten: "Aber ich finde, dass der Umgang mit Selenskyj schwieriger ist als der mit Putin.“

 

Trump hatte Putin kürzlich zugesagt, dass die ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien gestoppt würden. Selenskyj knüpft das jedoch an die Bedingung, dass dann auch Russland keine ukrainischen Raffinerien mehr angreifen dürfe. Außerdem hatte Trump die US-Sanktionen gegenüber Russland weitgehend aufgehoben, die bisher dessen Dieselexport behinderten - was wiederum die führenden EU-Staaten verärgert. Die europäischen Imperialisten wollen den von beiden Seiten ungerechten Krieg nicht beenden, sondern noch ausweiten. Die große Abhängigkeit Selenskyjs von den Nato-Staaten zeigt auch, wie tief diese schon in die Kriegsführung verstrickt sind.

 

Hintergrund des erneuten offenen Streits zwischen Trump und Selenskyj ist offenbar der wachsende Druck, unter dem Trump vor allem im eigenen Land steht. Kurz vor den Zwischenwahlen im November ("Midterms") sind seine Umfragewerte schlechter denn je. Die Empörung sowohl über die steigenden Preise, deren Sinken Trump vor seiner Wahl großspurig versprochen hatte, als auch über die Kriegspolitik der selbsterklärten "Friedenspräsidenten" wächst. Mit dem Deal über die Beendigung der Angriffe auf Ölraffinerien und der Sanktionen will Trump zumindest den Anschein erwecken, dass die Spritpreise bald sinken werden und ein Kriegsende zwischen Russland und der Ukraine möglich sei.

 

Gleichzeitig laufen auch wieder Verhandlungen zwischen Trumps Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner mit Russland über Rohstoff- und Energiegeschäfte. Auch Trumps neuer "Deal" hat nicht das Geringste mit aufrichtiger Friedensliebe zu tun, sondern folgt nur einer veränderten Taktik zur Durchsetzung der imperialistischen Interessen der USA.

 

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