Frankreich
Gewerkschaften und Arbeiterstreiks unterstützen die Jugendproteste
Die brutale Unterdrückung der Schüler- und Studenten-Proteste im ganzen Land durch die Macron-Regierung sollte den Jugendkämpfen wegen unhaltbarer Lernbedingungen in den heruntergekommenen Schulen ein Ende setzen.
Tausende Festnahmen, Tränengas, hunderte verletzte Schüler, Hunde und berittene Polizei zur Verfolgung von manchmal minderjährigen Jugendlichen haben einen regelrechten Schock bewirkt und das Gegenteil erreicht. Die Bewegung hat sich weiter ausgedehnt und gefestigt. Bereits Ende letzter Woche hatte sie auch auf Städte im französischsprachigen Teil Belgiens übergegriffen. In der nordfranzösischen Stadt Lille riss eine Polizeigranate einem 15-jährigen Schüler eine Hand ab.
Die Manipulation in den Medien, die auf einige Provokateure und Randalierer fokussierte, konnte sich nicht durchsetzen. Für den heutigen Dienstag rufen der Dachverband der CGT und verschiedene Einzelgliederungen zum Protest gegen dieses Vorgehen bis hin zum Streik und zur Solidarität mit den Kämpfen auf. Erfolgreich geführt werden können die Kämpfe, wenn die Einheit von Jung und Alt, von Ausgebeuteten und Unterdrückten in den verschiedensten Bereichen sich dauerhaft organisiert und koordiniert kämpft. Die kämpfende Jugend will radikale Veränderungen und lehnt den Kapitalismus ab. Dafür braucht es ein Programm und einen Plan. Wir von der ICOR-Organisation Union Prolétarienne Marxiste-Léniniste (UPML) unterstützen in diesem Sinne die Kämpfe und werben für den echten Sozialismus als gesellschaftliche Alternative.
Jugendverband REBELL: Solidarität mit den Schülerprotesten in Frankreich!
Am heutigen Dienstag Mittag waren in Frankreich 2000 Schulen und 90% der Universitäten blockiert. In über 30 Städten sind Proteste geplant. Die Proteste dauern nun schon seit Tagen an. Sie gehen für bessere Schulbildung, gegen marode Schulen und Unterrichtsausfall auf die Straße. Die Polizei und insbesondere die Bereitschaftspolizei CRS geht brutal gegen die Jugendproteste vor. Es gibt bereits zahlreiche Verletzte, ein Schüler verlor seine Hand. Mittlerweile haben sich Gewerkschaften, Eltern und Lehrer mit den Protesten solidarisiert und sich in Paris und Nantes mit Menschenketten zwischen die Schülerinnen und Schüler und die Polizei gestellt. Das brutale Vorgehen der Polizei geht von der Regierung aus, wenn der französische Innenminister sagte, die Polizei solle sich „nicht zurückhalten“.
Der Jugendverband Rebell in Deutschland erklärt seine Solidarität mit diesen Protesten! Wir verurteilen die brutale Polizeigewalt! Die Wut und Entschlossenheit der Schülerinnen und Schüler zeigt, dass es hier um mehr geht: um unsere Zukunft, die vom Kapitalismus zerstört wird. Für uns ist das ein Ansporn, eine weltweite sozialistische Jugendbewegung zu fördern, die diesen Protesten Perspektive gibt!
Hoch die internationale Solidarität!