Argument

Argument

Keinen Arbeitsplatz, keinen Ausbildungsplatz kampflos aufgeben!

Der Protest gegen die Arbeitsplatzvernichtung in der Automobilindustrie ist auch eine kommunale Auseinandersetzung.

Sollten die Pläne von VW mit der Vernichtung von 120.000 Arbeitsplätzen durchkommen, hätte das in den Städten und Regionen dramatische Auswirkungen. Der Verlust von Gewerbesteuereinnahmen würde die Finanznot verstärken. Das kommunale Defizit ist jetzt schon auf dem Höchststand von 31,8 Milliarden Euro 2025. Zuletzt mussten 7,5 Prozent der kommunalen Ausgaben über Kredite finanziert werden – ein Rekordwert seit der Deutschen Einheit.


Ein Arbeitsplatz hängt in einer Stadt eng zusammen mit weiteren Jobs bei Zulieferern, im Handel und bei lokalen Unternehmen, mit Wohnungen, Schulen und Infrastruktur. Und jeder Ausbildungsplatz in der Industrie wird gebraucht für die Zukunft der Jugend! Bis Ende August gab es in NRW rund 93.000 betriebliche Ausbildungsstellen, 6300 weniger als vergangenes Jahr.


Die Zeitschrift „KOMMUNAL“ nennt bei den größten Unternehmen in Deutschland die Volkswagengruppe mit 295.000 Beschäftigten. Die angedrohten Entlassungen sind ein Angriff auf die Lebensqualität ganzer Regionen. Viele weitere Jobs sind bedroht bei Kodi, Galeria Kaufhof, in der Chemie- und Energieindustrie. Das unterstreicht: Die erfolgreichen Proteste am 21. und 26. September sind auch ein Signal für eine kämpferische Kommunalpolitik!