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Enthüllung: Keine Folgebelegung im Werk Hannover geplant!

Am 30. September soll in Hannover zwischen VW und der IG Metall ein „Überbrückungsgespräch“ stattfinden. Die IG Metall hatte das eingefordert, weil auf den Betriebsversammlungen Ende August in keinem Werk über die Versprechungen aus dem Tarifvertrag Ende 2024 gesprochen worden war.

Korrespondenz

Nachdem der Aufsichtsrat am 3./4. September 2026 den Plänen von VW zugestimmt, aber zugesagt hatte, „alternative Verwendungsmöglichkeiten“ und „Folgebelegung“ zu „prüfen“, forderte die IG Metall in ihrer Pressemitteilung, „… die Einhaltung der im Tarifabschluss vom 20. Dezember 2024 vereinbarten Zukunftszusagen zu überprüfen.“ Das wird nicht reichen! Wie jetzt bekannt wurde, plant VW schon ganz anders.

 

Der Betriebsratsvorsitzende von VW Hannover,  Stavros Christidis, sagte auf der Betriebsversammlung am 16. September, dass genau das nicht passiert: Er berichtete, dass in der KW 37, also eine Woche nach der Aufsichtsratssitzung, der Produktionsvorstand Christian Vollmer dem Gesamtbetriebsrat die Investitionsplanung (sog. Planungsrunde 75) vorgestellt habe, in der zumindest für Hannover keine weiteren Investitionen vorgesehen seien. Das widerspreche ihrem Verständnis des Aufsichtsrats-Beschlusses, denn eine Fortführung der Fahrzeugproduktion erfordert jetzt Investitionen.

 

Offensichtlich ist also eine Folgeproduktion von Fahrzeugen schon abgeschrieben. Laut ntv vom 28. September wird stattdessen auf Kriegsproduktion orientiert. ntv zitiert den Vorstand der Nutzfahrzeugsparte, Stefan Mach: „Wir haben schon immer Dual-Use-Güter für den Einsatz bei der Polizei, dem THW oder den Streitkräften gefertigt und können das.“ Das wäre nach Osnabrück dann schon das zweite Werk. Kriegsproduktion kann aber nicht die Alternative für die Automobilarbeiter sein. Es bewahrheitet sich wieder: Mitbestimmung gibt es nur durch Streik.