Gelsenkirchen

Gelsenkirchen

Klimamaßnahmenprogramm für 2026 bis 2028 im Rat der Stadt behandelt

Gestern wurde im Rat der Stadt Gelsenkirchen die Fortschreibung des Klimamaßnahmenprogramms für den Zeitraum 2026 – 2028 behandelt. Rote Fahne News dokumentiert den Redebeitrag, den Jan Specht, Ratsmitglied von AUF Gelsenkirchen, dazu gehalten hat.

AUF Gelsenkirchen

Die aktuellen Aussagen aller Klimaforscher und Wissenschaftler sind eindeutig. Die globale Umweltkatastrophe verschärft sich. Der Ausstoß an Treibhausgasen steigt weiter an.Diese Aussage im kommunalen Klimamaßnahmenprogramm ist absolut zutreffend. Das sollte uns sensibilisieren und alarmieren, ebenso wie die Erfahrungen mit den extremen Hitzewellen in diesem Sommer.

 

Offensichtlich ist das der AfD Gelsenkirchen entgangen. Wie auch im Bundestag leugnet sie bis heute den menschen-gemachten Klimawandel und lehnt Maßnahmen zum kommunalen Klimaschutz glattweg ab. Ein milder Winter könnte ja die Hitzeopfer im Sommer kompensieren, meint Dr. Klante. Er will sogar – Orginal-Zitat Gesundheitsausschuss - „zusammen mit Fr. Alice Weidel alle Windanlagen in Deutschland abreißen“. Diese bewusste und bösartige Leugnung von Realität und Wissenschaft sollte den Wählern der AfD zu denken geben.

 

Das städtische Klimamaßnahmenprogramm enthält richtige Hinweise, dass auch die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten die Klimakrise noch weiter anheizen. Diese sind auch maßgeblich für die hohen Energiepreise. Politische Konsequenzen werden daraus leider nicht gezogen – im Gegenteil: Die Kriegsvorbereitungen auch der Berliner Regierung laufen auf Hochtouren und Wirtschaftsministerin Reiche folgt in ihrer Klima-Agenda offensichtlich nicht Empfehlung der Klimaexperten, sondern den Energie-Monopolen. Der politische Druck von unten muss also noch viel stärker werden, um einen Systemwechsel durchzusetzen und auch auf Bundesebene die Weichen endlich auf
Nachhaltigkeit und radikalen Klimaschutz umzustellen.

 

AUF begrüßt die vorliegenden Konzepte zum kommunalen Klimaschutz, gegen Hitzeextreme und Überschwemmungen. Es gibt wesentliche Fortschritte

 

  • in der Datenerfassung und kleinräumigen Klimaanalyse
  • in der Zusammenarbeit der Referate und Abteilungen
  • in der Vielseitigkeit der Maßnahmen
  • und auch in der personellen Ausstattung

 

Unterbelichtet erscheinen uns die Überlegungen und Maßnahmen zum Klimaschutz in der Industrie. Ein negatives Signal war die Entscheidung gegen den Rückbau der Norderweiterung im Landschaftsschutzgebiet.

 

Umwelt- und Klimaschutz sollte endlich mehr als Chance gesehen werden, neue innovative Arbeitsplätze zu schaffen im Zusammenhang mit Wasserstoff- und Recycling-Technologie. Dazu bietet insbesondere der Norden unserer Stadt in der Nähe zu bestehenden Kraftwerken, Raffinerien und Chemieanlagen gute Ausgangsbedingungen
und Chancen.