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Kritik am Genozid in Palästina ist kein Antisemitismus

Rund 20.000 Menschen demonstrierten gestern in Berlin gegen den Völkermord der faschistischen israelischen Regierung in Palästina und die Unterstützung durch die deutsche Bundesregierung. Aufgerufen hatte united4palestine.

Korrespondenz
Kritik am Genozid in Palästina ist kein Antisemitismus
(rf-foto)

Die Demo war geprägt von palästinensischen Familien, tausenden Jugendlichen und vielfältigen Solidaritätinitiativen, wie Solidarität International. Jugendverbände, wie Young Struggle, Kommunistischer Aufbau und der REBELL beteiligten sich ebenso wie die Linke Berlin-Neukölln, Aktivisten der DKP, verschiedener Migrantenorganisationen und die MLPD.

 

Bereits vor Beginn der Kundgebung riefen viele Teilnehmer Parolen wie Free Palestine oder Stoppt den Genozid begleitet von Trommelgruppen. Bei der Auftaktkundgebung berichteten Palästinenser vielfach von den katastrophalen Lebensbedingungen in Gaza, den weiterhin täglichen Ermordungen von Kindern und Frauen durch das israelische Militär oder der brutalen Unterdrückung und Folter gegenüber palästinensischen Gefangenen, die nicht selten zu ihrem Tod führt. Sie alle waren über mehrere Generationen verteilt Vertriebene der Nakba. Die Redner prangerten den Zionismus als faschistische Ideologie an, für die auch die offen faschistischen Regierungsmitglieder Ben Gvir oder Smotrich stehen.

 

Der Moderator betonte ausdrücklich, dass ihnen hier ein Sprachrohr gegeben wird, welches ihnen als Betroffenen in sämtlichen bürgerlichen Medien und TV-Shows verweigert wird. Alle waren sich einig und betonten angesichts der antikommunistischen Hetzkampagne in Berlin, dass ihre Solidarität allen Unterdrückten dieser Welt gehöre und die Kritik an der faschistischen Politik der israelischen Regierung kein Antisemitismus sei. Ausdrücklich wurde kritisiert, dass die Demo wochenlang durch die Berliner Versammlungsbehörde nicht genehmigt worden sei und letztlich Auftakt und Demoroute geändert werden mussten, um einer Demo der „M1llion“-Bewegung Vorrang zu geben. Während die Palästina-Demonstration mit Antisemitismus-Vorwürfen denunzieret wurde, wird solchen in Teilen faschistischen Kräften, die die wirklichen Antisemitisten sind, ein Boden bereitet. Die Kritik an der Antisemitismus-Hetze in Berlin war auch auf vielen Schildern zu lesen. Die Teilnehmer waren zurecht Stolz, dass erneut so viele für die Solidarität mit Palästina zusammengekommen sind.

 

MLPD und REBELL waren mit Fahnen, Schildern gegen den Völkermord in Gaza und dem Transparent für die Perspektive eines sozialistischen Palästinas ein Anziehungspunkt. Es gab großes Interesse an dem neuen Buch „Die Lehre von der Denkweise“. Auch hier beschäftigte viele, wie es sein kann, dass die Antisemitismushetze ausgehend von der Bundesregierung und Springer-Presse doch einen Teil der Menschen, die eigentlich selbst mit Palästina solidarisch sind, verunsichert. Knapp 20 Palästina-Broschüren und mehrere Parteiprogramme wurden verkauft, Jugendliche trugen sich für die Gaza-AG des REBELL ein. Aktivisten von Solidarität International/Gaza muss leben warben für den Solidarpakt der ICOR mit Al-Awda und sammelten breit dafür Spenden!

 

Hoch die Internationale Solidarität!
Freiheit für Palästina!