Kiew-Reise

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Merz verspricht der Ukraine neues Kriegsgerät für 6,6 Milliarden Euro

Die Diehl-Gruppe aus Nürnberg soll neue Einheiten des Flugabwehrsystems Iris-T liefern. Dabei gehe es um eine Radaranlage, eine Kommandoanlage, mehrere Feuereinheiten sowie tausende Raketen.

Zudem soll die Firma Quantum System aus dem bayerischen Gilching dem ukrainischen Militär laut BR 15.000 Abwehrdrohnen zur Verfügung stellen. Diese sollen direkt in der Ukraine produziert werden, wo das Unternehmen bereits 500 Angestellte hat. Die Drohnen sollen vor allem gegen die weiterentwickelten russischen Jetdrohnen eingesetzt werden und bereits im Winter zum Einsatz kommen.

 

Mit der Firma Hensoldt sei ein Vertrag über Satellitentechnik vereinbart worden. Darüber hinaus will die Firma ARX Robotics in Zukunft mit dem ukrainischen Unternehmen Roboneers bei der Entwicklung unbemannter militärischer Landfahrzeuge zusammenarbeiten. Zudem vereinbarten die Unternehmen eine Kooperation bei der Herstellung von Munition, etwa für 155-Millimeter-Artilleriegeschütze.

 

Insgesamt wurden beim Besuch von Bundeskanzler Merz nach offiziellen Angaben 14 Kooperationen im Wert von 6,6 Milliarden Euro vereinbart. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte von 8,5 Milliarden Euro gesprochen. Zur Wirtschaftsdelegation von Merz gehörten der Chef von Siemens Energy, Christian Bruch, sowie die Geschäftsführer von Hensoldt und Quantum Systems. 

 

Seit dem Überfall des neuimperialistischen Russland auf die Ukraine wurden von Deutschland 110 Milliarden Euro für die die Ukraine ausgegeben. Das muss man mal ins Verhältnis setzen zu den unsäglichen Kürzungsplänen bei der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung! Die MLPD fordert ein sofortiges Ende des beiderseits ungerechten Kriegs um die Ukraine, der nun bereits in den fünften Winter gehen soll - auf Kosten der Soldaten, der Arbeiter und der Massen in beiden Ländern. Merz geht es um eine führende Rolle des BRD-Imperialismus im gnadenlosen zwischenimperialistischen Konkurrenzkampf um die Ukraine.