Kaufkraftverluste sind sehr realistisch!

Kaufkraftverluste sind sehr realistisch!

Tarifrunde Metall Elektro: Was ist realistisch?

Vom 7. bis 14.10. finden in den 15 Bezirken der IG Metall die ersten Verhandlungen für die 3,7 Mio. Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie statt.

Von gp

Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn/Gehalt, eine soziale Komponente und „in gut laufenden Betrieben" eine Gewinnbeteiligung. "Die Forderung der Gewerkschaft ist eindeutig zu hoch und völlig unrealistisch“, so Johannes Pöttering, Hauptgeschäftsführer Arbeitgeberverband Metall NRW.

Unrealistisch?

Die Kaufkraftverluste für Arbeiterfamilien in den letzten Jahren sind sehr realistisch! Realistisch sind auch die Preissteigerungen von September 2025 bis September 2026 fürs Tanken um 45 Prozent, Heizöl 80 Prozent und Gas 40 Prozent. Die Großhandelspreise für Gas sind sogar um 128 Prozent gestiegen. Das alles wird eher früher als später die Verbraucherpreise und damit einen weiteren Kaufkraftverlust in die Höhe treiben. Dabei ist der Tankrabatt nicht mehr als ein Tropfen auf einen heißen Stein. (1)

 

Was realistisch ist oder nicht, kommt ganz auf den Klassenstandpunkt und das Kräfteverhältnis zwischen der Arbeiterklasse und den Monopolen und ihrer Regierung an. Und diese Standpunkte sind wie Feuer und Wasser! Realistisch für die Kolleginnen und Kollegen ist: nur mit dem vollen Einsatz der gewerkschaftlichen Kampfkraft können die fünf Prozent gegen die Preistreiberei durch Monopole und Regierung durchgesetzt werden. Sie sind das Mindeste, um wenigstens einen Teil des Kaufkraftverlustes für die Beschäftigten auszugleichen.

 

Realistisch ist aber auch: der Kampf um höhere Löhne und Gehälter und Arbeitsplätze ist Teil des Kampfs gegen den sozialen und politischen Generalangriff von Monopolen und Staat.